Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis
Als Arthrose bezeichnet man die Abnutzung eines Gelenks. Medizinisch wird sie dem degenerativen Gelenkrheumatismus zugeordnet, wobei international die Bezeichnung Osteoartritis geläufig ist. Arthritis heisst „Gelenkentzündung" der Begriff wird aber für eine Vielzahl von entzündlichen Prozessen im Bereich der Gelenke und der umgebenden Muskulatur verwendet. Meist wird eine Arthritis diagnostiziert, wenn es sich um Gelenkentzündungen handelt, die infolge von Allgemeininfektionen durch Bakterien und Viren auftreten können und in der Regel keinen bleibenden Schaden hinterlassen (z.B. Hals/ Rachen-, Magen/Darminfektionen oder Borrelieninfektion (Zeckenbiss), Hepatistis B, Mumps, Masern, Windpocken, Röteln). Die Entzündung im Gelenk kommt meist bei Menschen vor, die eine erbliche Neigung zu überstarken Immunreaktionen haben. Eine rheumatoide Arthritis, an der etwa drei Prozent der Bevölkerung leiden (vor allem Frauen), kann starke Gelenkschmerzen und massive Deformierungen hervorrufen.

Wie entstehen Arthrosen?                                                                                                          Die Arthrose, allgemein als Verschleisserscheinung bezeichnet, ist ein langsam entstehendes Leiden, das chronisch werden kann. Dieser Entwicklung muss man aber keineswegs tatenlos zusehen. Wenn man sogenannte Anlaufschwierigkeiten nach längerem Sitzen oder beim morgendlichen Aufstehen sowie leichte, ziehende Schmerzen in den Gelenken noch nicht beachten mag, so sollte man spätestens bei Muskelverspannungen, Steiffheit und Knacken der Gelenke daran denken, etwas zu unternehmen. Schmerzen entstehen meist erst dann, wenn ein beträchtlicher Teil des Gelenkknorpels zerstört ist. Je länger die Symtome über die Jahre verschleppt werden, desto schwerwiegender werden die Folgen im schlimmsten Fall bis hin zu komplizierten Knieoperationen oder dem Einsetzen eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenkes, denn diese beiden tragenden Gelenke und die Finger sind am häufigsten von den krankhaften Veränderungen betroffen.
Ab dem 50. Lebensjahr
soll die Hälfte der Menschen arthrotisch veränderte Gelenke haben. Das bedeutet aber noch lange keine Erkrankung, denn trotz der unvermeidlichen Abnützung und trotz des Verlustes an Knorpelelastizität können die Gelenke bis ins hohe Alter gut funktionieren. Für eine Arthrose gibt es viele Ursachen. Das Alter ist nur eine davon - und nicht mal die wichtigste.  
Wehret den Anfängen! Oder: Passt schon in der Jugend auf! Falsche und übermässige Belastung der Gelenke, Verletzungen und Entzündungen aber auch Bewegungsmangel spielen bei der Entstehung von Gelenkveränderungen eine weit grössere Rolle. Viele Menschen leiden im Alter unter Arthrose, weil in ihrer Kindheit und Jugend gewisse Fehlstellungen und Überlastungen entweder nicht ernst genommen oder übersehen worden sind. Dazu gehören Fehlstellungen im Skelett wie X- oder O-Beine. 

