Ob alt oder jung Bewegung hält dich in Schwung Die gesündeste Turnübung ist das rechtzeitige Aufstehen vom Esstisch

Was bewirkt Bewegung?
Walking, Nordic Walking, mässiges Ausdauer- und Krafttraining, Tai Chi, Velofahren oder Schwimmen löst im Körper biochemische Vorgänge aus. Die Blutzirkulation verbessert sich, Eiweisse, Aminosäuren, Hormone kommen in Gang, Fett- und Zuckerstoffwechsel werden angekurbelt. Diese Prozesse beugen Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herz-Kreislaufkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes und Fettleibigkeit vor. Training erhöht den Mineralgehalt der Knochen und senkt damit das Risiko von Osteoporose und Knochenbrüchen. Gelenkigkeit, Koordination und Gleichgewichtsinn werden besser. Die Ausschüttung der Hormone Serotonin und Endorphin bewirkt den Abbau von Stress und macht gute Laune.
Und nicht genug damit: auch das Gehirn reagiert auf körperliche Aktivität mit einer Steigerung der Durchblutung in Cortex (Grosshirnrinde), Kleinhirn, Hypocampus und Hypothalamus. Zudem wurde eine Zunahme der Hirnmasse in bestimmten Gehirnarealen beobachtet. Bewegung fördert die Kommunikation und Vernetzung der Nervenzellen untereinander und löst die Bildung neuer Nervenzellen aus. Bewegung ist ein wesentliches Element der Vorbeugung gegen gesundheitliche Risiken, auch weiss man, dass sich der Alterungsprozess verlangsamt. Zwei Drittel der in der Schweiz lebenden Männer und Frauen bewegen sich nicht ausreichend. Denn körperliches Training hilft insbesondere Stürze zu vermeiden. Ein – Sturz und das wird immer unterschätzt – hat im Alter eine ganz andere Bedeutung als in jungen Jahren. Stürze haben folgen wie ernsthafte Verletzungen, Knochenbrüche, Bettlägerikeit u.s.w.
Im Kneippverein Meilen werden Sie von gleichgesinnten fortlaufend motiviert und von der Gruppendynamik mitgerissen, denn in einer Gruppe macht die gemeinsame Bewegung viel mehr Spass und kann regelmässig ausgeführt werden. Besuchen Sie auch unsere Wohlfühlferien im BIO-Hotel Alpenrose in Bad Wörishofen.

Bewegung – sonst verhungern Ihre Gelenke, durch die Bewegung ernährt sich das Knorbelgewebe des Gelenks, die Nährstoffe werden aus der Gelenkschmiere quasi in den Knorbel hineingepumt. Machen Sie mit in unserer Nordic Walking Gruppe in Meilen.

Positive Lebensführung für das seelische Wohlbefinden

Was der Seele gut tut, dankt uns der Körper
Positive Lebensführung und Gesundheitsbildung muss als wichtiger Bestandteil der Kneipp’schen Lebens- und Heilweise angesehen werden. Sie umfasst eine ausgewogenen, natürliche Lebensführung, die der Einheit von Körper, Geist und Seele gerecht wird.

Erst als man den Zustand ihrer Seele kannte und da Ordnung hineinbrachte, ging es mit dem körperlichen Leiden auch besser. Sie bekamen mehr Ruhe und Zufriedenheit, kurz sie fühlte sich besser. Sebastian Kneipp

Über die physischen und psychischen Belange des einzelnen Menschen hinaus ruft uns die Ordnungstherapie auch zur Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe und zum Streben nach sozialer und ökologischer Ordnung auf. Werden Sie Mitglied in einem Kneippverein, dann profitieren Sie von den Mitglieder-Rabatten. Lernen Sie in den entsprechenden Kursen die Entspannungsübungen wie Yoga, Autogenes Training, QI-GONG- oder TAI-CHI Kurse etc. Diverse Kurse auch für Mutter und Kind mit Kinderhütedienst. Auch Grosseltern sind herzlich willkommen.

IWohltäter Natur
Verwöhnen Sie Körper, Geist und Seele in der der grössten Wellnessoase der Welt – in der Natur pur. Hier finden Sie Massagen, Aroma- und Farbtherapie sowie Beauty-Elixiere. Und das beste daran? Alles kostenlos! Wir verraten Ihnen unsere Favoriten.

Das plätschern eines Baches, das Rascheln der Blätter, fröhliches Vogelgezwitscher – die beste Erholung, die wir uns gönnen können, kostet keinen einzigen Franken. Denn wir finden sie wortwörtlich im Grünen. Die Natur schenkt uns ihr unverkennbares Markenzeichen, das Grün, von dessen beruhigender Kraft Farbpsychologen längst wissen. Bereits der Anblick einer Wiese soll Entspannung bringen. Eine grüne Baumlandschaft anzusehen, soll gemäss einer Studie sogar schmerzlindernd wirken. Und gut riechen tuts auch, mit äusserst positiven Folgen. Während der Duft von Moos und Tanne in der Nase die Regeneration fördert, bringt der angenehme Geruch von Kräutern und Grässern den Kreislauf in Schwung. Das Aroma von Kiefern- und Fichtennnadeln verschafft dem Körper einen Energiekick, der Stress entgegenwirkt. Bewegung in der Natur ist daher Sauerstoffkur und Aromatherapie zugleich Beim Mittagessen im Freien, beim Spaziergang oder Nordic Walking lohnt es sich also gleich doppelt, ganz tief Luft zu holen.
Wirkungvolle Massagen
Durch das Tragen von Schuhen haben wir praktisch verlernt, richtig zu gehen. Laufen Sie darum so oft wie möglich barfuss über Gras oder Kieselsteine. Das stärkt Sehnen und Fussmuskulatur, sorgt für eine bessere Haltung, was sich positiv auf die Figur auswirkt. Ausserdem entspricht Barfusslaufen einer einfachen Form der Reflexzonenmassage. Die gesamte Fusssohle mit 72’000 Nervenenden wird stimuliert, was die Durchblutung der Organe und den Stoffwechsel aktiviert. Positive Auswirkungen auf Kreislauf, Verdauung, Abwehrkräfte und Blutdruck hat bereits Sebastian Kneipp verzeichnet, der das Barfusslaufen als Gesundheitsvorsorge propagierte. Wirkungsvoll gegen Cellulite ist die die Bewegung im Wasser, das Wasser bietet den 60-fachen Widerstand gegenüber der Luft. Der Wasserdruck wirkt wie eine Massage auf Bindegewebe und Lymphbahnen. Das kühle Nass strafft die Haut, spendet Energie und vermag den Geist zu befreien, wie dieser Zen-Spruch treffend beschreibt: „Wirf Deine Gedanken wie fallende Blütenblätter in einen blauen Fluss. Schau zu wie sie hineinfallen und davon treiben. Und dann vergiss sie.“ Besuchen SIe „wie Kneippen“

