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Die
Wirkweise von Vitamin E
Das
Vitamin E hat seinen Arbeitsplatz
vor allem in der ölig-feuchten
Membranschicht aller Körperzellen.
Diese Schutzschicht um die Zelle ist
eine Art Hauptbahnhof für
Abermilliarden Nährstoff- oder
Hormonmoleküle, die hier in jeder
Minute über ein verwirrendes, aber
perfektes Kanalsystem ins Zellinnere
weitergeleitet werden.
Vitamin E spielt dabei so etwas wie
die Bahnpolizei, die vor allem ein
scharfes Auge auf alle freien
Radikale hat. Die lauern gerade in
der Zellmembran besonders gierig,
denn sie lieben alles Ölig-Feuchte
wie das schmackhafte Cholesterin,
aus dem die Zellhaut zur Hälfte
besteht.
Besonders gefährdet sind die
Erythrozyten, die roten Blutkörperchen,
deren Zellhäutchen besonders
empfindlich und verletzlich ist.
Wenn diese roten Blutkörperchen
nicht von Vitamin-E-Molekülen
umringt werden, werden sie von
freien Radikalen angegriffen und
beschädigt. Sie verändern dann
ihre Struktur, das Eiweiß in ihrer
Zellhaut verkrustet sich, und die
roten Blutkörperchen sind unfähig,
Sauerstoff zu den anderen Zellen zu
transportieren.
Schutzfunktionen
von Vitamin E
Vitamin
E beseitigt oder verhindert
Durchblutungsstörungen, weil es der
Blutgerinnung und Klumpenbildung im
Blut vorbeugt. Alle wichtigen Drüsen
wie Hirnanhangsdrüse, Thymusdrüse
oder Nebennierenrinde werden durch
Vitamin E geschützt. Ein Mangel an
diesem Biostoff führt beim Mann zu
ungenügender Spermienproduktion und
damit ebenso zu Unfruchtbarkeit wie
bei der Frau, die eine Gebärmutterfehlfunktion
entwickeln kann. Vitamin E schützt
auch das Vitamin A vor freien
Radikalen, und beide gemeinsam zählen
zu den wichtigsten Immunfaktoren in
unserem Auge, dort vor allem in
Linse und Netzhaut.
Warnzeichen
für Vitamin-E-Mangel
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Sehschwäche |
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Unfruchtbarkeit |
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Welke
Haut |
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Schlecht
heilende Wunden |
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Müdigkeit |
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Herzkrankheiten |
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Leistungsschwäche |
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Altersflecken |
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Entzündungen
im gesamten |
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Nervöse
Reizbarkeit |
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Verdauungstrakt |
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Konzentrationsschwäche |
Ihr täglicher
Bedarf an Vitamin E
Empfohlener
Tagesbedarf in Internationalen
Einheiten (I. E.)
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Säuglinge |
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3
bis 4 Milligramm |
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Kinder
bis zu 14 Jahre |
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6
bis 12 Milligramm, je nach
Alter |
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Erwachsene |
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12
Milligramm |
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Schwangere
und stillende Frauen |
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bis
zu 16 Milligramm |
Neue
Erkenntnisse zeigen, dass diese
Menge für die Abwehr freier
Radikale nicht ausreicht. Gewonnen
wurden diese Werte aus dem Effekt
der Vitaminaufnahme ins Blut.
Unberücksichtigt bleibt die tatsächliche
individuelle Konzentration wichtiger
Tokopherole in den Zellen. Diese ist
von Person zu Person ausgesprochen
unterschiedlich, je nachdem, in
welchem Ausmaß sie den zahlreichen
Schad- und Giftstoffen der Umwelt,
wie Autoabgasen oder Smog,
ausgesetzt ist.
Wer zu viel Fett statt
ballaststoffreicher Kohlenhydrate in
Gemüse und Vollkorn isst, braucht
ebenfalls mehr Vitamin E.
Auch unsere viel zu mangelhafte
Versorgung mit dem Entgifter Selen
erfordert höhere Dosierungen von
Vitamin E.
Selbst wer seiner Gesundheit zuliebe
viel mit hochwertigen kaltgepressten
Pflanzenölen kocht bzw. seinen
Salat anmacht, benötigt
entsprechende Zugaben an Vitamin E,
um hochkomplizierte Fettsubstanzen
vor der Zerstörung durch aggressive
freie Radikale zu schützen.
Auch wer ein schwaches Bindegewebe
hat, sollte unbedingt mehr Vitamin E
zu sich nehmen.
Eine tägliche Einnahme von 15
Milligramm Vitamin E wird deshalb
von vielen Biochemikern dringend
empfohlen.
Vitamin-E-Gehalt
in Lebensmitteln
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Lebensmittel |
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Milligramm
(je 100 Gramm) |
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Lebensmittel |
|
Milligramm
(je 100 Gramm) |
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Distelöl |
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75.0 |
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Mandeln |
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29.2 |
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Sonnenblumenöl |
|
75.0 |
|
Margarine |
|
22.6 |
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Sojaöl |
|
68.2 |
|
Walnüsse |
|
20.8 |
|
Rapsöl |
|
55.0 |
|
Erdnüsse |
|
19.4 |
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Sesamöl |
|
50.0 |
|
Traubenkernöl |
|
16.0 |
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Walnussöl |
|
50.0 |
|
Olivenöl |
|
15.0 |
|
Kürbiskernöl |
|
50.0 |
|
Butter |
|
1.6 |
|
Haselnussöl |
|
43.0 |
|
Vollkorngetreide |
|
1.6 |
|
Leinöl |
|
36.0 |
|
Eier |
|
1.2 |
|
Erdnussöl |
|
35.0 |
|
Milch |
|
0.1 |
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Kaltgepresste
Pflanzenöle enthalten
wesentlich mehr Vitamin E
als industriell aufbereitete
Öle. Durch die industrielle
Bearbeitung werden bis zu
zwei Drittel des Vitamins
zerstört. |

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