
Wenig Bewegung, Verschleiss oder auch Stress: Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Fast jeder leidet zeitweilig an Rückenproblemen. Meist sind die Beschwerden zwar schmerzhaft, aber harmlos und verschwinden nach einigen Tagen oder Wochen wieder. Damit die Schmerzen nicht chronisch werden, ist ärztliche Abklärung trotzdem wichtig. Doch so weit muss es erst gar nicht kommen: Mit einer gesunden Lebensweise und ausreichend Bewegung kann jeder vorbeugen.
Die WS sie hält uns aufrecht und stützt den gesamten Oberkörper: unsere Wirbelsäule, eine Reihe in eleganter doppelter S-Kurve angeordneter Knochen.
„Die Wirbelsäule ist die Zentrale und der wichtigste Bestandteil unseres Skeletts“, erklärt Jürgen Krämer, der Leiter der Orthopädischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum. Verschiedene Bauelemente übernehmen die einzelnen Funktionen des Rückgrats: Für Stabilität sorgen 24 einzelne, bewegliche Wirbel sowie Kreuzbein und Steissbein. Diese Knochenelemente sind in Leichtbauweise konstruiert: Nur ihr Äusseres besteht aus kompakter Knochenmasse. Ihre innere Struktur dagegen ist schwammartig – das spart Material und Gewicht, sichert aber höchste Belastbarkeit.
Darüber hinaus federt die Wirbelsäule Erschütterungen ab. Zum einen wirken die Bandscheiben als Stossdämpfer. „Ohne sie hätten wir viel häufiger Kopfschmerzen. Zudem würden die Wirbelkörper ohne Dämpfung viel häufiger brechen“, erläutert Jürgen Krämer. Aber auch in sich kann die Wirbelsäule Stösse abfangen. Im Profil erkennt man, dass sie zweimal S-förmig gekrümmt ist: Die Halswirbelsäule biegt sich nach vorn, während die Brustwirbelsäule nach hinten schwingt. Die Lendenwirbelsäule krümmt sich nach vorn. Kreuz- und Steissbein zeigen nach hinten. Die Steissbeinspitze richtet sich wiederum nach vorn. „Diese S-förmigen Verbiegungen sorgt dafür, dass Stösse in senkrechter Richtung abgefedert werden“, erklärt der Rückenexperte.
Für Flexibilität sorgen fünf Bänder und Bandsysteme sowie über 300 Muskeln, die ein kräftigendes Korsett für den Rücken bilden. Sind sie zu schwach oder verspannt, führt dies zu Rückenbeschwerden, weil Knochen, Gelenke und Bandscheiben zu stark belastet werden.
Vom Hexenschuss über den steifen Hals bis zum Bandscheibenvorfall: Rückenschmerzen treten in verschiedenen Ausprägungen in Erscheinung
Der Patient erzählt vom Hexenschuss, vom steifen Hals und von einschiessenden Schmerzen. Der Arzt spricht von Lumbalgie, Discusprolaps und ISG-Blockade. Rückenschmerzen sind neben Erkältungskrankheiten die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle. Nicht immer findet sich dabei auch eine sichtbare Veränderung für die oft chronischen Beschwerden.
Auftreten von Rückenschmerzen
Rückenschmerzen werden unter dem Begriff Dorsalgien zusammengefasst.
Ist der Schmerz unmittelbar über der Lendenwirbelsäule lokalisiert, ist
die Bezeichnung Lumbalgie üblich. Beschwerden im Nackenbereich nennt man
auch Cervikalsyndrome. All diesen Begriffen ist gemeinsam, dass sie
nichts darüber aussagen wodurch die Schmerzen tatsächlich ausgelöst
werden. Auch bei genauerem Hinsehen, mit Hilfe radiologischer
Untersuchungsmethoden, finden sich bei 90 Prozent aller Rückenschmerzen
keine nachweisbaren Veränderungen an der Wirbelsäule der Betroffenen.
Oft sind ausschliesslich muskuläre Verspannungen die Ursache des
schmerzhaften Übels. Glücklicherweise verschwinden die meisten akut
auftretenden Rückenschmerzen jedoch innerhalb weniger Wochen von selbst.
Hexenschuss
Beim klassischen Hexenschuss, der sogenannten akute Lumbago, tritt der
Schmerz im Lendenwirbelsäulenbereich plötzlich auf. Eine abrupte
Bewegung kann hier die Ursache einer Blockade der Wirbelkörpergelenke
oder einer Zerrung der Rückenmuskulatur sein. Nicht immer beschränkt
sich der Schmerz allein auf den Rücken. Bei der Lumboischialgie tut auch
das Bein vom Gesäss bis in die Kniekehle weh. Diese
Ausstrahlungsschmerzen treten durch Irritation des Ischiasnervs auf.
