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| Giess- und Abhärtungskurs | Kneipp-Wassertherapie | Knieguss |
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Wasseranwendungen von heiss bis kalt für Jung und Alt Wasser als Vermittler natürlicher Lebensreize steigert die Leistungsfähigkeit, regt die Abwehrkräfte an und verbessert das Körperbewusstsein. Vorbeugend und therapeutisch wirken die Wasseranwendungen harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem somit auch auf die Psyche. Wasseranwendungen nach Kneipp sind individuell und fein abstufbar und können exakt auf die jeweilige Person und Situation abgestimmt werden. Werden Sie Mitglied im Kneippverein Meilen u. Umg. und profitieren Sie von den ermässigten Kurskosten. Besuchen Sie unsere 2 Grundkurse: "Giess- und Abhärtungskurs" sowie "Wickel- und Auflagenkurs" in Theorie und Praxis. Auch Ferienkurse für die ganze Familie. Neu auch Kurse für Mutter und Kind, teilweise mit Kinderhütedienst. (siehe Veranstaltungen) Durch Wasseranwendungen werden thermische Reize gesetzt, welche ein ausgezeichnetes Gefässtraining bewirken. Sie sind kreislauffördernd, regen die Durchblutung und die Lungenfunktion an. Ein gut durchblutetes Organ wird weniger krank oder ein kranker Organismus erfährt durch die Mehrdurchblutung eine nachweisbare Besserung. Durch die Mehrdurchblutung beschleunigt sich auch der gesamte Stoffwechsel, somit erfolgt eine umfassendere Energiezufuhr zu den Zellen und die Schlackstoffe werden rascher abgeführt. Dadurch steigert sich ihr Wohlbefinden wesentlich. Mit einem Erkältungsbad mit Zusätzen von Eucalyptus oder Thymian können Sie ein künstliches Fieber erzeugen. Dabei werden die "Fresszellen" im Immunsystem angeregt, die Bakterien und Viren schneller zu fressen, durch diesen Prozess werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Durch einen kalten Abguss nach dem Bad werden die an der Oberfläche liegenden Gefässe durch die Muskulatur der Arterienwand geschlossen (Vasokonstriktion). Die Mehrdurchblutung verlegt sich tiefer ins innere des Körpers. Resultat, Steigerung des Wohlbefindens und Speicherung einer wohltuenden Wärme. Ist das Wasser für den gesunden Menschen ein vorzügliches Mittel, seine Gesundheit und Kraft zu erhalten, so ist es auch in der Krankheit das erste Heilmittel. Es ist das natürlichste, wohlgefeilste und recht angewendet, das sicherste Mittel. Sebastian Kneipp
Jede Wasseranwendung trainiert unseren Kreislauf, Gefässe und Organe:
Abwehrsystem und Selbstheilungskräfte Da unser Wärmehaushalt vom Hypotalamus und dem vegetativen Nervensystem gesteuert wird, wirkt sich die bessere Durchblutung von Hautbereichen und zugeordneten Organen natürlich positiv auf das "Steuersystem Vegetativum" aus. Und das vegetative Nervensystem steuert auch unser Abwehrsystem (Immunsystem), das die Aufgabe hat, uns vor Krankheiten zu schützen und unsere Selbstheilungskräfte zu stärken und zu erhalten.
