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Phosphor
Im
Körper eines Erwachsenen befinden sich etwa 700 g Phosphor in
organischen Verbindungen, davon der Hauptteil in Knochen und Zähnen.
Funktionen im Körper
Im menschlichen
Organismus kommt Phosphor als Phosphat vor und ist für den gesamten
Stoffwechsel mit verantwortlich: Es dient als Baustoff in den
Knochen und Zähnen. Zusammen mit Kalzium wird es dort in Form von
Hydroxyapatit eingebaut.
Vor allem im Energiestoffwechsel wird Phosphor für die Synthese der
Phosphate im Molekül ATP (Adenosintriphosphat) benötigt. ATP ist die
"Währung" der Energie im Körper, also die Form, in der Energie nach
dem Stoffwechsel von den Zellen verbraucht werden kann. Weiterhin
ist es als Phosphat Bestandteil der DNA und RNA (Erbsubstanzen).
Phospholipide sind ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen.
Bedarf
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht bei Erwachsenen von
einem Tagesbedarf von etwa 700 mg aus. Schwangere und stillende
Frauen sollten, wie bei den meisten Mineralstoffen, etwas mehr,
etwa 800 bis 900 mg, zu sich nehmen. Jugendliche im Wachstum
sollten ebenfalls mehr Phosphor aufnehmen. Der Phosphorbedarf
wird bei einer ausgewogenen Ernährung gedeckt, bei einigen
Erkrankungen, wie z.B. bei Alkoholismus, kann die aufgenommene
Menge nicht ausreichend sein. |
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Phosphorhaltige Lebensmittel
Phosphorhaltige Lebensmittel sind u.a. Milch und Milchprodukte,
Fleisch, Fisch, Getreide und Hülsenfrüchte. Als Beispiel für gute
Phosphorlieferanten seien Hartkäse mit 840 mg/100 g und Bohnen mit
420 mg /100 g genannt.
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Phosphormangel
Bei Kindern wirkt sich ein Phosphormangel durch verzögertes
Wachstum, schlechte Knochen- und Zahnbildung und Rachitis aus.
Die Symptome ähneln einem Kalzium- und Vitamin-D-Mangel.
Phosphormangel kann in jedem Alter zu einem Gewichtsverlust
führen und Müdigkeit hervorrufen. Auch anormaler Appetit
(starkes Verlangen nach phosphorhaltigen Substanzen, die keine
Lebensmittel sind - Kreide, Ton, Kalk o.ä.) gehört zu den
Symptomen. |
Ein Mangel an
Phosphor kann lange Zeit verborgen bleiben, da Phosphor aus den
Knochen mobilisiert, also abgebaut wird. Dies zeigten auch
Beobachtungen aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Nach längerer
verminderter Zufuhr von Phosphat trat die so genannte
'Hunger-Knochenerweichung' auf. Bei Einnahme von zu viel Kalzium und
zu wenig Phosphor kann es zur Bildung von Nierensteinen kommen.
Tierversuche zeigen, dass Phosphormangel neben dem bereits erwähnten
Gewichtsverlust zu einem unzureichenden Ausbau des Skeletts und im
Extremfall zum Tod durch Kräfteverfall führen kann.
Überdosierung und Vergiftung
Bei einem übermäßig
hohen Phosphatanteil in der Nahrung kommt es zu einer gestörten
Aufnahme anderer Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders
häufig ist hierbei ein Kalziummangel. So enthält beispielsweise
das Getränk Coca Cola sehr hohe Phosphatkonzentrationen und
sollte daher besonders von Kindern und Jungendlichen nur
eingeschränkt konsumiert werden.
Phosphor als Element und in einer Reihe von Verbindungen ist
teilweise giftig. |
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Als besonders giftig gilt der
weiße Phosphor, der, wie bereits erwähnt, auf der Haut zu
Verbrennungen und schweren Hautschäden führt. Bei oraler
Aufnahme, also über den Mund, kommt es zu Schmerzen in der
Magengegend, Aufstoßen und Erbrechen, wobei das Erbrochene einen
charakteristischen knoblauchartigen Geruch hat und bei Kontakt
mit Luftsauerstoff leuchtet. Weiterhin treten Durchfall und ein
Schockzustand auf. Wenn eine Vergiftung mit weißem Phosphor
überlebt wird, treten häufig Leberschäden auf, die ihrerseits
auch tödlich sein können. Die Behandlung besteht in einer
Magenspülung mit einer Kaliumpermanganat- oder
Kupfersulfatlösung. Ferner müssen die Schmerzen und
gegebenenfalls der Schock behandelt werden.
Vorbeugung
Ein Phosphormangel, der in Notzeiten weit verbreitet war, ist
heutzutage praktisch unbekannt. Deshalb muss Phosphor in der
Regel nicht zusätzlich eingenommen werden.
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