Was tun wenn Ihre Beine schmerzen?
Nehmen Sie sich Ihre Beine zu Herzen

Aktiv und erfolgreich im Beruf, fit und dynamisch in der Freizeit - vielen fällt das schwer, weil die Venen nicht mitspielen. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann leiden unter Venenschwäche, die sich zu Beginn durch müde, kribbelnde Beine, schmerzende, geschwollene Knöchel oder Krampfadern bemerkbar macht. Wer allerdings bereits erste Anzeichen ernst nimmt, kann rechtzeitig vorbeugende Massnahmen ergreifen und schwerwiegende Probleme aufhalten und lindern.

Für das Wohlbefinden unserer Beine sind die Venen von grosser Bedeutung. Sie sind die Drainagen, die verbrauchtes Blut und Gewebswasser abtransportieren, damit Haut, Muskeln und Bindegewebe der Beine immer mit frischem Blut und Gewebswasser versorgt werden.
Jede lebende Zelle unseres Körpers braucht pausenlos Sauerstoff und Nährstoffe. Gleichzeitig müssen die Abfall-Produkte, die in der Zelle entstehen, abtransportiert werden. Für beide Aufgaben ist der Blutkreislauf zuständig. Die Versorgung des Körpers mit frischem Blut übernehmen die Schlagadern, auch Arterien genannt. Die Venen bringen das verbrauchte Blut wieder zum Herzen zurück.

In den Arterien fliesst das sauerstoff- und nährstoffreiche Blut. Vom Herzschlag angetrieben, wird es bis in die entlegensten Organe und Körperteile gepumpt. Dabei verzweigen sich die Arterien immer stärker bis bis zu einem haarfeinen Netz von Gewebsäderchen, den sogenannten Kapillaren. Über diese Kapillargefässe findet der Stoffaustausch mit den Zellen statt: Sauerstoff und Nährstoffe werden an die Zellen abgegeben, Kohlendioxid und andere Abfallprodukte nimmt das Blut wieder auf.

Das sauerstoffarme und kohlendioxidreiche Blut sammelt sich in den Venen. Sie haben die Aufgabe, das "verbrauchte" Blut zum Herzen zurücktransportieren. Von dort gelangt es weiter in die Lunge, wo es sich wieder mit Sauerstoff anreichert.

Durch die Arbeit von insgesamt 7 Muskelpumpen wird das venöse Blut, rund 7 Liter pro Tag aus den Beinen zum Herzen zurückbefördert. Die Muskelpumpen müssen durch Bewegung aktiviert werden.
1. Zehen / Fuss-Sohlenpumpe.  2. Sprunggelenkspumpe.
3. Wadenmuskelpumpe.           4. Kniegelenkspumpe
5. Oberschenkelmuskelpumpe  6. Zwerchfellpumpe               7. Sogwirkung des Herzens.

 
Der Muskel presst die Venen zusammen rote Pfeile

Links der Muskel presst das Blut Richtung Herz, intakte Venenklappen sie verhindern den Rückfluss des Blutes.
Rechts defekte Venenklappen durch Krampfadern ausgeweitet, das Blut fliesst wieder zurück (Stauungen in den Beinen).

 
 So funktioniert die Venenpumpe

Ursachen und Risikofaktoren für eine Venenschwäche:

  • familiäre Veranlagung zu schwachem Bindegewebe ca. 80 % der Fälle
  • vorwiegend sitzende oder stehend Tätigkeit, Bewegungsmangel
  • Schwangerschaft
  • Empfängnisverhütung, "Pille"
  • Übergewicht
  • einengende Kleidung, die die Rosenvenen einengen, z.B. hautenge Jeans
  • Schuhe mit hohen Absätzen
  • Hormonbehandlung in den Wechseljahren

Die  LS-Regel beachten:

Liegen und Laufen ist Lobenswert, Stehen und Sitzen ist Schlecht
Viel Bewegung an frischer Luft - wenn möglich barfuss laufen - am besten täglich - ist der ideale Weg, um eine Venenbehandlung zu unterstützen oder eine Erkrankung zu verhindern.