Arthrose des Kniegelenkes  (Sofort Übergewicht abbauen und Kohlwickel auflegen)
Das Kniegelenk ist ein Scharniergelenk, das sich nur in einer Richtung - Streckung und Beugung - bewegen lässt. Zur Stabilität des kräftigen, unter der Haut tastbaren Gelenkes tragen die starken Seitenbänder bei. Zum Schutz und zur Funktionstüchtigkeit des Gelenkes sorgen weiterhin die knöcherne Kniescheibe, polsterähnliche Meniskusscheiben aus Faserknorbel zwischen den Gelenkflächen und die festen Kreuzbänder innerhalb des Gelenkes. Die Kniegelenkarthrose ist die häufigste Arthroseform, die beide Geschlechter gleichermassen befällt. Schüsslersalze einsetzen: Vorbeugend täglich je 6 Tabletten Nr. 2 und Nr. 9. Akut: täglich je 8 Tabletten Nr. 1, Nr. 2, Nr. 8,  + Nr. 11. Schmerzende Stelle mit Perskindol einreiben. Sehr wirksam Capsaicin-Gel (aus Chilischoten), auch Phytodolor Tinktur ist ebenfalls wirksam gegen Arthrose.

Mit Naturheilmethoden gegen die Kniearthrose (Bewegungstherapie)  
In der präventiven und kurativen Behandlung kommt der Beingymnastik ein bevorzugter Stellenwert zu. Eine sehr wichtige Übung ist das Pendeln. Ausgangsstellung: Sitzen Sie auf einen festen Tisch z.B. Schreibtisch; die Unterschenkel müssen frei baumeln. Ohne Belastungschmerz wird wieder Gelenkflüssigkeit (Synovialis) gebildet. 3 x pro Woche eine Stunde Nordic Walking.

Barfussgehen im Sand entlang einer Meeresküste und anschliessendes Schwimmen im Salzwasser sind Balsam für die Gelenke. Jedes Kilo Übergewicht ist ein „Zuviel" für die Gelenke. Empfohlen wird auch Wassergymnastik und Radfahren. Die mit Bewegung und Sport verbundene Muskeltätigkeit fördert die Durchblutung aller Organe, natürlich auch der Gelenke. (Beachten Sie unsere Kneippferien in Bad Wörishofen).

Der chronische Gelenkabbau ist nicht zuletzt eine Folge altersbedingter Minderdurchblutung. Alle natürlichen durchblutungsfördernden Massnahmen haben demgemäss regenerative Eigenschaften. Mit den Kneippwasseranwendungen z.B. Bäder mit Wacholderzusatz und anschliessendem kaltem Unterguss konnten wir gute Erfolge verzeichnen.  Steigen Sie um auf Nordic Walking und entlasten Sie Ihre Gelenke (Alle Kurse im Kneippverein Meilen). 

Heilpflanzen und Wasseranwendungen zu Hause abwechselnd anwenden:
Täglich zweimal Wechselknieguss, vormittags und nachmittags, statt einem zweiten Knieguss auch Wechselfussbad mit Zinnkraut oder Wacholder, wenn keine Gegenanzeige besteht (Krampfadern). wöchentlich zweimal ¾ Bad mit Heublumen, Wacholder, Haferstroh oder Moor, anschliessend Schenkelguss, so kalt wie möglich; zweimal Heusack, Lehmpflaster oder Kniewickel; Heusack nicht am Tage des Bades. Ob warm (Heusack) oder kalt (Lehmpflaster, Kniewickel) entscheidet die Verträglichkeit und der Erfolg.

Als Grundregel mag gelten:
Das entzündete, schmerzhafte Kniegelenk bevorzugt die Kühle, während bei der ruhenden chronischen Form der Arthrose ohne Entzündungszeichen Wärme besser vertragen wird. Wenn auch der Arthrose ein chronischer Abbauprozess zugrunde liegt, so kann es doch Zwischenstadien geben, die mit vermehrtem Schmerz und Schwellung einhergehen. Auch die akut entzündlichen Formen der Arthrose haben eine gutartige Verlaufsform und klingen meist unter entsprechender Behandlung schnell ab. Weitere physikalische Behandlungsmöglichkeiten: Moor- und Fangopackungen. und vor allen Dingen Trockenbürsten der Gelenke mit einer weichen Kneipp-Pferdeschweifbürste