Hinweise und Tipps für einen guten und gesunden Schlaf

Wer sich schon einmal stundenlang im Bett hin und her gewälzt hat, weiss, wie zermürbend es ist, nicht einschlafen zu können. Besonders belastend, wenn dies regelmässig geschieht. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, sanft nachzuhelfen.

Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen (auch am Wochenende)

Bei Schlafproblemen das dritte Auge ca. 15. Min. nach oben ausstreichen

Regelmässige körperliche Betätigung am Abend (Spaziergang, Nordic Walking, Gartenarbeit). Aber keine allzu grossen Anstrengungen später als bis 20.00 h.

Abends kein Koffein, kein Nikotin, keinen Alkohol (schwarze Schokolade meiden)

Nach 16.00h keine Kohlenhydrate mehr essen

Nichts mehr trinken nach dem Nachtessen, sonst meldet sich die Blase in der Nacht

Stimmulierende, lärmende Orte nach 17 Uhr meiden

Zum entspannen nie das Bett sondern einen Sessel benutzen, machen Sie AT.

Eine Zubettgeh Routine entwickeln (wenn möglich immer zur gleichen Zeit)

Das Bett nur für Schlaf und Liebe benutzen

Kein Fernsehen vom Bett aus, kein eingeschaltenes Natel in der Nähe.

Körperliche Bewegung tagsüber sorgt für guten Schlaf. Sportliche Aktivitäten in den Stunden vor dem Schlafengehen führen aber zu Wachheit.

Im Schlafzimmer ist folgendes wichtig für einen guten Schlaf:
– kühle Temperatur 14 – 17 Grad (Decken der Jahreszeit anpassen)
– Tipp: Stellen Sie im heissen Sommer einen Ventilator aussen auf den Fenstersims
und blasen Sie während der Nacht die kühle Luft in Ihr Schlafzimmer
– Dunkelheit, Ruhe (ev. Ohrstöpsel benutzen)
– eine gute Matratze (nicht zuweich)

Kneipp pflanzliche Arzneimittel „Einschlafdragees“ (Badrian und Hopfen)

Nachts nicht auf den Wecker schauen. Der häufige Blick zur Uhr führt zur Anspannung.

Folgende Kneippanwendungen können eingesetzt werden: das warme Bad oder Fussbad mit Melisse, Baldrian oder Hopfen beruhigt und entspannt nachhaltig, Bauchwaschung, kalte Leinensocken, Wassertreten am Abend, Knieguss.

Beruhingende Kneipp-Abendtees von Orangenblüten mit etwas Honig süssen, Goldmelisse, oder Zitronenmelisse oder Johanniskraut oder nehmen Sie ein warmes Kräuterbad.

Nach dem Zubettgehen an etwas Angenehmes, ruhiges denken, Autogenes Training.

Einsatz von Schüsslersalzen: täglich 3 x 3 Nr. 7 in heissem Wasser auflösen, 3 x 3 Nr. 2 und 3 x 6 Nr. 11, den Solarplexus vor dem Schlafengehen mit Magnesium-phosphoricum-Creme Nr. 7 eincremen.

Lachen Sie oft und viel, es entstresst und fördert die Produktion von Glückshormonen. Wer abends viel zu lachen hat, schläft nachweislich besser ein.

Datteln regen die Bildung des körpereigenen Schlafhormons Melantonin an.