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Die heilsamen thermischen Reize des Wassers Ein Bericht von Kurt Diesmeier, dipl. WBA-, und Kneipp-Hydrotherapeut der Gesundheitspraxis Meridian in Obermeilen, Präsident des Kneippvereins Meilen und Umgebung, Nordic Walking Master Trainer, Meilen. Wohlbefinden durch Wärmeentwicklung (Reiz = Reaktion = Regulation) Ziel einer jeden Kneipp-Wasseranwendung ist Wohlbefinden und Wärmeentwicklung im Körper, die entsteht, weil die Haut und die dem behandelten Hautbereich zugeordneten Organe durch den Wasserreiz besser durchblutet werden. Das fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Organen und Organsystemen, von Gefässen, Kreislauf, von Abwehr- und Selbstheilungskräften, das gesteuert wird vom Nervensystem, möchte ich Ihnen etwas genauer erläutern. Nur so wird deutlich, wie wichtig es ist, dieses System zu trainieren und wie stark der Trainingseffekt von Wasseranwendungen auf den gesamten Organismus sein kann. Eine der Voraussetzung dafür, dass unsere Organe reibungslos funktionieren, ist eine gleichbleibende Kerntemperatur von 37 °C. Diese Temperatur muss stets erhalten bleiben, auch in wechselnden Situationen; Wenn sich im Körperinnern durch Stoffwechselvorgänge oder körperliche Bewegung Wärme entwickelt oder wenn aus Ausgleich der Aussentemperatur Wärme vom Körper abgegeben wird. Das innere Gleichgewicht (Homöostase) der Wärmeregulation erfolgt im Kleinhirn durch den Hypotalamus, welcher den Sollwert 37 Grad mit dem Istwert der Hautrezeptoren vergleicht, die Differenz zum Sollwert ist die Stellgrösse womit die Stellglieder der peripheren Gefässe eng (Vasokonstriktion) oder weit gestellt werden (Vasodilatation), bei höherer Aussentemperatur schwitzen wir und es bildet sich Verdunstungskälte. Der Kreislauf sorgt dafür, dass es nicht zu grösseren Schwankungen der Körperkerntemperatur kommt und damit zu Funktionsstörungen der Organe; Ausserdem reguliert der Kreislauf die Wärmeverteilung im Körper und transportiert Sauerstoff, Nährstoffe und Hormone und entfernt die angefallenen Schlackenstoffe. Wärmehaushalt und Organfunktionen Die Haut, ist neben dem Darm unser grössten Organ, ist durchzogen von kleinen Blutgefässen, den Haar- oder Kapillargefässen. Gesteuert vom vegetativen Nervensystem, das dem Willen nicht unterworfen ist, kann sich die Durchblutung dieser kleinen Gefässe durch Eng- und Weitstellen sehr stark verändern. Sind die Haargefässe weitgestellt (Vasodilatation), also gut durchblutet, wird die Körperwärme nach aussen abgegeben; sind die Gefässe enggestellt (Vasokonstriktion), wird die Wärmeabgabe stark reduziert und die Wärme verbleibt im Körper. (Abguss nach einem warmen Bad) das dem Willen nicht unterworfen ist, kann sich die Durchblutung dieser kleinen Gefässe durch Eng- und Weitstellen sehr stark verändern. Haut und Organe Nervenleitungen verbinden Hautzonen mit Organen und Muskeln. Verändert sich die Durchblutung von Hautzonen, hat dies Auswirkungen auch auf die ihnen zugeordneten Organe (headschen Zonen); Bessere Durchblutung von Hautbereichen hat ein besseres Funktionieren der zugeordneten Organe zur Folge, z.B. von Gehirn und Herz durch warme Hände (z.B. mit dem Kneipp-Armbad). Abwehrsystem und Selbstheilungskräfte Da unser Wärmehaushalt vom Hypotalamus und dem vegetativen Nervensystem gesteuert wird, wirkt sich die bessere Durchblutung von Hautbereichen und zugeordneten Organen natürlich positiv auf das "Steuersystem Vegetativum" aus. Und das vegetative Nervensystem steuert auch unser Abwehrsystem (Immunsystem), das die Aufgabe hat, uns vor Krankheiten zu schützen und unsere Selbstheilungskräfte zu stärken und zu erhalten. Das Abwehrsystem, das uns gesund erhält, hat ebenfalls mit der Haut, aber vor allem mit jenen das uns gesund erhält, hat ebenfalls mit der Haut, aber vor allem mit jenen das uns gesund erhält, hat ebenfalls mit der Haut, aber vor allem mit jenen Schleimhäuten zu tun, die den Nasen-Rachen-Raum und den Darm auskleiden. Über diese