Im Oktober ist es höchste Zeit für Grippeprophylaxe

Grippe ist gefährlicher, als manche meinen. Mit Kneippgüssen durch Abhärtung kann aber ein recht zuverlässiger Schutz vor der Infektion aufgebaut werden. Im Oktober  ist die letzte Gelegenheit dazu. (Ein gutes Immunsystem hilft auch gegen die Schweinegrippe)

Unvermeidlich wie die Autokollonen zur sommerlichen Ferienzeit rollt jeden Herbst und Winter eine neue Erkältungswelle durchs Land. Ringsherum wird geniest, geschneuzt, gehustet, ge-krächzt - und es gehört viel Glück dazu, den herumschwirrenden Viren gänzlich zu entkommen.
Je nach dem Ausmass tragen Sie einen Mundschutz

Schuld ist nicht die Kälte
Erkältungen werden nicht durch Kälte hervorgerufen, sondern durch Viren. Ein Medikament das diese Ursache von Schnupfen, Husten, Halsweh und Heiserkeit gibt es nicht. Die Wandelbarkeit der Erkältungsviren ist der Grund dafür, dass Medikamente nicht richtig greifen können. Selbst bei Schutzimpfungen werden nur bereits bekannte (abgeschwächte) Grippenviren verabreicht, gegen die das Immunsystem dann die passenden Antikörper bildet. Daher wirkt der Impfschutz nur bei einer Infektion mit den Grippenviren, die die Antikörper schon kennen.

Warum man sich im Winter ansteckt.
Erkältungsviren sind nicht etwa besondere Liebhaber winterlichen Temperaturen. Die Erreger machen uns das ganze Jahr zu schaffen, doch in der kalten Jahreszeit ist die Gefahr einer Ansteckung aus zwei Gründen grösser als sonst. Erstens wird unser Immunsystem durch die extremen Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draussen geschwächt, zweitens haben Viren in geschlossenen Räumen viel leichteres Spiel als in freier Natur. Darum sollte die Zimmertemperatur max. 21 Grad betragen (im Schlafzimmer 17 Grad) und die Luftfeuchtigkeit sollte nicht unter 40% fallen, immer die Hände mit Seife waschen.
Influenza ist wahrscheinlich die am meisten unterschätzte Krankheit der Erde. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 20'000 Menschen an der Virusinfektion. Das sind dreimal mehr Personen, als es Verkehrstote auf deutschen Strassen gibt. In der Schweiz werden jährlich rund 1800 Menschen wegen einer Grippeerkrankung hospitalisiert und es kommt zu etwa 400 Todesfällen.
Banale Symtome - fatale Folgen
Influenza (der Name leitet sich ab vom lateinischen influere, beeinflussen, einschleichen) ist nicht gleichzusetzen mit einer Erkältung oder einem "grippalen Infekt". Die Viruserkrankung beginnt meist mit hohem Fieber und zieht Glieder- und Kopfschmerzen sowie Husten und Heiserkeit nach sich. Durch Influenza hervorgerufene Atemwegserkrankungen können allein aufgrund der Symtome nur schwer von jenen unterschieden werden, die durch andere Erreger ausgelöst worden sind. Influenza kann nur sicher durch Labortests nachgewiesen werden. Dafür macht der Arzt einen Rachenabstrich, führt vor Ort einen Schnelltest durch und schickt die Probe an ein Labor. Das Virus greift Schleimhäute an und bereitet oft den Boden für eine  zusätzliche bakterielle Infektion. Die Folgen sind oft Lungenentzündungen oder Entzündungen des Herzmuskels. Am meisten gefährdet sind Menschen über 65 oder Kinder unter 2 Jahren.

Ansteckung und Inkubation
Diese werden vor allem durch Tröpfchen beim Husten und Niesen übertragen. Aber auch beim Kontakt mit den Händen anderer Leute sowie mit viel benutzten Haltegriffen und Türfallen (früher auch Handtücher) können Viren den Wirt wechseln. Auch dann sind Mund und Nase die Eingangspforte, denn unbewusst machen wir alle uns sehr häufig mit den Fingern daran zu schaffen. Während der Grippezeit grössere Menschenansammlungen meiden. Vom BAG wird auch eine Grippenimpfung empfohlen. (Mehrmals pro Tag Hände mit Seife waschen)

Prophylaxe: Impfen oder Abhärten
Spätestens im Oktober soll die Grippeprophylaxe mit Kneippschen Methoden erfolgen. Wasseranwendungen zur Abhärtung, das aufsteigende Fussbad bei Erkältungsbeginn täglich Echinacea einnehmen. Bei Schnupfen der Kopfdampf. Wir setzen auf allgemeine Stärkung des Immunsystems und bauen somit einen unspezifischen Schutz vor Infektionen der Atmungsorgane auf. Dass dieser eine respektable Wirksamkeit aufbaut, haben Mediziner des Universitätsklinikums Jena wissenschaftlich bewiesen. Für die Studie haben die Patienten über zehn Wochen dreimal wöchentlich kalte Güsse und zweimal wöchentlich kalte Oberkörperwaschungen erhalten. In Voruntersuchungen und einer nach drei Monaten durchgeführten  Nachuntersuchung wurde dann die Reaktion des Immunsystems auf die Kaltwasseranwendungen geprüft. Das Ergebnis zeigte klar: Die Häufigkeit der Infekte sank durch die regelmässigen Wasseranwendungen. Zudem stieg die Zahl der Lymphozyten im Blut der Probanden um 13 Prozent, Nachweis der zellulären Immunabwehr.
Allerdings hat sich auch gezeigt, dass der Effekt nur bei regelmässiger Anwendung und erst nach einiger Zeit einsetzt. Je zeitiger also die Kaltanwasser-Abhärtung begonnen wird, desto zuverlässiger danach die Schutzwirkung. Und am besten beraten sind natürlich alle, die ohnehin jahrein jahraus mit dem vollen Programm "kneippen" und bei jeder Gelegenheit die Hände mit Seife waschen..

Grippe: So helfen Sie Ihrem Immunsystem    (Lautsprecher einschalten real drücken)

Die Nase tropft, die Augen laufen und die Stirn glüht - ein grippaler Infekt. Welche Medikamente wirklich helfen, erklärt Dr. Franziska Wopfner. Zuerst rät Dr. Axel Eustachi zu einer alternativen Methode.

 Abwehr Immunsystem  und Rolle Immunsystem sowie die Einführung in die Kneipptherapie.
 

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