Sauna-Regeln

Vor dem Betreten der Sauna immer duschen – nicht nur aufgrund der Hygiene, sondern auch um den störenden Fettfilm von der Haut zu entfernen
Vor der Sauna gut abtrocknen (trockene Haut schwitzt besser).
Ein vorgängiges, warmes Fussbad akklimatisiert den Körper und bereitet Sie auf die Wärme vor.
Um Schwindel oder gar einen Ohnmachtsanfall zu vermeiden, erheben Sie sich die letzten 2 Minuten aus Ihrer Liegeposition und setzen sich senkrecht. Bewegen Sie Ihre Beine, so sackt das Blut nicht in Ihren Unterkörper.
Ein Saunabad dauert zwischen 8 und 12 Minuten, jedoch nicht über 15 Minuten.
In manchen Saunas ist es üblich, einen Aufguss durchzuführen. Nach einer Phase des Vorschwitzens (5–10 Minuten) folgt der Aufguss als „Höhepunkt“ (6–8 Minuten) und evtl. noch eine Phase des Nachschwitzens von 1-2 Minuten.
Um Ihre Atemwege zu kühlen und Sauerstoff zu tanken ist es üblich, etwa 2 Minuten an die frische Luft zu gehen.
Nach dem Verlassen der Sauna immer duschen – sowie vor der Nutzung des Tauchbeckens oder einen Kneipp-Vollguss durchführen.
Eine gesundheitsfördernde Wirkung erzielen Sie nur, wenn die Abkühlung durch Kaltwasser und Frischluft stark genug ist.
Ein warmes Fussbad ist auch nach dem Abkühlen empfehlenswert.
So wird die noch im Körper verbliebene Wärme abgeführt und der Körper kühlt ab. Dies ist auch eine gute Vorbeugemassnahme gegen Erkältungen. Zudem wird durch das warme Fussbad ein Nachschwitzen des Körpers verhindert.
Wenn Sie entspannen wollen, können Sie sich in einen Ruheraum zurückziehen.
Trinken Sie erst wieder nach dem letzten Saunagang (Ausschwemmprozess).
Keinen Alkohol! Empfehlenswert sind calcium- und magnesiumreiche Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte (mind. 1 Liter)
Zwischen den Saunagängen immer einen Kneipp-Vollguss durchführen
Beim Saunabaden wirken im Wechsel Warm- und Kaltreize auf den Körper. Durch die starke Wärme im Saunaraum kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße in der Haut, der Körper bedient sich seiner „Klimaanlage“ und beginnt zu Schwitzen um so die Temperatur zu regulieren.

Im Körperinneren steigt die Temperatur um ca. 1 °C und in der Haut um ca. 10 °C an. Dadurch wird die Abwehr gegen Infekte gefördert. Die Saunawärme entspannt die Muskulatur und ist wohltuend für die Psyche. Der Herzschlag erhöht sich, und durch die Erweiterung der Blutgefäße in der Haut wird die Druckarbeit des Herzens vermindert. Dadurch normalisiert sich ein zu hoher Blutdruck.

Den Flüssigkeitsverlust will der Körper ausgleichen, indem im Gewebe Wasser angereichert wird. Schlackenstoffe, die zwischen den Fettzellen abgelagert sind, und Milchsäure aus den Muskeln werden ins Blut abgegeben und vermehrt über den Urin ausgeschieden. Wenn man nun während der Saunagänge trinkt, würde man diesen „Ausschwemmprozess“ von Schlackenstoffen stoppen.

In der Abkühlungsphase des Saunabades werden die erhöhten Körpertemperaturen durch Luft und durch das kaltes Wasser auf die Ausgangswerte abgesenkt. Die Abkühlung bewirkt ein Gefühl der Erfrischung und löst im vegetativen Nervensystem und anderen Organen Leistungsimpulse aus und aktiviert diese. Das kräftige Schwitzen reinigt die Haut und regt die Hautzellen zu Neubildungen an.

Nie mehr sauer! Täglich frisches Obst und Gemüse bringens, denn der Säure-Basen-Haushalt muss stimmen.

Die Folgen einer chronischen Übersäuerung des Körpers offenbaren sich nicht erst im Alter. Bereits Kinder haben Probleme mit den Knochen wegen der veränderten Essgewohnheiten. „Je mehr tierisches Eiweiss gegessen wird, desto häufiger sind Knochenbrüche“ sagt Prof. Reto Krapf, Chefarzt am Kantonsspital Bruderholz in Basel.

Wir essen nicht nur zuviel, zu fett und zu süss, wir essen auch zu sauer. Und das kommt so: Unser gesamter Stoffwechsel funktioniert optimal, wenn unsere Körperflüssigkeiten mehr oder weniger bei einem ph-Wert um 7. Werte unter 7 zeigen einen Säureüberschuss an, Werte über 7 einen Basenüberschuss. Ins Wanken kommt dieser Wert durch dir Ernährung, vor allem durch tierisches Eiweiss. Dadurch wird dir Säureproduktion angekurbelt, und die Puffer haben alle Hände voll zu tun, die Körperflüssigkeit wieder in den neutralen Bereich zu führen. Unsere Puffer sind Lungen, Nieren, Knochen, Bindegewebe und Zellen. Die schaffen das auch ohne weiteres – eine gewisse Zeit. Mit zunehmender Übersäuerung durch die Ernährung und mit unserer steigenden Lebenserwartung bekommt das Puffersystem aber Probleme. Eine Studie, die am Kantonsspital Bruderholz in Basel gemacht wurde zeigt es deutlich. „Wir belasten junge gesunde Männer mit Säure und konnten nachweisen, dass sie Kalzium und Phospat aus den Knochen verloren“, erklärt Prof. Reto Krapf, Chefarzt der Medizinischen Universitätsklinik. „Im Gegenzug gaben wir jungen gesunden Personen Basen in einer Menge, die die eigene Säureproduktion neutralisiert, und konnten effektiv zeigen, dass die Testpersonen mehr Kalzium und Phosphat zurückhielten. Die Umstellung erfolgte innerhalb einen Woche, fügt er hinzu. Die Studie wird auch durch weltweit gemachte andere Beobachtungen bestätigt: Je mehr tierisches Eiweiss gegessen wird, desto grösser ist die Bruchhäufigkeit und das Vorkommen von Nierensteinen. Denn das Kalzium wird über die Nieren ausgeschieden. „Das heisst aber nicht, dass wir weder Fleisch, Fisch noch Milchprodukte Essen sollten. Auch tierische Eiweisse beinhalten wichtige Substanzen die wir brauchen“, sagt Prof. Krapf.

