Je mehr Kilos, desto höher das Risiko für Herztod

Übergewicht spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung des metabolischen Syndroms, Fachärzte warnen vor den Gesundheitlichen Folgen.

Übergewicht:
Übergewicht und Fettsucht, netter ausgedrückt Adipositas, sind nicht nur im Fastfood Land USA ein Massenphänomen. Auch in der Schweiz leidet bereits jeder Dritte an Übergewicht. Prof. Giargen Spinas nennt es die schiefe Ernährungs- und Bewegungsbahn, auf die wir, die PC Generation, geraten sind. „Unsere Gene sind für unsere Jägervorfahren programmiert. Diese legten täglich 15 Kilometer zurück, um Tiere zu erlegen und zu transportieren. Dabei verbrauchten Sie 25 Kalorien pro Kilo Körpergewicht. Wir bringen es Durchschnitt gerade noch auf 9 Kalorien, einschliesslich 1,5 Std. im Fitnesstudio“. Übergewicht, vor allem im Bereich des Bauches (Apfelform), ist aber die wichtigste Komponente eines metabolischen Syndroms. Wichtig: Nach 16.00 h Abends keine Kohlenhydrate mehr Essen und 1 – 2 Mal pro Woche das Nachtessen auslassen. (Tipp von Dr. Suwanda)

Diabetes 2
80% aller Typ 2 Diabetes (Altersdiabetes) haben ein metabolisches Syndrom. 90 Prozent der neu diagnostierten Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig. So das Fazit vo PD Dr. Roger Lehman, Diabetologe am Unispital ZH. „Und immer mehr dicke Kinder entwickeln einen Diabetes Typ 2, verursacht durch falsche Ernährung. und Bewegungsmangel. „In der Schweiz sind 19 Prozent der Mädchen und 10 Prozent der Knaben bereits übergewichtig“. Die Folgen sind gravierend: Das Risiko einer Herz-Kreislaufatacke ist bei Typ 2 Diabetikern zwei- bis dreimal so hoch wie bei Nicht-Diabetikern. Es drohen ausserdem Erblindungen und Fussamputationen. „Bereits ein Kilo Gewichtsverlust reduziert das Diabetesrisiko um 13 %“ sagt Roger Lehmann.

Zu viel Cholesterin
Vor allem das böse Cholesterin LDL ist bei Personen mit metabolischem Syndrom erhöht. Laut Prof. Edouard Battegay vom Unispital Basel erhöht sich das Risiko eines Herzinfarktes pro mmol/l über dem gewünschten Wert um 57%. Während bis vor kurzem noch ein LDL Wert von nicht mehr als 2,6 mmol/l gefordert wurde, um Herz-Kreislauf-Krankheiten zu vermeiden, zeigt die grosse amerikanische Prove-it-Studie, dass einer Senkung des LDL-Wertes auf 1,7 mmol/l das Risiko einer Herzkrankheit drastisch abnahm. Zu hohe LDL–Werte, verursacht durch fette Ernährung und Bewegungsmangel, produzieren Ablagerungen in unseren Gefässen. In der Schweiz stirbt bereits jeder vierte Mensch an einer Herzkrankheit.

Zu hoher Blutdruck
Ursachen des hohen Blutdrucks beim metabolischen Syndrom sind Belastung des Herzens durch Übergewicht, Sress, Genuss von Blutdrucksteigenden Mitteln wie Kochsalz, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Hoher Blutdruck schädigt die Gefässe nachhaltig und erhöht das Risiko für herzkrankheiten mit Angina Pectoris oder Herzinfarkt, Herzschwäche, Hirnschlag Nierenversagen oder Netzhautveränderungen. In der Schweiz leiden rund 1,4 Millionen Menschen an zu hohem Blutdruck. Wie alle Faktoren beim metabolischen Syndrom entwickelt sich auch der Blutdruck anfangs unbemerkt. Wird er nicht behandelt, kann er lebensbedrohlich werden: Das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko erhöht sich um das Doppelte bis Zehnfache.

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