Welche
Rolle spielt das
Immunsystem
Das Immunsystem wehrt im Organismus
gefährliche "Eindringlinge" wie z.B. Bakterien, Pilze und Viren ab.
Diese Krankheitserreger gelangen auf verschiedenen Wegen in den Körper. Werden
wir z.B. von unserem Gegenüber "angeniest",
gelangen winzige Tröpfchen beim Einatmen in unsere Nase. Man spricht hierbei
von Tröpfcheninfektion. Sie treffen zunächst auf die Schleimhäute von Nase
und Rachen. Dort werden sie von bestimmten Zellen, sog. Fresszellen, als fremd indentifiziert und vernichtet.
Bei diesem Kontakt werden vom Organismus
Antikörper gebildet. Die Antikörper speichern die Informationen zur
Bekämpfung des eingedrungenen Erregers und mobilisieren dabei eine breit
angelegte Abwehrreaktion im Körper. Bei wiederholtem Kontakt eines Erregers der
gleicher Art kann die Information wieder abgerufen werden und sofort steht ein sogenanntes gezieltes Abwehrmuster bereit. Die körpereigene "Feuerwehr"
kann sofort reagieren. Die Speicherung von Informationen sorgt dafür, dass man
Infektionskrankheiten wie Massern oder Röteln in der Regel nur einmal in seinem
Leben bekommt. Auch mit den Schutzimpfungen werden Antikörper gebildet, welche
die Information speichern. Somit ist es ausserordentlich wichtig, das wir unser Immunsystem
fortlaufend stärken. Geeignete Kurse bietet der Kneipp-Verein Meilen
u. Umg. an.
Was gehört alles
zu unserem Immunsystem? Zum
Immunsystem gehören das Knochenmark, die Thymusdrüse, Lymphknoten,
Mandeln, Milz, der Darm und die Haut. Bei typischen Altersleiden ist immer
eine Beteiligung des Immunsystems festzustellen. Freie Radikale
beschleunigen den Alterungsprozess. Antioxidanten verlangsamen den
Alterungsprozess merklich. Es hat sich gezeigt, dass sie bis zu 50%
lebensverlängernd wirken.
Fresszellen im Immunsystem
Vitamin D macht aufgeputschte
Fresszellen müde
Wenn die Fresszellen des Immunsystems besonders aktiv werden, beginnen sie
einen Hemmstoff zu produzieren, der auf sie selbst wirkt und ihre Aktivität
wieder dämpft. Das haben Wissenschaftler der Gesellschaft für
Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig jetzt gemeinsam mit
Kollegen in Hannover und Münster herausgefunden. Der Hemmstoff ist für
Forscher und Ärzte ein "alter Bekannter": Das Vitamin D3, früher vor allem
für seine Rolle beim Knochenaufbau bekannt. Ihre Ergebnisse veröffentlichen
die Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Blood.
Fresszellen oder Makrophagen sind im Immunsystem gleichsam die Kampftruppe
fürs Grobe. Sie patrouillieren durch Blutbahn und Lymphgewebe und verleiben
sich alles ein, was sie nicht kennen - ob Bakterien, Zerfallsprodukte oder
Schmutzpartikel. Die Trümmer dessen, was sie gefunden haben, bringen sie
dann zu anderen spezialisierten Immunzellen, die sie genauer untersuchen und
feststellen, ob dem Organismus Gefahr droht.
Ist das der Fall, so setzt der Körper Interferongamma frei - ein chemisches
Alarmsignal, das die Makrophagen erst so richtig "scharf" macht. Sie sammeln
sich jetzt am Ort der Bedrohung und setzen das ganze Arsenal ihrer
biochemischen Waffen gegen die Fremdkörper ein. Dazu gehört etwa ätzendes
Peroxid, mit Hilfe dessen sie aufgefressene Eindringlinge verdauen und damit
unschädlich machen. Das jeweilige Organ oder Gewebe, in dem die
Abwehr-Zellen jetzt wimmeln, bezeichnet der Arzt als "entzündet".
