Unsere Nahrung - unser Schicksal
Dr. med. Max Otto Bruker

Dr. med. Max Otto Bruker (1909-2001), erfolgreicher Arzt für innere Medizin, Ernährungspionier und langjähriger Leiter biologischer Krankenhäuser, gründete die Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V. in Lahnstein. Er gilt als der Wegbereiter einer ursächlichen Heilbehandlung von Krankheiten anstelle der üblichen symtomatischen Linderungsbehandlung.

Die medizinische Forschung schreitet immer weiter voran, doch die Menschen werden immer kränker. Warum? Achtzig Prozent aller Krankheiten, so Dr. M. O. Bruker, sind vermeidbare, ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten.

Lesen Sie sein Buch aus dem Emu-Verlag "Unsere Nahrung - unser Schicksal" ISBN 978-3-89189-003-5
Dieses Buch ist der Klassiker der Vollwerternährung. Hier erfahren Sie, warum wir in unserer Wohlfahrtsgesellschaft - trotz allem Überfluss - mangelernährt sind und mit welcher Ernährung sich verschiedenste Krankheiten, vom Gebisszerfall über Rheuma, Nieren- und Gallensteine, Hauterkrankungen und Infektanfälligkeit bis hin zum Herzinfarkt, vermeiden lassen.

Durst bestimmt die Trinkmenge
Wie die Essmenge durch den Hunger, so wird die Trinkmenge durch den Durst bestimmt. Diese Vorgänge sind wunderbar durch den Instinkt geregelt. Man tut also gut daran, nur sov iel zu trinken, wie Durst vorhanden ist. In letzter Zeit wird allenthalben der falsche Rat gegeben, möglichst täglich 2-3 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Diese Rat bringt nur Nachteile. Mit der Nahrung, die ja zu 70 - 80 Prozent aus Flüssigkeit besteht, nimmt der Mensch bereits 1,5 bis 2 Liter zu sich. Eine zusätzliche Menge, die ohne Durst getrunken wird, ist eine Belastung für die Niere, das Herz, den Kreislauf und die Leber. Die Niere ist kein Sieb, durch das die Flüssigkeit einfach durchläuft; man kann deshalb die Niere nicht, wie gesagt wird, "durchspühlen". Jedes Tröpfchen muss von der Niere durch aktive Arbeit ausgeschieden werden. Bei Nierensteinen führt vieles Trinken zu einer Verdünnung der so genannten Schutzkolloide, welche die Bildung von Nierensteinen eigentlich verhüten.

Erhitztes Eiweiss verliert an Wert
Wir verdanken vor allem der epochemachenden Forschungen Prof. Kollath die wichtige Erkenntnis, dass Eiweiss durch Erhitzung seine natürliche Beschaffenheit verliert. Es wird "denaturiert". Es muss daher täglich auch etwas unerhitztes (natives) Eiweiss gegessen werden. Dies geschieht am besten durch den Frischkostanteil.
Z.B. Die pasteurisierte Milch, die zur Abtötung von Batterien kurz auf 70 bis 80 Grad erhitzt wird, hat daher nicht mehr den vollen Wert wie Rohmilch. Die heute weitverbreitete  UHT Milch wird auf 150 Grad erhitzt. Es ist nicht nur das Eiweiss denaturiert, sondern es kommt auch zu einem erheblichen Vitaminverlust, sodass von Ihrem Gerbrauch dringend abzuraten ist. Sie ist genau so gesundheitsschädlich wie Fabriknahrungsmittel.

TIPPS für die richtige Ernährung nach Bruker
Eine gesunderhaltende Ernährung lässt sich in in folgenden Punkten kurz zusammenfassen: Vier Dinge sind zu meiden und vier andere sollten täglich gegessen werden.

Die vier zu meidenden Speisen sind:
1. Auszugsmehlprodukte
(Graumehl, Weissmehl, wichtige Vitalstoffe fehlen, wie Vitamin B1.)
2. Alle Fabrikzuckerarten (alle industriell hergestellten Zuckerarten wie weisser Zucker, etc.)
3. alle raffinierten Fette
(Margarinen, gewöhnliche heissgepresste Öle)
4. für Magen-, Darm-, Leber- und Gallenempfindliche: alle Säfte aus Obst oder Gemüse, gleichgültig, ob selbst hergestellt oder gekauft, gekochtes Obst oder Trockenfrüchte.

Die Speisen die täglich gegessen werden sollten, sind:
1. Vollkornbrote, möglichst viele verschiedene Sorten
2. täglich 3 Esslöffel Getreide in Form eines Frischkorngerichts
(siehe Rezept).
3. Frischkostbeilage, bestehend aus rohem Gemüsen und rohem Obst
(z.B. als Salat).
4. naturbelassene Fette, d.h. Butter, Rahm und unraffinierte kaltgepresste Öle.

Bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Rheuma) ist die Vermeidung bzw. Einschränkung von Tiereiweiss sehr empfehlenswert. Alle übrigen nicht erwähnten Speisen können täglich genossen werden.

Gesundheit - ein Informationsproblem.
Heute kann man fast alles lernen. Nur auf die Frage, wie kann ich meine und die Gesundheit meine Familie erhalten, finden wir an keiner Stelle eine befriedigende Antwort. Es sei denn, Sie vertrauen allein der produktbezogenen Werbung für allerlei Nahrungs- und Genussmittel,

die den Namen Lebensmittel nicht mehr tragen dürften.

Rezept des täglichen Frischkornmüsli nach Prof. Kollath
Es wird aus Roggen, Weizen, Dinkel, Gerste und Haferflocken oder aus einer beliebigen Getreideart hergestellt. Dazu werden pro Person 3 volle Esslöfel (etwa 55 gr) Getreide in einer Getreidemühle, in einem Mixapparat oder einer Kaffeemühle grob geschrotet. Das Mahlen muss jedesmal frisch vor der Zubereitung vorgenommen werden. Nicht auf Vorrat mahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Getreide-mühle mit Mahlsteinen oder einem oder einem Stahlmahlwerk arbeitet.
Das gemahlene Getreide wird mit ungekochtem, kaltem Leitungswasser zu einem Brei gerührt und 7 bis 12 Stunden stehen gelassen. Die Wassermenge ist so berechnet, dass nach Quellung nichts wegegossen werden muss. Nach 7 bis 12 Stunden wird dieser Brei tischfertig gemacht durch Zusatz von frischem Obst
j(je nach Jahreszeit), Zitronensaft (ev. gelegentlich 1 Teelöffel Honig), 1 EL Halbrahm, Sonnenblumen-, Kürbiskerne und Baumnüssen. Solange verfügbar, sollte man immer einen Apfel mit der Bircherraffel hineinreiben und sogleich untermischen, bevor er braun wird. Der geriebene Apfel  macht den Frischkorn-brei luftig und wohlschmeckend. Es ist ohne Belang, zu welcher Tagezeit dieses Gericht genossen wird.
 

Orientierungshilfe für vitalstoffreiche Ernährung

Lebensmittel

vitalstoffreich

mangelhaft

Getreide
und
Reis

Getreide- und Reisprodukte aus Vollkorn
d.h. Frischkornmüsli, Vollkornbrot, erhitzte Vollgetreidespeisen, Vollkornteigwaren und -gebäck.

Produkte aus Auszugsmehlen (Weissbrot, Graubrot, Auszugsmehlnudeln, Auszugsmehlgebäck) und geschälten Reis meiden.

Reichlich Gemüse

Obst, Kartoffeln und Hülsenfrüchte:
Gemüse und Obst sollte vorwiegend als unerhitzte Frischkost (Rohkost) verzehrt werden. Kartoffeln und Hülsenfrüchte müssen erhitzt werden.

Tiefkühlkost und Instantfood meiden.

Naturbelassene
Fette und Öle

Butter, kaltgepresste, unraffinierte Öle in Massen verwenden.

Extrahierte und raffinierte Fette und Öle (die meisten Margarinen und gebräuchlichen Öle) meiden. Fettreiche Käsesorten, Butter und Sahne sparsam verwenden. Insgesamt gilt: Weniger Fett

Fleisch, Fisch, Eier

nur als gelegentliche Zugabe verwenden.

 

Fleisch aus Mastbetrieben wird eine geringere Qualität zugemessen und auch aus ökologischen Überlegungen abgelehnt.

Milch

bevorzugt unerhitzte Milch = Vorzugsmilch und Milchprodukte aus Rohmilch sind empfehlenswert. Wenig Rahm nehmen.

UHT-Milch meiden

Kalorienarme
Getränke

Geeignete Durstlöscher sind unbelastetes Leitungswasser, natürliches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee sowie verdünnter Obst- und Gemüsesaft. Schwarzen Tee, Bohnenkaffee, Bier und Wein (wenn überhaupt) nur in kleinen Mengen trinken.

Limonaden, Cola-Getränke, Instant-Getränke und Spirituosen meiden.

Natürliche Süssungsmittel

bevorzugen. Zum Süssen dienen reife Früchte, eingeweichte Trockenfrüchte, Fruchtdicksäfte, Honig und Ahornsirup.

Isolierte Zucker, künstliche Süssstoffe und damit hergestellte Produkte sind nicht empfehlenswert.

 

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