 

Bemerken Sie die folgenden Symptome an Ihren Beinen, sollten Sie an eine Venenschwäche denken.

Erste Symptome einer Venenschwäche sind:

  • Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen
  • Beinschwellungen
  • Nächtliche Wadenkrämpfe
  • Juckreiz in den Beinen

Suchen Sie einen Arzt auf um frühzeitig eingreifen zu können.

Die häufigsten Venenprobleme:

geschwollene Beine
Krampfadern und Besenreiser

Venenentzündung
Venenthrombose
Offene Beine


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Wie können Sie vorbeugen oder schulmedizinische Massnahmen unterstützen.

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine Venenschwäche feststellt, ist Ihre Mithilfe gefragt. Täglich bewegen, alle Bewegungsformen bei denen die Fuss- und Beinmuskeln beansprucht werden. Weitere Tipps aus der Naturheilkunde:

Fuss-Gymnastik
Gehen
Sie auf einer weichen Unterlage im Kreis, zuerst nur auf den Zehenspitzen, dann nur auf den Fersen, jeweils mindestens eine halbe Minute.
Stellen Sie sich hinter einen Stuhl und stützen sich auf die Lehne. Langsam in den Zehenstand gehe und wieder senken, dann das gleiche auf den Fersen wiederholen. Diese Übung könne Sie auch unterwegs z.B. Bushaltestelle oder auch im Flugzeug stündlich wiederholen.
Legen Sie sich auf den Rücken, strecken Sie die Beine nach oben und lassen Sie die Füsse kreisen; anschliessend abwechselnd Strecken und Beugen der Füsse.

Bewegung
Gehen, Wandern, Langlauf, leichtes Jogging, Schwimmen, Nordic Walking mit Fussabroll-Technik, Fahrrad- oder Heimtrainer fahren, spezielle Fuss-Gymnastik etc. Beim sitzen Beine hochlagern, jeden Tag Fuss-Gymnastik Übungen.

Gesunde Ernährung
Versuchen Sie überschüssige Pfunde loszuwerden und achten und achten Sie auf regelmässige Verdauung. Eine vitamin- und mineralstoffreiche, ballaststoffhaltige Ernährung ist bei Venenproblemen empfehlenswert. Essen Sie 5 x täglich, Obst, Gemüse und 1 x Vollkornprodukte und trinken Sie 1,5 bis 2,5 L Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Hitze meiden
Wenn Sie in die Sauna oder ins Thermalbad gehen, sollten Sie die Beine darnach mit einem kalten Kneipp-Schenkelguss gut abkühlen. Intensive Sonnenbäder sollten Sie möglichst meiden.

Stauungen vorbeugen
Tragen Sie keine engen Kleidungsstücke, die die Durchblutung behindern. Ihre Absätze sollten zudem nicht höher als 3 cm sein. Schlagen Sie beim Sitzen die Beine nicht übereinander, diese Haltung führt zu Stauungen.

Unterwegs und auf Reisen
Legen Sie bei langen Autofahrten alle 2 Stunden eine Pause ein und vertreten Sie die Beine. Wenn Sie fliegen, sollten Sie einmal in der Stunde aufstehen. Empfehlenswert ist auch das Tragen medizinischer Kompressionsstrümpfe.

Heilpflanzen
Es gibt viele Heilpflanzen, die bei Venenbeschwerden Linderung bringen: Dazu gehören Rosskastanie, Hamamelis, Sonnenhut, Ginkgo, Arnika, Mäusedorn,  Buchweizen, Steinklee, Beinwell, Ringelblumen, Zinnkraut usw. Nutzen Sie die Heilkraft der Natur in Form von Frischpflanzentropfen, Spagyrik, Homöopathie, Salben oder Tees.