Wichtig ist die Förderung der Durchblutung.
Blut bringt die nötigen Nährstoffe und den Sauerstoff in jede einzelne Zelle des Körpers. Nicht nur das Hirn und der Herzmuskel, sondern auch das Bindegewebe und die Knochen leiden im fortgeschrittenen Lebensalter häufig unter mangelhafter Durchblutung. Deshalb sollte dem „Blutumlaufe", wie es Sebastian Kneipp ausgedrückt hatte, besonderes Augenmerk geschenkt werden. Rosmarin hat eine anregende durchblutungsfördernde Wirkung. Deshalb kann er gegen zahlreiche Beschwerden eingesetzt werden, die mit niedrigem Blutdruck einher gehen, und ausserdem zur unterstützenden Behandlung von Gelenkerkrankungen. Für den Tee wird ein gehäufter Teelöffel getrocknetes Kraut mit einem ¼ Liter kochendem Wasser überbrüht, 15 Min. ziehen lassen, dann abgiessen. Morgends und mittags eine Tasse trinken, nicht abends, denn der Tee macht munter.
Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch regelmässig und nicht zu knapp verwendet, haben sie fast sprichwörtlich eine verjüngende Wirkung. Das kommt durch die Förderung der peripheren Durchblutung, Verlangen Sie in Ihrer Drogerie PADMA 28 tibetische Kräutertabletten mit grosser Wirkung, was auch den Gelenken zugute kommt. Ein hormon-ähnlicher Effekt bestimmter Inhaltsstoffe wirkt dem geistigen und körperlichen Abbau entgegen, auch dem Abbau von Gelenk- und Knochengewebe. Schade, dass der Knoblauch für unsere mittel-europäischen Nasen so übel riecht, dass man ihn leider nur in den Ferien nach Herzenslust geniessen kann.
Täglich Kneipp-Wechselgüsse anwenden

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)  (Kann bei Rheuma erfolgreich eingesetzt werden)
Spezialist ist der Chefarzt, Dr. med. univ. A. Sandi Suwanda, der Akademie für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Spital Zollikerberg. Seit über 3000 Jahren wird in China das medizinische Wissen überliefert und weiterentwickelt, das auf der Lehre von den sich ergänzenden Naturkräften Yin (die ruhende Kraft) und Yang (die aktive Kraft) beruht. Im harmonischen Wechselspiel dieser beiden Kräfte wird die Lebensenergie, das Qi (sprich tschi), erzeugt. Fliesst das Qi ungestört, ist der Mensch gesund. Bei gesundheitlichen Störungen ist der Fluss der Lebensenergie Qi in den Leitbahnen (Meridiane) blockiert. Wie die dadurch entstehenden Schmerzen durch Behandlung der Energieblockaden speziell bei Rheumatischen Erkrankungen gelindert werden können, Am 4.3.10 hatte Dr. med. Suwanda bei uns im Kneippverein Meilen eine praktische Akupunktur-Demonstration bei Kniearthrose mit Lasernadeln und roter Laserstrahlung, die Lasernadeln werden nicht in die Haut eingestochen sondern lediglich auf den Akupunkturpunkten aufgesetzt. In der TCM steht nicht die Krankheit im Vordergrund, sondern der ganze Mensch und seine Lebensenergie.

Die Vollwertkost (Ernährungstherapie)
Wir in der Gesundheitspraxis Meridian in Obermeilen empfehlen bei vielen ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten die Vollwertkost. Sie enthält überwiegend pflanzliche Nahrungsmittel, aber auch Milch, Milchprodukte, ab und zu eine kleine Beilage von Fleisch, Fisch und Eier. Bei den Getreideprodukten sollten Vollkornerzeugnisse bevorzugt werden, Salz ist sparsam zu dosieren. Tierische Fette sollten nicht verzehrt werden, nur etwas Butter ist erlaubt. Zucker, Alkohol und Fertigprodukte sind zu meiden, ebenso Süssigkeiten, Limonade und Cola-Getränke. Vorsicht beim vielen Kaffeegenuss auch ebenso beim Schwarztee (Harnsäurebildner). Alles in allem ist die Kost frischbetont und schonend zubereitet, ausgewogen und überaus abwechslungsreich.