Doch schon während sie in den Kampf ziehen - das stellten die Braunschweiger
Forscher jetzt fest - schütten die Makrophagen Vitamin D3 aus. Das zügelt
sie nach einer Weile wieder und lässt ihre Aggressivität abklingen. Der
mögliche Sinn dieses Mechanismus: "Es handelt sich wahrscheinlich um eine
Selbstkontrolle des Immunsystems", erklärt Dr. Laura Helming, die in ihrer
Doktorarbeit an der GBF den neuen Mechanismus entdeckt hat und jetzt als
Nachwuchswissenschaftlerin an der Universität Oxford arbeitet. "Damit sollen
Entzündungsreaktionen eingedämmt werden, bevor sie überschießen und zu
extrem verlaufen." Dann nämlich könnten sie dem Körper sogar gefährlicher
werden als der Erreger selbst: Ungehemmt wütende Makrophagen verursachen
schwere Schäden, schlimmstenfalls sogar das
Absterben von Körpergewebe. Deshalb sorgt die eingebaute Vitamin D3-Bremse
dafür, dass die körpereigenen Krieger bald wieder müde werden.
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Quelle
natürlicher Antioxidantien |
| Lebensmittel |
Natürliche
Antioxidantien |
| Oliven und
Olivenöl |
Polyphenole |
| Rosmarin, Salbei,
und andere Gewürze |
Kanosinsäure,
Rosmarinsäure |
| Rotwein 1 dl pro
Tag, blaue Trauben |
Pheneole,
Anthocyane, Resveratrol |
| Sojabohnen |
Isoflavone,
Folsäure |
| Grüntee |
Polyphenole,
Katechine |
| Zitrus- und andere
Früchte |
Bioflavonoide,
Chalcone |
| Zwiebel, Knoblauch |
Bioflavonoide,
Kämpferol |
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Schüsslersalze 3 x
2 Tabl. 6 Wochen lang |
Salz Nr. 2 und Salz Nr. 3 für Immunstärkung |
Wie können Sie Ihr
Immunsystem stärken?
Abwehrkräfte:
Zink und Selen
ist günstig für ältere Menschen. Durch Zinkpräparate können ältere
Menschen ihre Abwehrkräfte steigern. Dies ging aus einer Studie hervor,
die Forscher an der School of Medicine der
Unversität von Kalifornien, San Diego durchführten. Die Untersuchung ergab,
dass 100mg Zink pro Tag bei Menschen im Alter von 66 bis 85 Jahren die antikörperproduzierenden
Zellen verdoppelten. Antikörper werden gewöhnlich für die erste Abwehrlinie
des Körpers gegen Krankheiten erachtet. Die empfohlene tägliche Zinkzufuhr
beträgt 15 mg. Zinkreiche Nahrungsmittel sind Meeresfrüchte, Spinat, Pilze,
Vollkornprodukte und Sonnenblumenkerne. Eine allgemeine Stärkung
des Immunsystems erfolgt durch Vitamin A, Beta carotin, Vitamin C, Vitamin E,
Selen und
die Aminosäure L-Zystein. Also Vitalstoffe supplementieren. Wichtig ist auch
genügend
Schlaf
6 bis 8 Std.
Einsatz von Infrarotkabinen
(Nicht verwechseln mit Infrarot Wärmekabinen)
Unter Hyperthermie, dem „künstlichenFieber“, wird dieser Körper-Matrix
weitgestellt und es kommt zu einer intensiven Durchblutungssteigerung,
Reinigung und Verbesserung der Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus.
Das Immunsystem reagiert danach mit einer starken Produktion von natürlichen
Helfer- und Killerzellen. Fazit: Damit dies erreicht wird, dazu braucht es
Infrarot-A-Strahlen und man spricht von Tiefenwärme. Dies wird erreicht mit
dem einzigartigen Philipps Strahler, die Vitae Vollspektrum Lampen strahlen
zu 18.3% Infrarot A - zu 62,5% Infrarot-B - zu 18,2% Infrarot-C ab.
(Siehe: www.solevitae.ch)
Kneipp-Therapie:
Mit den bewährten
Abhärtungsübungen
zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems: Wie Wassertreten,
Taulaufen, Barfussgehen im Sommer oder Schneegehen im Winter,
Trockenbürsten,
Luftbad, Waschungen,
Güsse, Wickel. Vor allem der Lendenwickel ist eine gute Präventivmassnahme;
zu empfehlen ist die regelmässige Sauna und das Einschalten eines wöchentlichen kreislaufentlastenden Fastentages mit z.B. Molke. Mit Kneipps Abhärtungsübungen
vorsichtig beginnen, die eigene Reaktion gut beobachten. Bei guten Reaktionen
und nach etwas Training kann die Reizstärke allmählich vorsichtig gesteigert
werden. Besuchen Sie einen Giess- und Abhärtungskurs im
Kneipp-Verein Meilen.