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle beim Säuren-Basen-Haushalt. Da der Körper bei unserer traditionellen Ernährung zu wenig Basen produziert, ist er auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Sauer machen vor allem Fleisch, Fette, Wurst, Kaffee, Eier Teigwaren, Weissmehl, Zucker,. Milchprodukte gehen von basisch bis leicht sauer. Neutral ist Zwieback, Mais und ganzes Korn, Joghurt, Bier, Erbsen, Bohnen, brauner Zucker und Honig. Basisch sind alle Gemüse, Salate und alle Früchte, Nüsse, Fruchtsäfte, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Rosinen und getrocknete Feigen. Essen Sie jeden Tag Gemüse, Salat, Obst und ergänzen Sie den Speiseplan mit fettarmen Milch- und Sojaprodukten. Trinken Sie viel stilles Wasser, denn Kohlesäure im Wasser macht den Körper wieder sauer. Trinken Sie wenig Alkohol. Beachten Sie: Urintests sagen nichts aus über den Säuregrad im Blut aus. Um in zu messen, braucht es eine aufwendige ärztliche Blutanalyse.

Wie kann ein Säureüberschuss am besten abgebaut werden. Durch die Ernährung vor allem mit Gemüse und Früchten. Mit unserer eiweissreichen Ernährung, besonders tierischen Ursprungs, werden wir mit zuwenig Mineralien versorgt. Phosphat ist vorherrschend und kompliziert den Stoffwechsel. Das Gleichgewicht herstellen können Sie mit Bewegung, z.B. Nordic Walking und Schwitzen bekämpft die Säuren, jede Woche eine Sauna mit einem Kneipp-Vollguss abschliessen, aktiviert den Stoffwechsel und die Nieren scheiden vermehrt Säure aus dem Körper.

„Weniger Schmerzmittel dank Basen“ Sich ausgewogen ernähren, viel Wasser trinken und sich bewegen ist der beste Weg zu einem gesunden Körper.

Prof. Jürgen Vormann, Ernährungswissenschaftler, München, beschäftigt sich schon viele Jahre mit dem Säuren-Basen-Haushalt unseres Körpers. Den Zusammenhang zwischen Säure und Basen und chronischen Rückenschmerzen und abnehmender Gelenkschmiere in den Knorpeln hat er in klinischen Studien aufgezeigt. „Durch Zugabe von Basen konnten wir bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen eine erhebliche Verminderung von Schmerzmitteln feststellen.“ Als Mitverfasser des soeben erschienen Buches „Harmonisch zum Säuren-Basen-Gleichgewicht“ gibt einen Überblick auf die gesundheitliche Bedeutung und die neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet.

Was macht uns sauer ?
– SÄUREBILDEND – NEUTRAL + BASENBILDEND +
Fleisch, Wurst Vollkorngetreideprodukte Blatt- und Wurzelgemüse
Fisch, Meeresfrüchte kaltgepresste Pflanzenöle Kartoffeln
Eier, Teigwaren Salate
Hartkäse Milch und Milchprodukte
(außer Hartkäse)
Zucker, Süssstoffe
(besonders weißer Zucker) frische Früchte
frische Gemüse und Salat
Kaffee, Rauchen, Schokolade Fruchtsäfte
Hülsenfrüchte
ausgemahlenen Getreideprodukte Molke
Süssigkeiten, Mehlspeisen grüner Tee
Alkohol Kräutertees
Schmerzmittel Fettarm Essen

Rückenprobleme was können Sie dagegen tun?

Wenig Bewegung, Verschleiss oder auch Stress: Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Fast jeder leidet zeitweilig an Rückenproblemen. Meist sind die Beschwerden zwar schmerzhaft, aber harmlos und verschwinden nach einigen Tagen oder Wochen wieder. Damit die Schmerzen nicht chronisch werden, ist ärztliche Abklärung trotzdem wichtig. Doch so weit muss es erst gar nicht kommen: Mit einer gesunden Lebensweise und ausreichend Bewegung kann jeder vorbeugen.

Die WS sie hält uns aufrecht und stützt den gesamten Oberkörper: unsere Wirbelsäule, eine Reihe in eleganter doppelter S-Kurve angeordneter Knochen.

Unser Rücken ist ein Meisterwerk: Er hält uns aufrecht, stabilisiert den Oberkörper und verbindet unsere Beine mit Schultern und Armen. Gleichzeitig muss die Wirbelsäule samt Bändern und Muskeln aber so flexibel sein, dass wir uns beugen, strecken oder seitlich drehen können. Darüber hinaus schützt das Rückgrat unsere empfindlichsten Nervenbahnen, das Rückenmark.

„Die Wirbelsäule ist die Zentrale und der wichtigste Bestandteil unseres Skeletts“, erklärt Jürgen Krämer, der Leiter der Orthopädischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum. Verschiedene Bauelemente übernehmen die einzelnen Funktionen des Rückgrats: Für Stabilität sorgen 24 einzelne, bewegliche Wirbel sowie Kreuzbein und Steissbein. Diese Knochenelemente sind in Leichtbauweise konstruiert: Nur ihr Äusseres besteht aus kompakter Knochenmasse. Ihre innere Struktur dagegen ist schwammartig – das spart Material und Gewicht, sichert aber höchste Belastbarkeit.

Darüber hinaus federt die Wirbelsäule Erschütterungen ab. Zum einen wirken die Bandscheiben als Stossdämpfer. „Ohne sie hätten wir viel häufiger Kopfschmerzen. Zudem würden die Wirbelkörper ohne Dämpfung viel häufiger brechen“, erläutert Jürgen Krämer. Aber auch in sich kann die Wirbelsäule Stösse abfangen. Im Profil erkennt man, dass sie zweimal S-förmig gekrümmt ist: Die Halswirbelsäule biegt sich nach vorn, während die Brustwirbelsäule nach hinten schwingt. Die Lendenwirbelsäule krümmt sich nach vorn. Kreuz- und Steissbein zeigen nach hinten. Die Steissbeinspitze richtet sich wiederum nach vorn. „Diese S-förmigen Verbiegungen sorgt dafür, dass Stösse in senkrechter Richtung abgefedert werden“, erklärt der Rückenexperte.