Nehmen Sie jeden Tag zwei Esslöffel
Braunhirse (Urhirse) zu sich im Yoghurt, Säften oder Müsli. Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide der Erde und sollte im Rohzustand konsumiert werden und liefert eine Reihe von wichtigen Mineralien wie Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Hirse ist äusserst wertvoll für GELENKE, Knochen, Bänder, Haut, Haare und Nägel.
Hirse darf sich als mineralstoffreichstes Getreide überhaupt rühmen und liefert eine Reihe von Mineralien, die in der menschlichen Ernährung eine wichtige Bedeutung haben.

Eine wichtige Komponente ist häufig auch Ursache für brüchige Fingernägel und diffusen Haarausfall. Neben einem hohen Eisengehalt zeichnet sich die Hirse durch einen grossen Anteil an Silizium aus. Dieses Spurenelement spielt eine wichtige Rolle als Nähr- und Aufbaustoff für Knorpelmasse, Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel. Das Bidegewebe benötigt Kieselsäure (Silizium, ist auch in der Brennessel enthalten) zur Bildung der kollagenen Fasern sowie der Zellmatrix, der Grundsubstanz. Zudem sorgt die Kieselsäure für eine bessere Quervernetzung von kollagenen Fasern und Matrix. Die Bildung von Elastin wird von Silizium unterstützt. Diese Faserprotein ist im Bidegewebe wie auch in Bändern und Sehnen zur Formgebung und Halt verantwortlich.
Kieselsäure erhöht zudem die Feuchtigkeitsbildung und steigert dadurch die Spannkraft und Elastizität des Gewebes - das Spurenelement  für straffe und schöne haut also.
Beim Haar nimmt Silizium eine sog. Helferfunktion ein: Bestimmte Schwefelverbindungen, die für Querverbindungen in der Hornmatrix der Haare verantwortlich sind, werden durch die Anwesenheit von Kieselsäure gestärkt. Dadurch kann das Haar aus der Wurzel heraus dicker Nachwachsen. Auch für einen schönen Glanz sorgt das Spurenelement. So kann man zu Recht sagen: Eine Extraportion Hirse macht schön. Sehr hilfreich ein: 
Frischkorngericht nach Dr. Max O. Bruker

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Wirsingwickel gegen Entzündungen und Schmerzen

Wirsing mögen ja manche Leute nicht einmal essen. Wieder Andere verwenden ihn nicht nur in der Küche, sie legen sich das runde Gemüse in Form von Wickeln um oder auf die entsprechenden Körperteile.

Sebastian Kneipp hatte dieses alte Hausmittel bereits eingesetzt gegen Entzündungen und Schmerzen jeglicher Art. Ob nun Gelenke, Sehnen und Haut oder Schleimhäute,
Wirsing soll angeblich mit seiner entzündungshemmenden Wirkung für Linderung sorgen und kann somit bei Rheuma, Arthrose, Tennisarm und Halsschmerzen eingesetzt
werden.
 

Die Anwendung erfolgt von Aussen. Herstellung eines Wirsingwickels, die Rippen der Blätter zunächst entfernen und die Blätter mit einer Flasche flach drücken damit der Saft austritt, auf das Knie oder die Bakerzyste (Kniekehle) auflegen und über Nacht mit einer Binde fixieren. Am Morgen alles entfernen und das Knie mit kaltgepresstem Olivenöl (extra vergine) einreiben, das Öl dringt mit der Zeit ins Gelenk ein. Diese Kur mind. 5 Wochen durchziehen. Schmerzen und Flüssigkeitsansammlungen werden so mit den Wirsingättern aus dem Knie entzogen. Trinken Sie in dieser Zeit auch Brennesseltee.

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