Der
Einsatz von Heilpflanzen: Morgentee mit
Hagenbutten ergänzt mit einem Löffel Saddornmark. Trinken Sie zwischendurch Früchte-
oder Heilkräutertee, den Sie zur Verbesserung Ihres Wohlbefindens entsprechend
wählen oder kombinieren, wie z.B. zur Verdauungshilfe, Entschlackung,
Verbesserung der Leber und Stoffwechselfunktion, Appetitanregung, je nach Ihrem
persönlichen Wunsch und Bedürfnis. Besonders kräftigende Wirkstoffe auf das
Immunsystem besitzt der rote Sonnenhut, die Echinacea. Ergänzen Sie deshalb
Ihren Tee mit Echinaceatropfen. Der Saft der schwarzen Holunderbeere steigert
die Abwehrkraft der Atmungsorgane und -wege.
Ernährung:
Vitaminreiche Kneippkost. Viel Frischkost, Vitamin-C-reiche Früchte, Gemüse,
rohes Sauerkraut, Salate und Keimlinge. Geben Sie vereinzelt frische Blätter oder Blüten der
Kapuzinerkresse in den Salat. Die Kapuzinerkresse stärkt die Abwehrkraft. Für
eine vitalstoffreiche Aufbaunahrung eignen sich Dörrbirnen und Datteln, Gelee
royal, Propolis. Kur mit verdünntem Tomatensaft als Apéro vor dem Essen oder
zwischendurch. Essen Sie Sauerkraut und Bifidus-Joghurt für eine gute
Darmflora.
Bewegung:
Viel Bewegung an frischer Luft, regelmässig leistungsangepasstes
Ausdauertraining dreimal wöchentlich für 20 Minuten und je 30 Minuten
Krafttraining, Ideal ist das
Nordic Walking. Das vernüftige Sonnenbad
beeinflusst Stoffwechsel und Immunsystem positiv. Nutzen Sie Ihre Freizeit
sinnvoll. Die optimistische Lebenseinstellung erhöht die Widerstandskraft.
Gute Laune, Fröhlichkeit und herzliches Lachen setzen Hormone frei, die das
Immunsystem stärken. Das Immunsystem wird sehr geschwächt durch Stress, Ärger,
Aufregung, Übergewicht, seelische Kränkung und unvernünftigen Genuss von Alkohol und
Nikotin.
Dringend zur Aerztin oder
zum Arzt bei:
-
andauernder
Verschlechterung oder fehlender Besserung bei einer Selbstbehandlung
-
Fieberkrämpfen oder
einem Fieberrückfall mit Atembeschwerden
-
Fieber bei Herz-
Kreislaufstörungen, starke Benommenheit
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Wie
funktioniert das Abwehrsystem des Körpers? |
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Als
„Gesundheitspolizei“ schützt das Immunsystem den Organismus
vor Eindringlingen wie Viren, Bakterien und anderen körperfremden
Substanzen. Die Abwehr läuft in mehreren Schritten ab, an denen
unterschiedliche Immunzellen beteiligt sind, die über Botenstoffe
miteinander in Verbindung stehen. Entscheidend ist das richtige
Erkennen einer feindlichen Zelle, die Unterscheidung also zwischen
Gut und Böse, auch um fälschliche Angriffe gegen eigene Körperzellen
zu verhindern. Anhand molekularer Merkmale erkennen Immunzellen
ihr Ziel, wobei auch Krebszellen ins Visier genommen werden können.
Diese jedoch tarnen sich so geschickt, dass ihr Erkennen und Aufspüren
schwierig ist. Mit Hilfe der Immuntherapien versuchen
Wissenschaftler, die Körperabwehr gezielt auf die Fährte von
Tumorzellen zu bringen.
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Wie
kann das Immunsystem Eindringlinge erkennen? |
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Fremde oder „feindliche“
Zellen von den körpereigenen zu unterscheiden, ist eine wichtige
Aufgabe des Immunsystems. Zellen, also Krankheitserreger, Krebs-
und gesunde Körperzellen, tragen auf ihrer Oberfläche molekulare
Merkmale, so genannte Antigene.