Für Flexibilität sorgen fünf Bänder und Bandsysteme sowie über 300 Muskeln, die ein kräftigendes Korsett für den Rücken bilden. Sind sie zu schwach oder verspannt, führt dies zu Rückenbeschwerden, weil Knochen, Gelenke und Bandscheiben zu stark belastet werden.

Vom Hexenschuss über den steifen Hals bis zum Bandscheibenvorfall: Rückenschmerzen treten in verschiedenen Ausprägungen in Erscheinung
Der Patient erzählt vom Hexenschuss, vom steifen Hals und von einschiessenden Schmerzen. Der Arzt spricht von Lumbalgie, Discusprolaps und ISG-Blockade. Rückenschmerzen sind neben Erkältungskrankheiten die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle. Nicht immer findet sich dabei auch eine sichtbare Veränderung für die oft chronischen Beschwerden.
Einsatz der Kneipp-Therapie
Bei Akuten Rückenschmerzen empfehlen wir kalte Anwendungen wie:
Eine kalte Rückenwaschung oder ein kalter Rückenguss. Eine kalte Kneipp-Auflage, die zwei- bis dreimal jeweils nach dem Warmwerden erneuert wird. Einen kalten Lendenwickel als wärmestauenden Wickel einsetzen. bei Hexenschuss ich auch eine Eisauflage sinnvoll, besonders bei einer hochakuten Entzündung. Diese drosselt die Blutzufuhr, wirk daher entzündungshemmend und schmerzdämpfend. Entscheide Sie nach Ihrem eigenen Empfinden und Bedürfnis. Anschliessend einreiben mit schmerzlindernder und wärmender oder kühlender Salbe oder sanfte Massage mit Johanisöl. Entwässerungstee mit Teufelskralle, Weidenrinde, Zinnkraut oder mit Frischpflanzensaft von Birke, Brennessel oder Wacholder. Auch können Sie Perskindol einsetzen oder kalte Auflagen mit Heilerde Aion-A verwenden.

Bei chronischen Rückenschmerzen empfehlen wir warme Anwendungen wie:
Der warme Heublumensack ist in der Lage Schmerzen zu lindern und wird deshalb als „Morphium der Naturheilkunde“ bezeichnet. Die warmen Anwendungen wirken muskelentspannend, durchblutungsfördernd und gefässentkrampfend. Wie der warme Rückenguss, der heisse Lumbalguss oder der heisse Nackenguss. Ebenfalls möglich ein heisses Rheumabad ca. 40 Grad oder ein Heublumenbad ev. mit Wachholderzusatz wirken krampflösend, entspannend und beruhigend, anschliessend ein kurzer kalter Abguss und Bettruhe.

Einsatz von Schüsslersalzen bei Rückenschmerzen:
– durch Erschlaffung der Bänder, täglich 6 Tabletten Nr. 1, mehrmals täglich mit Creme Nr. 1 eincremen.
– lähmend: täglich je 8 Tabletten nr. 5 und Nr. 8 und mit Creme Nr. 5 eincremen.
– Hexenschuss: zu Beginn halbstündlich je 6 Tabletten Nr. 4, Nr. 7 und Nr. 9 als Drink, später 3-mal täglich je 6 Tabletten. Die schmerzenden Bereiche mit Creme Nr. 9 und Creme Nr. 11 behandeln.
– durch Muskelzerrung: Rücken mehrmals täglich mit Creme Nr. 1 und Creme Nr. 3 eincremen.
rheumatisch: täglich je 8 Tableteten Nr. 6, Nr. 9 und Nr. 11. Den Rücken mit Gelenk- und Muskelcreme eincre.
Einsatz von CERES Urtinktur Johanniskraut (Hypericum)

Die Dorn-Methode
Die Dorn-Methode ist eine sanfte manuelle Therapie an Wirbelsäule und Gelenken.

Sie wird eingesetzt bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Gelenkproblemen. Sie ist eine Methode die auf der Kontrolle und Korrektur der Beinlängen basiert. Schon eine leichte funktionelle Differenz der Beinlänge kann bei vielen Menschen Ursache von Rückenbeschwerden sein.

Ungünstig verschobene Wirbelkörper können Blockaden erzeugen und den Energiestrom im Körper beeinträchtigen. Durch manuellen Druck und Bewegung entsprechender Muskeln können diese Blockaden gelöst werden. Da die einzelnen Wirbelkörper in Beziehung zu Organen und Psyche stehen, kann somit auch das Allgemeinwohl gestärkt und gefördert werden.

Vorsorge für Prostatabeschwerden

Bei kleinen Prostata-Beschwerden oder überhaupt immer zu Beginn kann man aber auch einen meist erfolgreichen- Versuch mit der Kneipp-Therapie oder weiteren Naturmethoden starten: (Alle erwähnten Anwendungen lernen Sie im Kneippverein Meilen in geeigneten Kursen).

Wassertherapie: Warmes oder ansteigendes Sitz- oder Fussbad mit Heublumen oder Zinnkraut, heisser Heublumensack oder Dampfkomprese auf Nierengegend. Vorbeugung mit nervenstärkenden Waschungen und zirkulationsanregenden Kneippanwendungen wie: Wechselfussbad, Wechselknieguss, Trockenbürsten, Sauna mit abschliessendem Vollguss – wenn es der Arzt erlaubt.

