Kopfschmerz und Migräne: Das Kombi-Programm kann helfen

Viele Menschen leiden permanent an Kopfschmerz und Migräne. Sie greifen in ihrer Verzweiflung zu starken, schmerzstillenden Medikamenten, sehr oft, ohne mit dem Arzt gesprochen zu haben. Die Folge: Die Schmerzen kehren allzuschnell wieder zurück. Die Nebenwirkungen können enorm sein. Die meisten wissen das. Sie wollen wirksame Natur-Therapien kennenlernen. Die folgenden wirksamen Tipps aus der Naturheil-Erfahrung können Ihnen ev. helfen:

Die Wassertherapie:   Fussbad ansteigend oder im Wechsel, Wadenwickel oder Socken, Gesichtsguss, Wassertreten, Taulaufen, Knieguss, Nackenguss heiss, heisse Nackenauflage, Trockenbürsten. Alle diese Wasseranwendungen können Sie in einem Kneipp-Kurs in Ihrer Umgebung in Theorie und Praxis kennenlernen oder im Buch "Praktische Kneippanwendungen" nachlesen.

Die Heilpflanzen-Therapie:  Trinken Sie in kleinen, langsamen Schlücken Melissentee, Basilikumtee, Ingwertee, Majorantee, Baldriantee oder Lavendeltee. Jeweils 1 Teelöffel mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, 8 Minuten ziehen lassen, durchsieben. ODER 5 Tropfen Lavendelöl auf 1 Stück Zucker, im Mund zergehen lassen. WIRKUNG: Kräutersubstanzen beruhigen von innen.

Die Wärme-Therapie: Legen Sie eine mit heissem Wasser gefüllte Wärmeflasche auf den Kopf. Lassen Sie die heisse Luft Ihres Haarföns auf die Schmerzstellen auftreffen. Tragen Sie eine warme Wollmütze. WIRKUNG: Die Gefässe weiten sich. Muskel und Wirbelsäule entspannen sich.

Die Massage-Therapie:  Massieren Sie mit den Fingerspitzen fest Nacken, Schläfen, Stirn- und Schädeldecke. Bei manchen wirkt besser eine Kneipp-Pferdeschweifbürste oder ein Dermapunktroller (Sanitätsladen). WIRKUNG: Der Lymphstrom wird wieder aktiviert.

Die Einreibe-Therapie:  Massieren Sie mit blossen Fingern an den schmerzenden Stellen Majoranöl, Pfefferminzöl, Melissengeist, Franzbranntwein-Gel oder asiatischen Tigelbalsam in die Haut. Vorsicht nicht in die Augen bringen. WIRKUNG: Die Inhaltsstoffe beruhigen von aussen.

Die Akupressur-Therapie: Drücken Sie mit dem Daumennagel der rechten Hand die Innenseite der grossen Zehe unmittelbar neben dem Nagelbeet. Oder drücken Sie die Unterseite der grossen Zehe genau dort, wo sie an der Fusssohle beginnt. Oder drücken Sie im Nacken mit dem Mittelfinger in die Vertiefung am Ende des Schädelknochens. WIRKUNG: Über Nervenbahnen werden Selbstheil- reaktionen ausgelöst.

Die Mineralstoff-Therapie: Versorgen Sie sich mit Magnesium: Kautabletten oder Granulat, in Wasser aufgelöst. WIRKUNG: Entspannt, baut Kopfschmerz- und Migräne-Stress ab.

Schüsselersalze: Halbstündlich je 8 Tabletten Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 7 in heissem Wasser. Nacken, Schläfen und Stirn sehr oft mit Magnesium-phosphoricum-Creme Nr. 7 eincremen.

Akupunktur-Massage:  Ying und Yang werden im Kopfbereich harmonisiert. Diese energetische Massnahme wird in userer Gesundheitspraxis Meridian angewendet.  
 



Migräne

mit kombinierten ganzheitlichen Verfahren
gegen ein komplexes Phänomen
 
       
    Attackenartig auftretende einseitige Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Sehstörungen: Diese Symptome weisen ganz klar auf ein Migräneleiden hin. Wie sich dieses Schmerzsyndrom im
einzelnen Fall ausdrückt, ist indes ebenso individuell wie die auslösenden Faktoren. Die biologische Ganzheitsmedizin erkennt die Migräne als hoch komplexe Krankheit, die jedoch mit regulativen Behandlungen nachhaltig behandelt werden kann.
 