Mit ihnen lassen sie sich voneinander unterscheiden. Fremde
Antigene werden von bestimmten Immunzellen erkannt, die den
Eindringling direkt attackieren oder die Bildung von Antikörpern
gegen das Antigen in Gang setzen. Antikörper
sind Eiweißstoffe, die im Blut und
Körperflüssigkeit
zirkulieren und sich an das fremde Antigen binden können: Es
entsteht ein Antigen-Antikörper-Komplex.
Dabei bringt der Antikörper die fremde Zelle entweder direkt zum
Absterben, oder er kennzeichnet sie, um andere Immunzellen
anzulocken, die den Eindringling zerstören können.
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Welche
Bestandteile des Immunsystems sind wichtig zur Abwehr von fremden
Zellen? |
Lymphozyten
gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind die
Hauptzellen des Immunsystems. Verschiedene Arten von Lymphozyten
ergänzen sich im Kampf gegen fremde Zellen oder Krebszellen:
B-Lymphozyten (B-Zellen) und T-Lymphozyten (T-Zellen):
- B-Zellen
bilden Antikörper, die sich frei in der Körperflüssigkeit
verteilen, an Antigene anheften und fremde Zellen unschädlich
machen können.
- T-Zellen
erkennen Eindringlinge oder Krebszellen anhand ihrer Antigene
und bilden neben zytotoxischen (= zellzerstörenden) Stoffen
auch Substanzen, die anderen Immunzellen bei der Arbeit
helfen. Je nachdem heißen sie dann T-Killerzellen (zellzerstörend)
oder T-Helferzellen (helfend).
Monozyten und Makrophagen
(„große Fresser“) beseitigen Zelltrümmer von angegriffenen
und abgestorbenen Zellen. Damit helfen sie, eine Abwehrreaktion so
richtig in Gang zu bringen.
Dendritische Zellen
patrouillieren durch den Körper und sammeln Informationen
über fremde oder krankhaft veränderte Zellen. Dazu nehmen sie
Antigene solcher Zellen auf und präsentieren sie anderen
Immunzellen, beispielsweise den T-Zellen, die dadurch auf den
Eindringling aufmerksam werden. Es beginnt eine Immunreaktion mit
Jagd auf das präsentierte Antigen, in deren Verlauf die "Ziel"-Zellen
aufgespürt, angegriffen und zerstört werden. Man bezeichnet
dendritische Zellen auch als professionell antigenpräsentierende
Zellen.
Zytokine
sind Botenstoffe, die von Immunzellen gebildet werden, um mit
anderen Zellen des Immunsystems zu kommunizieren und die
komplizierte Abwehrreaktionen regulieren zu können. Gleichzeitig
locken Zytokine Immunzellen an und verstärken so eine
Immunreaktion. Zu den Zytokinen gehören beispielsweise
Interleukine und Interferone.
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Verschiedene
Formen der Immuntherapie |
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Wissenschaftler erproben
verschiedene Ansätze von Immuntherapien, um den körpereigenen
Abwehrkräfte im Kampf gegen Krebszellen auf die Sprünge zu
helfen. Man unterschiedet dabei die passiven und die aktiven
Immuntherapien.
Für die
passive
Immuntherapie werden im Labor Immunstoffe, z.B. monoklonale
Antiköper, hergestellt und dem Körper als Behandlung
verabreicht. Dadurch profitiert das Immunsystem passiv von der zusätzlichen
Kraft und Fähigkeit der verabreichten Immunstoffe.
Im Gegensatz dazu versucht man mit aktiven
Immuntherapien im Körper einen Lernprozess in Gang zu
setzen, der das Immunsystem befähigt, sich selbst aktiv gegen den
Krebs zu wehren. Die Impfungen beispielsweise gehören zu den aktiven Immuntherapien: Durch den
Impfstoff, der Stücke von Krebszellen enthalten kann, lernen
T-Zellen des Immunsystems den „Feind“ kennen, womit die
Abwehrreaktion gegen den Krebs im Körper angestoßen werden soll.
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Lungenentzündung vorbeugen
Wie funktioniert das Immunsystem? |
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