Kneippsche Wasseranwendungen
Wasseranwendungen wirken direkt auf den Wärmehaushalt des Körpers und sprechen durch gezielte Wärme- oder Kältereize des Wassers über die Hautnerven das vegetative Nervensystem an. Sie haben positiven Effekt auf kleinste Blutgefässe (Venen oder Arterien) und auf die verschiedenen Organe. Regelmässige Anwendungen können Gesundheit und Wohlbefinden erheblich steigern und haben einen Trainingseffekt für die Muskulatur und die Durchblutung der Gefässe.

Unterkörperwaschung
Waschen Sie Ihre Beine bis zum Oberschenkel mit einem kalten, nassen Leinentuch in 4 bis 6 Strichen ab. Immer mit dem rechten Bein beginnen. Nicht abtrocknen (Verdunstungskälte wirken lassen) und für Wiedererwärmung sorgen.

Taulaufen
Gehen Sie am Morgen früh im nassen Gras oder frisch gefallenen Schnee, bis der Kälteschmerz eintritt.

Wassertreten
Füllen Sie eine Fussbadewanne  wadenhoch mit kaltem Wasser. Im Storchenschritt heben Sie das eine, dann das andere Bein aus dem Wasser. Anfänglich 4-6 mal nach einiger Übung bis zu 30 mal.

Wechselfussbad
Empfehlenswert für kalte und schlecht durchblutete Füsse. Warmes Wasser (37 Grad) in eine Fusswanne füllen und 5 Minuten Füsse darin baden. Darnach  für 10-30 Sekunden in kaltes Wasser steigen oder mit dem Kneipp-Giessrohr kalt abgiessen. Vorgang nochmals wiederholen, dann Nässe gut abstreifen und trockene Socken anziehen. Für Erwärmung sorgen.

Fussreflexzonenbad
Gut geeignet bei chronisch kalten Füssen und arteriellen Durchblutungsstörungen. Auch bei leichten Krampfadern empfehlenswert. Es handelt sich hier um ein aufsteigendes Fussbad, bei welchem nur die Fuss-Sohlen und die Zehen im Wasser sind. Die Badedauer beträgt insgesamt 20 Minuten, wobei die Wassertemperatur von 35 Grad unter dem Zufliessen von heissem Wasser langsam auf 39 Grad bis 42 Grad innerhalb von 12 - 15 Minuten. Bei erreichen der Endtemperatur einige Minuten verharren, mit einem Kräuterzusatz von Rosmarin wird der Kreislauf angeregt. Anschliessend sollten Sie einen kalten Abguss machen eine Bettruhe von 30 Minuten einhalten - oder wie wär's mit einem zügigen Fussmarsch? Das Fussreflexzonenbad muss über längere Zeit durchgeführt werden.

Kalter Knie- und Schenkelguss
Diese Güsse sind die stärksten Wasseranwendungen der Kneipp-Therapie. Sie trainieren die Gefässverengung und Erweiterung und fördern damit aktiv die Durchblutung ist die wichtigste Voraussetzung für die Heilung aller Beinerkrankungen.
 

Einsatz von Schüsslersalzen bei Venenleiden, Vorbeugen und Therapie 3 x 4 täglich
Besenreisser, Rückbildung fördern Nr. 1, 9 und 11                 + kalte Kniegüsse
Krampfadern, Vorbeugung Nr. 1, 4, 9 und 11             + kalte Kniegüsse
Krampfadern, gestaut Nr. 10                                 + kalte Kniegüsse
Venenentzündung Nr.  4 + 9.                           + kalte Schenkelgüsse
offene Beine (Ulcus cruris) Nr.  3, 4, 9 und 10              gemäss Arzt

Hinweis: Das verwendete Kneippmaterial können Sie in einem Kneippverein beziehen.

   
                                                                   Weitere Venenhinweise

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