Heilpflanzen: Tee von weisser Taubnessel oder Perterlisamen; Goldrutentee oder Prostatamischung von mit Alpenrosenblüten, weisser Taubnessel, Weidenrösschen, Schlüsselblume, Goldrute und Brennesselwurzeln. Tee mit Honig süssen und morgends und mittags eine halbe Stunde nach dem Essen schluckweise trinken. Nieren-Blasen-Tropfen, Präparat von Goldrute oder Sägepalmentropfen aus dem Fachgeschäft. Bei beginnender Prostatavergrösserung empfehlen wir „CEFASABAL“ ein rein pflanzliches Heilmittel mit den Wirkstoffen 1. Sägepalmfrucht 2. Goldrutenkraut 3. Rosskastaniensamen. Vertrieb CH: Ebi Pharm, 3038 Kirchlindach

Ernährungstherapie: Reizlose Kneippkost, verwenden Sie zur Saucezubereitung für Rohkost- und Salatspeisen Kürbiskern- oder Weizenkeimöl. Knabbern Sie 3 Mal täglich auf den Tag verteilt je ein Teelöfel Kürbiskerne zur Vorbeugung gegen vorzeitige Beschwerden. Sorgen Sie mit Leinsamen für eine gute und regelmässige Verdauung. Eventuell Nahrungsergänzende Propolis oder Blüten-pollen einnehmen. Vermeiden Sie jede Art von gekühlten Getränken. Pro Woche mindestens 10 reife und rote Tomaten essen.

Lebensordnung: Kein Alkohol. Unterkühlung der Nieren und Blase meiden. Sorgen Sie stets für warme Füsse. Empfohlen werden auch Entspannungsübungen wie autogenes Training. (Kurse im Kneippverein Meilen).

Bewegungstherapie: Viel Bewegung z.B. Nordic Walking an frischer Luft, achten Sie darauf das Sie immer schön warm haben. speziell warme Füsse. Beckenbodentraining für Männer.

1. Beckenboden – Training Übungen 2. Beckenboden – Training täglich üben
Bei vergrösserter Prostata Schüsslersalze zur Vorsorge einsetzen:
Nr. 1 + Nr. 7 + Nr. 8 und Nr. 10, je 4 Tabletten in Wasser auflösen und Schluckweise trinken, 3 x täglich.

PDF Neue wirkungsvolle Prostata-Therapie ohne Operation

Heilpflanzen bei Prostatabeschwerden

Sägepalme: Die Früchte dieser amerikanischen Zwergpalmenart beschleunigen den Abbau eines Hormons, das für eine gutartige Vergrösserung der Vorsteherdrüse verantwortlich ist
Kürbiskerne: Inhaltsstoffe der Samen verhindern die Umwandlung männlicher Hormone. Dadurch wird der Vergrösserung der Prostata entgegengewirkt.
Brennesselwurzeln: Sie wirken entzündungshemmend und gleichzeitig entstauend, dadurch erleichtern Sie die Blasenentleerung. Ein Teelöffel getrocknete und grob geschnittene Brennesselwurzeln 1 Minute kochen und 10 Min. ziehen lassen. Täglich 2 – 3 Tassen trinken. Stärkere Wirkung wenn Sie mit Weidenröschen Tee mischen.
Homöopathie Behandlung 16 Hausmittel gegen Prostatabeschwerden
Wiederkehrender Infekt: Die Person hat häufig und über einen längeren Zeitraum Beschwerden mit dem Wasserlassen. Das Wasserlassen ist mit starken, brennenden Schmerzen verbunden. Der Urin enthält Schleim. In vielen Fällen treten diese Beschwerden nach einem operativen Eingriff auf.
Kälte. Empfehlung: Populus D 3, 3 x 15 Globuli oder WALA Berberis/Prostata comp. Globuli velati

Prostataentzündung, vergrösserte Prostata: Die Person muss häufig auf die Toilette. Das Wasserlassen ist mit stechenden Schmerzen verbunden. In den meisten Fällen leidet die Person unter Kreuzschmerzen nach dem Sex. In vielen Fällen kann die Person Sex nicht genießen, da Erektionen mit Schmerzen verbunden sind.
– nach Sex. Empfehlung: Sabal D 3, 3 x 5 Globuli

Prostatavergrösserung, emotionaler Aufruhr: Die Person muss häufig auf die Toilette, kann sich dann jedoch nicht vollständig entleeren. Die Person ist schnell sexuell erregt. In den meisten Fällen reagiert die Person empfindlich auf emotional aufwühlende Ereignisse. Die Person fühlt sich schnell gekränkt und kann nur schwer verzeihen. Sie leidet unter Bauchschmerzen und möchte sich am liebsten für eine längere Zeit zurückziehen. – Kälte, emotionaler Aufruhr
Empfehlung: Staphisagria D 12, 2 x 5 Globuli

Prostatavergrösserung, Sorgen: Die Person muss ständig auf die Toilette. Das Wasserlassen ist mit Schmerzen verbunden. Der Person wird schnell schwindelig. Sie leidet unter pochenden Kopfschmerzen. Der Blutdruck ist höher als sonst und das Gesicht häufig rötlich gefärbt. Der Person fällt es schwer, sich etwas zu merken. Sie leidet unter Stimmungswechseln und ist sehr rechthaberisch. – nachts, Kälte. Empfehlung: Aurum metallicum D 12, 2 x 5 Globuli

Mit der Veröffentlichung von selbst produzierten Aufklärungsfilmen geht die Prostata Selbsthilfe Marl neue Wege. Damit will sie auch Vorsorgemuffel dazu bewegen, das Angebot zur Früherkennung zu nutzen. www.prostata.de/m_1005_prostata_tv.html (Video mit Ton)

Heilsame Einbildung

Der Placebo-Effekt ist schon erstaunlich: Glaubt der Patient, nach allen Regeln der Kunst versorgt zu werden, wirkt die Behandlung – egal, ob er ein Medikament oder bloss eine farbige Zuckerpille einnimmt.