       
    Unter einer Migräne versteht man wiederkehrende, heftige Kopfschmerzen, wobei sich der Schmerz typischerweise einseitig manifestiert. Obwohl gewisse Symptome unverkennbar auf eine Migräne hindeuten, sind die Erscheinungsformen dieses Leidens vielfältig: Die Migräne kann von kurzer Dauer und mittlerer Schmerzintensität sein. Bei anderen Patienten treten schwere, mehrtägige Schmerzattacken auf, verbunden mit verschiedenen Begleiterscheinungen wie Kreislaufstörungen oder gar vorübergehenden halbseitigen Lähmungserscheinungen. Verlauf und Häufigkeit der Migräneanfälle können sich beim einzelnen Patienten zudem durchaus verändern.  
       
    Was passiert bei einem Migräneanfall?  
    Meist läuft ein Migräneanfall in zwei Phasen ab. Die erste Phase beginnt mit einer vorerst oft unbemerkten Gefässverkrampfung in bestimmten Zonen des Gehirns. Dabei kommt es zu einer Störung der Blutzirkulation in den feinen Blutgefässen der Hirnhaut. Diese Phase kann von verschiedenen Erscheinungen wie Augenflimmern, Übelkeit, Ohrensausen, Schwindel, Konzentrationsstörungen und beginnendem Kopfschmerz begleitet sein. In der zweiten Phase geht man von einer Erschlaffung der verkrampften Gefässe aus, wodurch es zu Blutstauungen und charakteristischen pulsierenden, stechenden, berstenden oder anderen Schmerzempfindungen kommt.  
         
    Die beschriebenen Veränderungen im Bereich der Kopfgefässe sind funktionell und vorübergehend – dennoch ist das Syndrom Migräne für die Betroffenen höchst unangenehm. Sie fühlen sich während eines Anfalls krank und elend oder gar völlig aktionsunfähig.
Was aber steckt hinter der Migräne, an der – mit steigender Tendenz – in den westlichen Industrieländern rund 18% der Frauen und 10% der Männer leiden? Die eigentlichen Ursachen der Migräne, so zeigt die jahrelange Erfahrung der Ganzheitsmedizin, liegen im Wesentlichen auf der Ebene der Konstitution, des Stoffwechsels, der Psyche und vieler anderer Faktoren. Ob es im einzelnen Fall tatsächlich zur Entwicklung einer chronischen Migräne kommt, hängt von einer im Detail noch nicht bekannten Veranlagung ab. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die alleinige Verabreichung von Schmerzmitteln eine nur kurzfristig wirkende, rein symptomatische Behandlung darstellt.
 
       
    Akupunktur bringt blockierte Körperenergien wieder in Fluss. Das Verfahren zählt zu den wichtigen Elementen einer ganzheitlichen Migränetherapie.  
     
    Verschiedene Methoden im Dienste der ganzheitlichen Therapie
Einer Migräne liegen stets mehrere mögliche Faktoren (vgl. Kästchen) zugrunde. Diese multifaktorielle Natur des Leidens verlangt nach einem umfassenden, spezifisch auf den einzelnen Patienten abgestimmten Konzept. In der ganzheitsmedizinischen Migränetherapie, die auf die eigentlichen, tiefer liegenden Ursachen der Krankheit und somit nachhaltig wirken soll, gelangen in der Regel mehrere, kombiniert angewandte Verfahren zur Anwendung. Die wichtigsten dieser regulativen Behandlungen sind:
 
   
Klassische Homöopathie zur konstitutionellen Erfassung des Patienten mit dem Ziel einer sowohl stoffwechselmässigen als auch psychoenergetischen Harmonisierung
Akupunktur und Akupressur zum Ausgleich der Körperenergien
Neuraltherapie mittels gezielt injizierter Lokalanästhetika zur Lösung von Energieblockaden
Sanierung von kranken oder beherdeten Zähnen zur Behebung von Störfeldern
Wiederherstellung des bakteriellen Gleichgewichts mittels probiotischer Therapie (verabreichen nützlicher Darmbakterien)
Massagen (klassische Massagen, Nacken- und Gesichtsmassagen, Reflexzonen- und Segmenttherapie, Lymphdrainage u.a.) und medizinische Kräuterbäder zur Entspannung und Schmerzlinderung
Vollwerternährung mit viel Obst und frischem Gemüse unter Meidung von säurebildenden Nahrungsmitteln
 
