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Mangan
Mangan ist für den Menschen ein
essentielles, also lebensnotwendiges, Spurenelement.
Der Körper benötigt es für das Wachstum der Knochen,
außerdem ist es an der Bildung verschiedener Enzyme
beteiligt. Der menschliche Körper enthält etwa 10 bis
40 mg Mangan. Davon befinden sich ca. 40 Prozent in
den Knochen. Weiterhin ist Mangan in der Leber, den
Nieren, im Pankreas, in den Muskeln sowie in
Haarpigmenten zu finden.
Funktionen im Körper
Mangan ist an einigen
wichtigen Vorgängen im menschlichen Körper maßgeblich
beteiligt, da es für die Funktion verschiedener Enzyme
unabdingbar ist. So ist Mangan beispielsweise am
Aufbau von Knorpel- und Knochengewebe beteiligt. Es
aktiviert das Enzym Glykosyltransferase, welches an
der Proteoglykansynthese (Chondroitinsulfat) in
Knorpel und Knochen beteiligt ist. Durch die
Aktivierung der Pyruvat-Carboxylase wirkt Mangan auch
an der Neubildung von Glukose (Glukoneogenese) mit.
Weiterhin aktiviert Mangan das Enzym Arginase, das im
Harnstoffzyklus eine Rolle spielt, und Pankreasenzyme,
die beim Abbau von Aminosäuren beteiligt sind. Mangan
ist für die Synthese und die Freisetzung von Insulin
erforderlich.
Über
die Produktion von Prothrombin ist es an der
Blutgerinnung beteiligt. Mit ATP (Adenosintriphosphat)
kann Mangan einen Mn-ATP-Komplex bilden und
anstelle von Magnesium als Kofaktor fungieren. ATP
ist die Schlüsselsubstanz der biologischen
Energieübertragung.
Mangan ist weiterhin an der Herstellung von
Melanin (Pigmente) und Dopamin (Neurotransmitter)
beteiligt. Es aktiviert zudem eine Reihe von
Enzymen, die beispielsweise als Antioxidans wirken
(Mn-Superoxiddismutase) und für die Verwertung von
Vitamin B1 wichtig sind (Phosphatase). |
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Bedarf
Der tägliche Bedarf an
Mangan beträgt laut Empfehlung der deutschen
Gesellschaft für Ernährung für Kinder unter sieben
Jahren 1 bis 2 mg, für ältere Kinder, Jugendliche und
Erwachsene 2 bis 5 mg täglich. Normalerweise kann man
davon ausgehen, dass bei einer ausgewogenen Ernährung
der Manganbedarf gedeckt wird. Verschiedene Faktoren
können jedoch zu einem Manganmangel führen:
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Ein
vermehrter Bedarf an Mangan kann durch schlechte
Ernährung entstehen, beispielsweise wenn große
Mengen an einfachen Kohlenhydraten aufgenommen
werden. Häufig kann bei einer länger andauernden
künstlichen (parenteralen) Ernährung der
Manganbedarf erhöht sein. Alkoholiker haben
ebenfalls häufig einen erhöhten Bedarf. Weiterhin
kann die vermehrte Zufuhr anderer Mineralien, wie
z.B. Kalzium, Eisen, Phosphat und Zink, zu einem
Manganmangel führen. Der Grund hierfür liegt
darin, dass sich die Mineralien bei der Resorption
gegenseitig behindern. |
Auch
erhöhter oxidativer Stress (vermehrtes Anfallen
hochreaktiver Oxidantien, also freier Radikale) kann
möglicherweise zu einem erhöhten Manganbedarf führen.
Mithilfe einer Haaranalyse kann eine genauere Aussage
zum persönlichen Manganbedarf gemacht werden. Bei
dieser wird aus einer Haarprobe die Konzentration der
wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente
ermittelt, ein Mangel bzw. Überschuss an einem
bestimmten Nährstoff kann somit festgestellt werden.
Manganhaltige Lebensmitteln
Wenn man von wenigen
Ausnahmen, wie beispielsweise Schnecken und
Innereien, absieht, enthalten tierische
Lebensmittel prinzipiell weniger Mangan als
pflanzliche.
Besonders reich an Mangan sind einige
Getreideprodukte, z.B. Haferflocken, Weizenkeime
und Sojamehl. Von den Gemüsesorten zeichnen sich
Sojabohnen, Knoblauch und weiße Bohnen durch einen
höheren Mangangehalt aus. Von den Früchten haben
Ananas, Heidelbeeren und Himbeersaft besonders
viel Mangan. Ferner enthalten Nüsse, Schokolade
und einige |
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Gewürze, wie z.B. Zimt, Ingwer, schwarzer Pfeffer und
gemahlene Nelken hohe Mengen an Mangan.
Manganreiche Lebensmittel enthalten pro 100 g etwa:
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Reis
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1,1 mg
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Hirse
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1,9 mg |
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Weizenvollkornbrot |
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2,5 mg
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Haselnüsse |
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3 mg
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Weizenvollkornmehl |
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3,5 mg
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Weizenkleie |
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3,7 mg
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Sojamehl |
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4 mg
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Haferflocken |
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4,5 mg
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Manganmangel
Unterversorgungen mit Mangan kommen nur selten
vor, daher sind einige Symptome von Manganmangel
bislang nur bei Tieren beobachtet worden. So kommt
es beispielsweise bei Wiederkäuern durch einen
Manganmangel zu Fettstoffwechselstörungen, die
sich in Form einer Hypocholesterinämie, also einer
verminderten Cholesterinkonzentration, äußern.
Ferner wurden bei Tieren ein Gewichtsverlust,
Wachstumsstörungen, Osteoporose und
Funktionsstörungen der Geschlechtsorgane
beobachtet. |
Weiterhin kommt es zu Gerinnungsstörungen, die auf
eine verlängerte Prothrombinzeit beruhen, und zu
Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels. Außerdem
können Knorpel- oder Knochendeformationen auftreten. |