Der Placeboeffekt – Schlüssel zu unserer inneren Apotheke
Schon der Glaube an die Wirksamkeit eines Medikamentes kann zu besseren Heilungserfolgen führen. Und es sind sogar Fälle beschrieben, in denen Medikamente ohne Wirkstoff positive Effekte ausgelöst haben. In der Medizin werden solche scheinbar nutzlosen Medikamente Placebo genannt. … Doch immer wieder wird beobachtet, dass auch in Kontrollgruppen unerwartet starke Heilungseffekte auftreten. Eine mögliche Erklärung dafür bietet die Erwartungshaltung der Patienten der Kontrollgruppe.
Wer an die Wirkung des Medikamentes glaubt, kann scheinbar über die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte den Heilungsprozess positiv beeinflussen. Inzwischen belegen viele Studien: Allein der Glaube , ein heilender Eingriff habe stattgefunden, kann Beschwerden lindern. Kommt dazu: Die Getäuschten bilden sich dies nicht bloss ein. „Scheinmedikamente können tatsächlich Veränderungen im Körper bewirken“, sagt Pharmakologe und Philosoph Georg Schönbächler vom Zürcher Collegium Helveticum, der das Placebo-Phänomen wissenschaftlich erforscht.

Am besten Untersucht ist diese körperliche Reaktion bei Schmerzen. Glaubt ein Patient, ein schmerzlinderndes Mittel zu bekommen, beginnt sein Gehirn Endorphine auszuschütten. Endorphine sind körpereigene Schmerzhemmer, chemisch verwandt mit Opium. Das Placebo aktiviert also eine Art innere Apotheke, die ganz real Schmerzen dämpft. Neben den Endorphinen sind Forscher heute weiteren körpereigenen Substanzen auf der Spur, die ebenfalls Placebo-Reaktionen vermitteln können. Zu ihnen gehören die Botenstoffe Dopamin und Serotonin, die für das Wohlbefinden eine wichtige Rolle spielen. Schönbächler bringt das Placebo-Prinzip auf den Punkt: „Die Erwartungsheilung eines Patienten setzt Selbstheilungskräfte des Körpers frei.“
Wie stark dieser Effekt ausfällt , hängt unter anderem von der Form des Eingriffes ab. Je beeindruckender das medizinische Verfahren, desto grösser unsere Erwartungen: Skalpell und Spritze kicken die Selbstheilungsmechanismen stärker an als simple Pillen. Bei Tabletten spielt selbst die Farbe eine Rolle: Farbige helfen besser als farblose, blaue wirken beruhigend, und rote helfen besonders gut gegen Rheuma und Arthritis – auch wenn kein Wirkstoff drinsteckt.
Die Kraft der Vorstellung wirkt nicht nur bei Scheinbehandlungen. Fachleute nehmen an, dass sie einen beachtlichen Teil der Wirkung „echter“ Arzneimittel und Therapien ausmachen. Möglicherweise ist der Placebo-Anteil bei echten medizinischen Massnahmen sogar besonders hoch, sagt Schönbächler. Denn erste Anzeichen einer Besserung lassen uns erst recht auf den Erfolg der Therapie vertrauen.
Selbst wenn alternative Heilmethoden tatsächlich nur den Placebo-Effekt ausschöpfen – wirkungslos sind sie deswegen nicht. Dem Patienten hilft ein starkes Placebo unter Umständen mehr als ein schwacher Wirkstoff. Alternative Heilkundler haben vielen Schulmedizinern eines voraus: Sie nehmen sich Zeit für den Patienten, beziehen den ganzen Menschen mit ein und strahlen Zuversicht aus. Diese Zuwendung aktiviert beim Kranken die Kräfte der Vorstellung und letztlich der Selbstheilung.
Die meisten Schulmediziner verbinden das Placebo-Phänomen bis heute mit Scharlatanerie. Damit geben sie ein wertvolles Heilmittel aus der Hand. „Ärzte und Ärztinnen sollten überlegen, wie sie Placebo-Reaktionen therapeutisch einsetzen können“, sagt Georg Schönbächler. Bereits ein weisser Kittel, ein Rezeptblock oder ein Blutdruck-Messgerät kann beim Kranken Heilungs-erwartungen wecken. Ein verständnisvolles Gespräch und positive Informationen zur Behandlung verstärken noch das Gefühl des Patienten, gut aufgehoben zu sein. Der Arzt selbst wird so zum Placebo.
Bei einer Placebo-Reaktion verändern Gedanken die Abläufe im Körper das heisst die Selbstheilungskräfte werden eindeutig aktiviert und dem Patienten geht es wieder besser.

