Gegen Erkältung ist ein Kraut gewachsen wichtige Hausmittelchen

Heilpfanzen, Lebensmittel und ihre Anwendung
Erkältungen
allgemein
Trinken: Holunderblüten oder -beeren als Sirup, heisse Honigmilch mit
einem Schuss Grappa oder Ingwertee mit Zitronensaft
Halsschmerzen Trinken: heisse Honigmilch mit einem Schuss Grappa
Gurgeln: Zitronensaft und Wasser im Verhältnis 1 zu 3 gemischt; 2 Deziliter Wasser, gemischt mit 2 Teelöffeln Honig und 3 Teelöffeln Apfelessig; Salbeitee oder fünf Deziliter abgekochtes Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Kochsalz
Halswickel: Magerquark im Gazetuch oder direkt auf die Haut legen, mit mehreren Baumwolltüchern abdecken und befestigen, etwa 20 Minuten wirken lassen
Brustwickel: halbierte Zitronen in einem halben Liter Wasser auskochen, etwas abkühlen lassen, Schalen anritzen, damit das ätherische Öl austreten kann; Gazetuch in der warmen Flüssigkeit benetzen und für Wickel auf Brustkorb verwenden. Aufsteigendes
Halsschzmerzen ganz am Anfang Kneipp-Fussbad aufsteigend von 36 Grad langsam bis 41 Grad, dauer 15 Minuten.
Schnupfen Spülung: mit Kochsalzlösung die Nase spülen
Balsam: Nasenöffnungen zum Schutz der Haut mit Olivenöl einreiben
Inhalieren: Dämpfe von Thymiantee
Dämpfe: halbierte Zwiebel neben das Bett legen
Trockener Husten ohne Fieber Trinken: heisse Honigmilch mit einem Schuss Grappa
Inhalieren: Dämpfe von Thymian- oder Lavendeltee
Umschlag: heisse Gschwellti zerdrücken und in ein Gazetuch einwickeln; das Päckchen auf den Brustkorb legen, mit Baumwolltüchern umwickeln und zirka 30 Minuten lang wirken lassen
Brustwickel: in Olivenöl getauchtes Gazetuch in Plastiksack zwischen Bettflaschen erwärmen, dann das Gazetuch im Bronchienbereich auf die Haut legen, mit weiteren Baumwolltüchern abdecken und eine halbe Stunde lang wirken lassen
Zwiebel-Hustensirup: 2 gehackte Zwiebeln mit 2 Esslöffeln flüssigem Honig vermischen, zwei Stunden ziehen lassen, absieben und mehrmals täglich einnehmen
Feuchter Husten (Bronchitis) Trinken: viel Fencheltee
Inhalieren: Dämpfe von Salbeitee
Brustwickel: Weisskohl- und Wirzblätter waschen, Mittelrippe entfernen, mit leerer Flasche darüber rollen, bis sich ein starker Geruch entwickelt, oder eine Minute blanchieren; dachziegelartig auf die Haut auflegen, mit Tüchern umwickeln, eine Stunde wirken lassen; lauwarm abwaschen
Stirnhöhlenentzündung Leinsamenpäckchen: mit wenig Wasser gekochte Leinsamen in Gaze einwickeln, zu mehreren Päckchen formen; während 30 Minuten alle fünf Minuten ein neues heisses Päckchen auf Stirn und Nasenwurzel legen
Meerrettich: eine kleine Scheibe Meerrettich in den Nacken legen, eine Minute wirken lassen oder immer wieder etwas Meerrettich essen
Ohrenschmerzen Zwiebelpäckchen: gehackte Zwiebeln in ein Gazetuch packen, auf einer Bettflasche erwärmen und aufs Ohr legen                        
Wirkung der Helfer aus der Küche

Grundsätzlich unterstützt ein gutes Hausmittel den Selbstheilungsprozess des Körpers. Die kleinen Helfer aus der Küche wirken jedoch ganz unterschiedlich:

  • Pflanzliche Lebensmittel wie Salbei, Thymian, Meerrettich oder Zwiebeln enthalten viele hochwirksame Substanzen – so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Im Salbei etwa sind ätherische Öle enthalten, die zusammen mit Gerbstoffen Bakterien und Viren töten. Das Zusammenspiel der Pflanzenstoffe hemmt zudem Entzündungen und lindert Schmerzen. Thymian enthält ebenfalls ätherische Öle, die hochwirksam sind: Er desinfiziert, löst Schleim und lindert so den Husten. Einige Inhaltsstoffe der Zwiebel haben sogar den gleichen Effekt wie Antibiotika.
  • Saure Gurgellösungen mit Apfelessig oder Zitrone lassen das Gewebe abschwellen.
  • Kochsalzlösungen helfen, Viren und Bakterien aus der verstopften Nase zu spülen.
  • Dämpfe befeuchten die Schleimhäute und bringen die ätherischen Öle aus den Kräutern direkt zu den erkrankten Stellen in den Atemwegen.
  • Warme Wickel fördern die Durchblutung. Sie helfen, den eingedickten Schleim in den Atemwegen zu lösen, und unterstützen so die Virenausscheidung. Geschwellte Kartoffeln oder Leinsamen speichern die Wärme ausgezeichnet und sind deshalb besonders wirksam.
  • Kalte Wickel mit Quark oder Zitrone lassen das Gewebe abschwellen und lindern die Schmerzen.
  • Flüssigkeit unterstützt die Heilung der Schleimhäute. Und weil häufiges Trinken den zähen Schleim verflüssigt, machen Holundersirup oder Fencheltee schleimlösende Hustenmedikamente in den meisten Fällen völlig überflüssig.

Ausserdem haben Hausmittel eine Reihe positiver Nebenwirkungen. Besonders Kindern geben solche Massnahmen die Sicherheit, dass der Körper mit vielem selber fertig werden kann», sagt Heidi Geissbühler. Zudem erhalten sie von den Eltern eine Extraportion Zuwendung.

Doch auch Erwachsene sollten sich die Auszeit gönnen, die ihnen von der Krankheit «verordnet» wird. Denn mit jeder Erkrankung – und sei es «nur» ein kleiner Schnupfen oder eine Erkältung – signalisiert der Körper, dass er Schonung und Pflege braucht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.