Bandscheibenvorfall
Ausstrahlende Schmerzen gibt es auch bei Bandscheibenvorfällen. Die
Bandscheibe liegt als Puffer zwischen den Wirbelkörpern und ist von
einem Ring aus Faserknorpel umgeben. Reisst der Ring, so tritt
gallertartige Masse aus. Beschwerden macht der Discusprolaps allerdings
nur wenn benachbarte Nervenstrukturen beteiligt sind und so ist es
durchaus möglich, dass er unbemerkt bleibt. Verstärken sich die
Schmerzen jedoch bei Niesen oder Husten, so liegt der Verdacht einer
'vorgefallenen' (prolabierten) Bandscheibe nahe.
Wer unter chronische Rückenschmerzen leidet, hat oft Verschleisserscheinungen an Wirbelkörpern oder Bandscheiben, die als Folge jahrelanger Fehlbelastungen, Übergewicht oder permanenter Bewegungsarmut auftreten. Das Angebot an möglichen Diagnosen ist enorm und reicht von Spondylosen bis hin zu Osteochondrosen und Spondylartrhosen. Eine schwache Rückenmuskulatur begünstigt die Entstehung dieser Abnützungen. (phr)
Einsatz der
Kneipp-Therapie
Bei Akuten Rückenschmerzen
empfehlen wir
kalte
Anwendungen wie:
Eine kalte Rückenwaschung oder ein kalter Rückenguss. Eine
kalte Kneipp-Auflage, die zwei- bis dreimal jeweils nach dem
Warmwerden erneuert wird. Einen kalten Lendenwickel
als wärmestauenden Wickel einsetzen. bei Hexenschuss ich
auch eine Eisauflage sinnvoll, besonders bei einer
hochakuten Entzündung. Diese drosselt die Blutzufuhr, wirk
daher entzündungshemmend und schmerzdämpfend. Entscheide Sie
nach Ihrem eigenen Empfinden und Bedürfnis. Anschliessend
einreiben mit schmerzlindernder und wärmender oder
kühlender Salbe oder sanfte Massage mit Johanisöl.
Entwässerungstee mit Teufelskralle, Weidenrinde, Zinnkraut
oder mit Frischpflanzensaft von Birke, Brennessel oder
Wacholder. Auch können Sie Perskindol einsetzen oder kalte
Auflagen mit Heilerde Aion-A verwenden.
Bei chronischen Rückenschmerzen
empfehlen wir
warme
Anwendungen wie:Der warme Heublumensack ist in der Lage Schmerzen zu lindern und wird deshalb als "Morphium der Naturheilkunde" bezeichnet. Die warmen Anwendungen wirken muskelentspannend, durchblutungsfördernd und gefässentkrampfend. Wie der warme Rückenguss, der heisse Lumbalguss oder der heisse Nackenguss. Ebenfalls möglich ein heisses Rheumabad ca. 40 Grad oder ein Heublumenbad ev. mit Wachholderzusatz wirken krampflösend, entspannend und beruhigend, anschliessend ein kurzer kalter Abguss und Bettruhe.
Einsatz von Schüsslersalzen bei Rückenschmerzen:
- durch Erschlaffung der Bänder, täglich 6 Tabletten Nr. 1, mehrmals täglich mit Creme Nr. 1 eincremen.
- lähmend: täglich je 8 Tabletten nr. 5 und Nr. 8 und mit Creme Nr. 5 eincremen.
- Hexenschuss: zu Beginn halbstündlich je 6 Tabletten Nr. 4, Nr. 7 und Nr. 9 als Drink, später 3-mal täglich je 6 Tabletten. Die schmerzenden Bereiche mit Creme Nr. 9 und Creme Nr. 11 behandeln.
- durch Muskelzerrung: Rücken mehrmals täglich mit Creme Nr. 1 und Creme Nr. 3 eincremen.
rheumatisch: täglich je 8 Tableteten Nr. 6, Nr. 9 und Nr. 11. Den Rücken mit Gelenk- und Muskelcreme eincre.
Einsatz von CERES Urtinktur Johanniskraut (Hypericum)
Die Dorn-Methode Die Dorn-Methode ist eine sanfte manuelle Therapie an Wirbelsäule und Gelenken.
Sie wird eingesetzt bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Gelenkproblemen. Sie ist eine Methode die auf der Kontrolle und Korrektur der Beinlängen basiert. Schon eine leichte funktionelle Differenz der Beinlänge kann bei vielen Menschen Ursache von Rückenbeschwerden sein.
Ungünstig verschobene Wirbelkörper können Blockaden erzeugen und den Energiestrom im Körper beeinträchtigen. Durch manuellen Druck und Bewegung entsprechender Muskeln können diese Blockaden gelöst werden. Da die einzelnen Wirbelkörper in Beziehung zu Organen und Psyche stehen, kann somit auch das Allgemeinwohl gestärkt und gefördert werden.
Video. Dorn Methode bei Rückenproblemen (bitte Ton einschalten und anklicken)