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Mineralstoff Zink
Zink wurde in unserem
Kulturkreis das erste Mal im Jahre 1740 durch den
Arzt Johann Friedrich Henckel ausführlich
beschrieben. Seine erste Herstellung gelang im
Jahr 1746 durch den Berliner Chemiker Andreas
Sigismund Marggraf. Zink findet in der Technik als
Messing (Kupfer-Zink-Legierung), zum Verzinken von
Eisenblechen und für die Herstellung von
Trockenbatterien (Kohle-Zink-Element,
Kohle-Mangan-Element) Verwendung. Ausserdem dient
es als Zinkstaub in Farben als Rostschutzmittel
und in Form des Zinkoxids als Weisspigment.
Eine medizinische Anwendung findet Zink in Form
von Zinkoxid oder Zinksulfat in Salben, Pasten
oder Schüttelmixturen zur Behandlung von Wunden
oder geschädigten Hautbereichen (besonders auch
bei Windeldermatitis). Hierbei macht man sich die
adstringierende Wirkung der genannten
Zinkverbindungen zu Nutze. Adstringenzien führen
durch Eiweissfällung oder Fixierung der Eiweisse
zu einer Membranbildung und wirken dadurch
entzündungshemmend, austrocknend und blutstillend,
sowie bakteriostatisch.
Funktionen im Körper
Zink ist für die meisten Lebewesen ein
essentielles Spurenelement, und im
menschlichen Körper, neben Eisen, das
häufigste. Dabei sind höhere Konzentrationen
an Zink in den roten Blutkörperchen, in den
Augen, in der Haut und in den Haaren, sowie in
der Prostata und in der Leber enthalten.
Zink ist Kofaktor zahlreicher Enzymsysteme,
und spielt eine Rolle im Vitamin A-, im
Kohlenhydrat- und im Lipidstoffwechsel. Ferner
ist Zink essentiell für die Funktion
verschiedener Hormone, wie z.B. Insulin, den
Schilddrüsenhormonen, Sexualhormonen und den
Wachstumshormonen. |
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Auch im Stoffwechsel von Nukleinsäuren (Träger der
Erbsubstanz) und Proteinen (Eiweissen) erfüllt
Zink wichtige Aufgaben. So dient es beispielsweise
der Stabilisierung der DNA- und der RNA-Struktur,
ist aber auch ein Bestandteil von Schlüsselenzymen
der Nukleinsäuresynthese (z.B. DNA-Polymerasen).
Zink ist am Zellwachstum und an der
Zelldifferenzierung beteiligt. Für eine
funktionierende Immunabwehr wird ebenfalls Zink
benötigt, und zwar für die zelluläre und die
humorale Immunantwort, sowie für die
T-Zelldifferenzierung. Des Weiteren spielt Zink
eine Rolle bei der Geschmackswahrnehmung, wobei
die daran beteiligten Faktoren nicht näher bekannt
sind.
Bedarf
Der tägliche Bedarf an Zink liegt für Erwachsene
und Jugendliche bei 7-10 mg. Frauen benötigen
etwas weniger als Männer.

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Es
ist besonders wichtig auf eine regelmässige
Zufuhr von Zink mit der Nahrung zu achten,
weil das Spurenelement anscheinend im Körper
nicht gespeichert werden kann. Somit führt
eine drastische Senkung der Zinkzufuhr relativ
schnell zu einem Zinkmangel.
Durch einige Umstände kann es zu einem
erhöhten Bedarf an Zink, bzw. zu einem
Zinkmangel kommen: |
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Bei Personen mit einseitiger Ernährung, z. B.
Veganer und Personen die über längere Zeit
parenteral mit zinkfreien Nährstofflösungen
ernährt werden |
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Durch
eine verminderte Aufnahme von Zink nach
Operationen oder bei Darmerkrankungen. |
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Als
Folge verschiedener Erkrankungen, wie
beispielsweise erworbene Immunschwäche (AIDS),
Akne, Allergien, Diabetes, Neurodermitis,
Krebs, Leber- und Nierenerkrankungen, Akute
oder chronische Infektionen u.a.
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In
Schwangerschaft und Stillzeit
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Im
Wachstum |
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Bei Leistungssportlern |
Mit Hilfe einer
Haaranalyse kann eine genauere Aussage zum
persönlichen Zinkbedarf gemacht werden. Bei dieser
wird aus einer Haarprobe die Konzentration der
wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente
ermittelt, ein Mangel bzw. Überschuss an einem
bestimmten Nährstoff kann somit festgestellt
werden.
Zinkhaltige
Lebensmittel
Da die
verschiedenen Lebensmittel teilweise sehr
unterschiedliche Mengen an Zink enthalten, sollte
für eine optimale Versorgung mit den Spurenelement
auf eine abwechslungsreiche Kost geachtet werden.
Die tierischen Lebensmittel, Fische und
Meeresfrüchte einbezogen, enthalten, im Vergleich
zu der pflanzlichen Nahrung, häufig grössere
Mengen an Zink, wobei besonders die Innereien sehr
zinkhaltig sind. Von den Meerestieren zeichnen
sich Austern durch sehr hohe Mengen an Zink aus.
Kuhmilch enthält relativ geringe Mengen an Zink,
von den Milchprodukten enthalten dagegen einige
Käsesorten, wie z. B. Camembert, Schmelzkäse oder
Emmentaler recht hohe Mengen. Aus der Gruppe der
Getreideprodukte sind Haferflocken, Hirse,
Cornflakes, Weizenvollkornmehl und Weizenkeime
sehr gute Zinklieferanten. Obwohl viele
Gemüsesorten nicht so reich an Zink sind, werden
durch den Verzehr von grünen Erbsen, getrockneten
Linsen, und Sojabohnen auch relativ hohe Anteile
an Zink zugeführt. Weiterhin enthalten Bierhefe,
Kakao und die meisten Nüsse viel Zink. Ferner ist
zu erwähnen, dass einige Küchengewürze sehr
zinkhaltig sind, hierzu zählen Basilikum,
Estragon, Kümmel, Nelken, Ingwer, Majoran,
Thymian, Rosmarin und Salbei.
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