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Venenprobleme und
ihre Ursachen
Warum
Briefträger früher keine Krampfadern hatten
Nicht zufällig beschäftigen sich Kneipp-Ärzte mit den
Veneleiden, denn die krankhaften Veränderungen an der Venenwand schlagen sich an der
Hautoberfläche als "Besenreiser", "Krampfadern" oder "offenes
Bein" nieder. Um gleich mit einem Irrtum aufzuräumen: Die Krampfadern haben nichts
mit Krämpfen zu tun, sondern beziehen ihren Namen vom althochdeutschen Wort
"Krummadern". Ihr geschlängelter Verlauf war Namensgeber.
Wer bekommt Krampfadern? Grundsätzlich ist der aufrechte Gang des Menschen mit
einem Anstieg des Gefässinnendrucks in den Venen verbunden. Im Liegen beträgt der
Venendruck 15 mm Hg. Beim stehen addiert sich der hydrostatische Druck der in den Venen
enthaltenen Flüssigkeitssäule vom Herzen abwärts dazu und erreicht etwa 135 mm Hg in
der Knöchelregion. Tiere laufen normalerweise auf allen Vieren und neigen deswegen auch
nicht zu Krampfadern. Ein Zoobesuch bei den Giraffen beseitigt jeden diesbezüglichen
Zweifel! Damit nun das Blut aus den Beinen gegen die Schwerkraft zum Herzen
zurückfliessen kann, existiert ein ausgeklügeltes System, das nach Art eines
Paternosters funktioniert. Bei jedem Schritt, den man tut, drückt der Wadenmuskel die
Venenwände zusammen und damit das in den Venen enthaltene Blut nach oben. Damit es bei
der Muskelerschlaffung nicht wieder zurückfällt, gibt es eine Art Ventile, die
Venenklappen, die das Zurückströmen verhindern.
Anfällig für Krampfadern, also erweiterte
oberflächliche Venen sind:
-
Menschen über 50 Jahre
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Frauen, besonders wenn sie mehrere Schwangerschaften
hinter sich haben
-
Schwangere
-
Menschen mit Steh- und Sitzberufen
-
Töchter und Söhne von Eltern, die an schwerer
Krampfaderleiden oder offenen Beinen leiden.
Bewegung macht den Beinen Freude
(Ideal ist Nordic Walking)
Erst nach mehreren Schritten ist das Venensystem in den
Beinen durch das Pumpsystem wirklich entstaut. Vielleicht wird auch jetzt
verständlich, warum die Briefträger keine Krampfadern bekommen. Man kann
übrigens bei Beinbeschwerden sehr einfach selbst feststellen, welche
grundsätzliche Ursache sie haben. Als
Faustregel
gilt:
-
Venöse Beschwerden bessern sich beim Gehen,
-
arterielle verschlechtern sich dabei und
-
Gelenkentzündungen machen sich durch zunehmende
Schonhaltung wegen der Schmerzen bemerkbar (morgendliche
Steifigkeit, Belastungsbeschwerden, etc).
Der Kneippverein Meilen und Umgebung bietet jedes Jahr im
April / Mai Kurse "für schöne und gesunde Beine" an. Werden Sie Mitglied, dann
erhalten Sie automatisch die entsprechenden Unterlagen zugestellt und der Kurs ist für
Sie kostengünstiger.
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Viel Bewegung, der Weg zur Gesundheit ist der Fussweg (wir
bieten, im Kneippverein, Wanderungen,
Nordic
Walking
und Venengymnastik an)
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Nachts bei flach liegendem Oberkörper die Beine etwa 15
cm hochlagern
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Bereits vor dem morgendlichen Aufstehen sollten Sie die
Kneipp-Entstauungsgymnastik anwenden
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Während des Tages beim Stehen die Fersen langsam anheben
bis zum Zehenstand, dann auf den Fersen abstützen und alle Zehen hochheben.
(Venenpumpe betätigen).
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Auf Vollwert-Ernährung achten mit viel Rohgemüse und
frischen Früchten
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Heisse Bäder und Sonne sowie Stauungen vermeiden
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Heilpflanzen einsetzen wie Rosskastanie, Hamamelis, Arnika
und Steinklee einsetzen (Kneippkurse besuchen)
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Kneippsche
Wasseranwendungen einsetzen wie
Unterkörperwaschung, Tau- und Schneelaufen, Wassertreten und
Schenkelgüsse.
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Kennen Sie das
"Kneippsche Fussreflexzonenbad"? Kennen Sie
den Knie- und Schenkelguss?
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Nasse Leinensocken oder Wadenwickel, bei Entzündungen
helfen Lehm- oder Quarkwickel
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Lernen Sie die
Vorzüge der Kompressionstherapie kennen - es gibt auch modische
Kompressionsstrümpfe (wir beraten Sie gerne)
-
Am Venenkurs
erhalten Sie kostenlos die Broschüre
"Was tun wenn Ihre Beine schmerzen"
-
Einsatz von CERES Schafgarben Urtinktur,
Rosskastanien Urtinktur sowie Steinklee Urtinktur, je 3 x 3 Tropfen auf die
Zunge träufeln.
Bildreportage
Venentrainingskurs

Der Herzmuskel in Arbeit
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Das
Kreislaufsystem mit seinen verschiedenen Blutgefässen teilt
sich in zwei grosse Bereiche auf, den Körperkreislauf und den
Lungenkreislauf. Der Körperkreislauf beginnt mit der Austreibung
des sauerstoffreichen Blutes aus der linken Herzkammer in die
grosse Körperschlagader, die Aorta. Von der Aorta zweigen alle
anderen grossen Schlagadern ab. Sie teilt sich auf in kleinere
Arterien, die das Blut in die verschiedenen Körperbereiche
transportieren. Die ¨Äste verzeigen sich immer mehr. Die kleinen
Arterienäste werden Arteriolen genannt. Die Arteriolen gehen
schliesslich in die Kapillaren über. Diese Gefässe sind hauchdünn.
In ihnen findet der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und
Stoffwechselendprodukten statt. Sie sind das Bindeglied zwischen
Arterien und Venen. Die Kapillaren gehen in die Venolen über.
Venolen sind feine Blutgefässe, die das nach dem Stoffaustausch
sauerstoffarme Blut sammeln. Sie verbinden sich zu immer grösseren
Venen, die schliesslich in die obere und untere Hohlvene münden.
Diese beiden grossen Venen führen das Blut zurück zum Herzen und
münden im rechten Vorhof des Herzens.
An dieses System des Körperkreislaufs schliesst sich der
Lungenkreislauf an. Aus der rechten Herzkammer wird das Blut, das
immer noch sauerstoffarm ist, über die Lungenarterie vom Herzen
weg in die Lunge gepumpt. In der Lunge verzweigen sich die
Blutgefässe wie im Körperkreislauf so lange, bis sie nur noch so
dünn wie die Kapillaren sind. Im Kapillarnetz der Lungen, das die
feinen Lungenbläschen wie ein Netz umgibt, findet wieder ein
Stoffaustausch statt. Das sauerstoffarme Blut gibt das
Kohlendioxid in die Luft der Lungenbläschen ab und nimmt
gleichzeitig Sauerstoff aus der Atemluft in den Lungenbläschen
auf. Das Kohlendioxid wird mit der Atemluft abgeatmet. Nach dem
Stoffaustausch vereinigen sich die Blutgefässe wieder, und führen
das jetzt wieder sauerstoffreiche Blut über die Lungenvene von der
Lunge zum linken Vorhof des Herzens zurück.
weitere Venen Hinweise |
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