Lungenentzündungen vorbeugen

Bei Personen über 65 Jahren gehören Entzündungen der Atemwege, insbesondere der Lungen, zu den häufigsten Todesursachen. Ein grosser Anteil dieser Todesfälle betreffen Raucher. Schuld daran ist die mit zunehmendem Alter nachlassende Immunabwehr. Allerdings gibt es zahlreiche Massnahmen die vorbeugen können. Wichtig sofort das Rauchen einstellen. Sehr oft entwickeln sich Lungenentzündungen im Verlauf einer Grippe. Das Grippevirus schwächt die Abwehrkräfte, so dass Streptokokken und andere Bakterien leichtes Spiel haben und die Schleimhäute der Atemwege angreifen können. Machen Sie ein aufsteigendes Kneipp-Fussbad mit Thymian. Eine wichtige Vorbeugung ist die Grippenimpfung. Ebenso wichtig ist jedoch, dem altersbedingten Abbau der Abwehrkräfte entgegenzuwirken. Dabei weise ich auf die Kneipp-Wirkprinzipien, neben regelmässiger Bewegung und Krafttraining steht eine vollwertige Ernährung an erster Stelle. Sie sollte vielseitig und Vitalstoffreich sein und viele Vitamine (vor allem E, C, A und Folsäure) und Mineralstoffe (u.a. Zink und Selen) enthalten. Mit den Kneipp-Wasseranwendungen können Sie sich Abhärten. Den Cholesterin- und Fettkonsum und ganz allgemein die Kalorien sollte man soweit als möglich reduzieren. Wichtig ist viel Eiweiss, denn Eiweisse sind die Grundlage der Immunabwehr. Auch wer Stress meidet und sich entspannen kann (z.B. mit autogenem Training) stärkt seine Abwehrkräfte erheblich.

Kopfschmerz und Migräne

Viele Menschen leiden permanent an Kopfschmerz und Migräne. Sie greifen in ihrer Verzweiflung zu starken, schmerzstillenden Medikamenten, sehr oft, ohne mit dem Arzt gesprochen zu haben. Die Folge: Die Schmerzen kehren allzuschnell wieder zurück. Die Nebenwirkungen können enorm sein. Die meisten wissen das. Sie wollen wirksame Natur-Therapien kennenlernen. Die folgenden wirksamen Tipps aus der Naturheil-Erfahrung können Ihnen ev. helfen:

Die Wassertherapie: Fussbad ansteigend oder im Wechsel, Wadenwickel oder Socken, Gesichtsguss, Wassertreten, Taulaufen, Knieguss, Nackenguss heiss, heisse Nackenauflage, Trockenbürsten. Alle diese Wasseranwendungen können Sie in einem Kneipp-Kurs in Ihrer Umgebung in Theorie und Praxis kennenlernen oder im Buch „Praktische Kneippanwendungen“ nachlesen.

Die Heilpflanzen-Therapie: Trinken Sie in kleinen, langsamen Schlücken Melissentee, Basilikumtee, Ingwertee, Majorantee, Baldriantee oder Lavendeltee. Jeweils 1 Teelöffel mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, 8 Minuten ziehen lassen, durchsieben. ODER 5 Tropfen Lavendelöl auf 1 Stück Zucker, im Mund zergehen lassen. WIRKUNG: Kräutersubstanzen beruhigen von innen.

Die Wärme-Therapie: Legen Sie eine mit heissem Wasser gefüllte Wärmeflasche auf den Kopf. Lassen Sie die heisse Luft Ihres Haarföns auf die Schmerzstellen auftreffen. Tragen Sie eine warme Wollmütze. WIRKUNG: Die Gefässe weiten sich. Muskel und Wirbelsäule entspannen sich.

Die Massage-Therapie: Massieren Sie mit den Fingerspitzen fest Nacken, Schläfen, Stirn- und Schädeldecke. Bei manchen wirkt besser eine Kneipp-Pferdeschweifbürste oder ein Dermapunktroller (Sanitätsladen). WIRKUNG: Der Lymphstrom wird wieder aktiviert.

Die Einreibe-Therapie: Massieren Sie mit blossen Fingern an den schmerzenden Stellen Majoranöl, Pfefferminzöl, Melissengeist, Franzbranntwein-Gel oder asiatischen Tigelbalsam in die Haut. Vorsicht nicht in die Augen bringen. WIRKUNG: Die Inhaltsstoffe beruhigen von aussen.

Die Akupressur-Therapie: Drücken Sie mit dem Daumennagel der rechten Hand die Innenseite der grossen Zehe unmittelbar neben dem Nagelbeet. Oder drücken Sie die Unterseite der grossen Zehe genau dort, wo sie an der Fusssohle beginnt. Oder drücken Sie im Nacken mit dem Mittelfinger in die Vertiefung am Ende des Schädelknochens. WIRKUNG: Über Nervenbahnen werden Selbstheil- reaktionen ausgelöst.

Die Mineralstoff-Therapie: Versorgen Sie sich mit Magnesium: Kautabletten oder Granulat, in Wasser aufgelöst. WIRKUNG: Entspannt, baut Kopfschmerz- und Migräne-Stress ab.

Schüsselersalze: Halbstündlich je 8 Tabletten Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 7 in heissem Wasser. Nacken, Schläfen und Stirn sehr oft mit Magnesium-phosphoricum-Creme Nr. 7 eincremen.

Akupunktur-Massage: Ying und Yang werden im Kopfbereich harmonisiert. Diese energetische Massnahme wird in userer Gesundheitspraxis Meridian angewendet.

Wussten Sie…
… wie ein Migräne-Anfall entsteht?
Zwischen Blutgefässen, Nerven, Muskeln, Hormonen und Botenstoffen bestehen zahlreiche Vernetzungen, die sogenannte Regelkreise bilden. Auch die Blutgefässweite wird durch derartige Regelkreise eingestellt. Bei der Migräne reagieren einige Komponenten dieses Regelkreises an Gehirngefäßen überempfindlich – es kommt duch kleinste Störungen zum Anfall. Die Blutgefässe verkrampfen sich zuerst und erschlaffen dann übermäßig. Die Naturheilverfahren wirken positiv, weil sie das feine Regelwerk stabilisieren und trainieren.