 
Weitere Behandlungsmethoden wie Blut-Sauerstoff-Therapien, Säure-Basen-Ausgleich, Fiebertherapien, Magnetfeldbehandlungen sowie Entspannungstraining können bei Bedarf ebenfalls zum Einsatz kommen. Eine stufenweise Reduktion zuvor eingenommener synthetischer Schmerzmittel gehört selbstverständlich mit zur biologisch-medizinischen Behandlung.
Ein ganzheitliches Konzept setzt viel weniger beim Schmerzgeschehen, sondern vielmehr an den ursächlich beteiligten Organsystemen und Ebenen an. Die langjährige Erfahrung der Aeskulap-Klinik im Umgang mit schweren chronischen Kopfschmerz- und Migränefällen hat gezeigt, dass ein konsequent auf die einzelne Patientin beziehungsweise den einzelnen Patienten ausgerichtetes Behandlungskonzept in sehr vielen Fällen Befreiung von diesem Leiden bringt, wenn die erwähnten Verfahren kompetent und individuell abgestimmt zur Anwendung gelangen.
     
    Auslösende Faktoren erkennen
Bestimmte Voraussetzungen auf der Ebene des Stoffwechsels und der Konstitution bilden das so genannte Terrain für die Entwicklung einer chronischen Migräne. Die einzelne Attacke ihrerseits kann von verschiedenen körpereigenen oder äusseren Faktoren ausgelöst werden. Die wichtigsten dieser so genannten Triggerfaktoren sind:
   
Fehlernährung, Stoffwechselstörungen und antibiotische Behandlungen können zu einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts sowie zu einer pathologischen bakteriellen Besiedelung des Darmes führen. Schokolade, raffinierter Zucker, Kaffee und Weissmehlprodukte gehören zu den wichtigsten Säurebildnern. Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts wie auch der Darmflora können eine chronische Migräne mit verursachen. Im Weiteren wirken sich bei Migränikern unter Umständen bereits kleine Mengen von Alkohol, gewisse Käsesorten oder andere Nahrungsmittel negativ aus.
Bei der so genannten photogenen Migräne spielen insbesondere optische Einflüsse eine Rolle. Wechselnde Lichteffekte wirken dabei als Reizfaktoren. Auch bestimmte Wetterlagen (Gewitter, Föhn, niedriger Luftdruck usw.) können zu Migräneanfällen führen.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind weibliche Hormone (Östrogene). Bei rund der Hälfte der Patientinnen besteht ein Zusammenhang zwischen dem Monatszyklus und Migräneattacken mit einer Häufung kurz vor oder während der Menstruation. Viele Frauen bemerken zudem bei der Einnahme von Ovulationshemmern («die Pille») oder während der Schwangerschaft eine mildernde oder auch verstärkende Wirkung.
Neben körperlichen Auslösern für eine Migräne spielen psychisch bedingte Faktoren eine bedeutsame Rolle (Erwartungsangst, Stress, Ärger, Sorgen, psychischer Schock usw.). So hängt etwa die so genannte Wochenendmigräne mit dem Nachlassen nervlicher Anspannung zusammen.
In manchen Fällen wird ein Migräneanfall auch durch intensive Gerüche oder durch sauerstoffarme Raumluft ausgelöst.
Migränedisponierte sollten ausserdem Erschütterungen oder mechanische Belastungen des Kopfes vermeiden.
Wenn Betroffene «ihre Auslöser» kennen, gelingt es über eine bewusste Meidung derselben, Migräneattacken zu mindern. Für eine ursächliche Behandlung ist es indes unerlässlich, die Konstitution, den Gesamtstoffwechsel und die körperliche Regulation, deren Harmonisierung und Aktivierung mit einzubeziehen.
     
    Dr. med. Marcel G. Brander
Chefarzt und Klinikdirektor

Aeskulap-Klinik
Zentrum für Biologische Ganzheitsmedizin
6440 Brunnen
041 825 47 47
Mail
Homepage
     siehe auch  www.neurohelp.ch oder www.kopfschmerzen.de oder
    www.kopfschmerz-forum.at

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