Vitamin A

 

Immunwunder Vitamin A
Rohstoff für diesen schützenden Nährstoff sind Karotinide, die von Pflanzen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff gebildet werden. Erst unser Stoffwechsel formt Karotinide in Vitamin A um. Wir können das fertige Vitamin aber auch mit tierischer Nahrung aufnehmen; es ist besonders reich z.B. in Leber enthalten.

Karotinide sind Farbstoffe, die Pflanzen bzw. vorwiegend deren Früchten  ihre herrlichen Farben geben: Das Rot der Tomate, Erdbeere oder Johannisbeere, das dunkle Blau der Heidelbeere, das Orange in Kürbis, Melone oder Aprikose, auch die leuchtend gelben, grünen oder roten Paprikafrüchte verdanken ihre Farben den Karotiniden. Die farbenspendenden Karotinide stecken aber nicht zufällig in Obst und Gemüse, sondern sie sind bedeutender Schutzfaktor gegen krankheitserregende Mikroorganismen, speziell gegen freie Radikale. Diese zerstörerischen Substanzen entwickeln sich z.B. unter dem Einfluss von Sonnenstrahlen. Wenn in den Erntemonaten die Früchte reifen, reichern sie deshalb auch mehr Farbe, also Karotinide an. Im unreifen Zustand hingegen sind Fruchtfleisch und Schale meist noch grün - dementsprechend enthält unreifes Obst auch weniger Karotinide und ist demnach lange nicht so gesund.

Warnzeichen für Vitamin-A-Mangel

Brüchige Fingernägel Trockenes, brüchiges Haar
Trockene Haut Hautausschlag
Appetitmangel Häufige Infektionen
Nachtblindheit Sehstörungen
Wachstumsstörungen Unfruchtbarkeit

Ihr täglicher Bedarf an Vitamin A
Empfohlener Tagesbedarf in Internationalen Einheiten (I. E.)

Babys   2000 Jugendliche (von 10-18J.)   4000
Jugendliche       Frauen   4000
Kinder       Männer   5000
  von 1 bis 3 Jahren   2300   Schwangere Frauen   5500
  von 4 bis 6 Jahren   2500          
  von 7 bis 10 Jahren   3200          

Vitamin-A-Gehalt in Lebensmitteln

Lebensmittel   Menge   Internationale Einheiten (I. E.)  
           
Kalbsleber   100 Gramm   26000  
Möhre   Mittelgroß   9500  
Spinat   1 Portion   7800  
Kürbis   1 Portion   7100  
Papaya   1 Stück   5700  
Grünkohl   1 Portion   4900  
Brokkoli   1 Portion   4100  
Zuckermelone   1 Viertel   3800  
Tomate   1 Stück   1200  
Avocado   1 Stück   1100  
Aprikose   1 Stück   950  
Kopfsalat   1 Stück   910  
Spargel   1 Portion   700  
Grüne Erbsen   1 Portion   510  
Grüne Bohnen   1 Portion   510  
Pfirsich   1 Stück   460  

Wie Sie Gemüse am besten zubereiten
Nährstoffarmes Dosengemüse ist zu meiden. Auch Tiefgekühltes ist nur zweite Wahl. Frischware ist heute überall das ganze Jahr über erhältlich. Hartfaseriges Gemüse wie Möhren sollte am besten stark zerkleinert, gestampft oder püriert werden. So gibt das Gemüse sein wichtiges Vitamin A leichter frei. Wichtig: Geben Sie stets ein wenig Fett in Ihre Gemüsegerichte, und machen Sie auch Rohkost mit etwas öl an. Salate sollten immer erst kurz vor den Mahlzeiten ganz frisch zubereitet werden.

Allzu viel ist ungesund
Weil Vitamin A - wie auch die anderen fettlöslichen Vitamine D, E und K - mehr oder weniger unbegrenzt gespeichert wird, kann die Konzentration irgendwann allerdings auch zu hoch und damit gefährlich werden. Diese Gefahr besteht jedoch nur dann, wenn beispielsweise Vitamin A in Tablettenform in zu hohen Dosen eingenommen wird. Pflanzliche Karotinide können Sie essen, soviel Sie wollen; Sie kriegen davon schlimmstenfalls gelbliche Handflächen.

Wofür Vitamin A wichtig ist
 
Augen Haut
Finger- und Fussnägel Immunsystem
Körperzellen Knochen
Blut Krebsvorbeugung
Guter Sex Schleimheute
Haare Zähne

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