Schleimhäute gelangen Viren, Bakterien, Pilze in den Körper; sofort nach ihrem Eindringen werden diese Krankheitserreger von der "Gesundheitspolizei" (Fresszellen) unseres Körpers in Blut und Bindegewebe angegriffen und abgewehrt, also unschädlich gemacht. Eine Anregung des "Steuersystems Vegetativum" über die vermehrte Durchblutung von Haut und Schleimhäuten, von Organen und Organsystem wirkt also auch aktivierend auf unser Abwehrsystem, auf unsere Selbstheilungskräfte. Mit Echinacea (Sonnenhut) können Sie diese Wirkung noch verstärken. Den Kreislauf in Schwung halten Wenn wir die Durchblutung der Haut mit Hilfe von Wasserreizen anregen, aktivieren wir unseren Kreislauf, das "Schwungrad", das unsere Organfunktionen, den Wärmehaushalt, das Abwehrsystem und damit die Selbstheilungskräfte unseres Körpers in "Bewegung hält", das dieses fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel unterstützt und stärkt. Die heutige Lebensweise bietet unserem Kreislauf jedoch immer weniger Trainingsreize. Das Leben in geheizten und klimatisierten Räumen und unsere Kleidung schützen uns von den wechselnden Einflüssen von Wetter und Jahreszeiten, die unseren Kreislauf trainieren könnten. Der Bewegungsmangel infolge sitzender Tätigkeit tut ein übriges, den Kreislauf träge werden, ihn erstarren zu lassen. Ueberernährung und/oder falsche Kost führen leicht zu Übergewicht, und das macht den Kreislauf träge - ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Denn all dies führt letztlich zu Störungen im Abwehrsystem, es führt zu gesundheitlichen Störungen, zu Krankheiten. Wird unser Kreislauf dagegen ständig trainiert, z.B. mit Hilfe von Wasserreizen, hat dies tiefgreifende Wirkung auf das Zusammenspiel aller gesundheitserhaltenden Systeme unseres Körpers: Bei Anwendungen mit kaltem Wasser ziehen sich die Haargefässe in der Haut zusammen, was bedeutet, dass sie einen erfrischenden Reiz auf das vegetative Nervensystem ausüben; warmes Wasser hingegen erweitert die Hautgefässe. Bei Wechselanwendungen mit warmem und kaltem Wasser, also einem ständig wechselnden Reiz, werden die Gefässe trainiert, sie werden elastisch, der Wärmehaushalt des Körpers wird reguliert, das Vegetativum stabiler und gegen Belastungen von aussen (wie Stress) unempfänglicher. Da das vegetative Nervensystem als Steuerungszentrale über die Haut angesprochen wird, werden automatisch alle untergeordneten Funktionen aus dem körperlichen und geistig-seelischen Bereich harmonisiert: Herztätigkeit, Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Schlaf-/Wachrhythmus, Verdauung und Drüsentätigkeit, Immunabwehr, seelisches Gleichgewicht und Stimmungslage. Ziel aller Anwendungen: ist Wohlbefinden, Wärmegefühl, angenehme Müdigkeit oder - bei Kaltanwendungen - eine wohltuende Erfrischung. Wasserreize und Körpertemperatur (Güsse nur mit dem Schlauch oder Giessrohr) Alle Anwendungen können nur wirksam sein, wenn der Körper warm ist; prägen Sie sich bitte ein: Niemals eine kalte Anwendung auf die kalte Haut! Wasserreize wirken um so stärker, je weiter sie von der Hauttemperatur nach oben oder nach unten entfernt sind. Kalt- und Kühlanwendungen liegen im Bereich 5 - 18 °C, Warm- und Heissanwendungen bei 36 - 43 °C. Temperaturen von 32 - 35 °C empfinden Sie weder als warm noch als kalt, also indifferent, darum rufen Sie keine Reaktion im Körper hervor; sie haben also keine therapeutische Wirkung. Der durch körperliche Bewegung gut durchwärmte Körper ist die beste Voraussetzung dafür, dass eine kühle Anwendung, z.B. ein Guss, seine Wirkung entfalten kann. Eine Wechselanwendung wird vor allem dann gewählt, wenn körperliche Bewegung vorher nicht möglich ist. Eine Warmanwendung z.B. ein warmes Bad, dient in erster Linie der Entspannung - wichtig ist jedoch auch hier eine anschliessende Kaltabgiessung, damit der Körper die zugeführte Wärme auch behält, d.h. damit die Hautgefässe sich wieder schliessen. Verstärkung der Wirkung, z.B. bei einem Guss oder beim Wassertreten, können Sie erzielen, indem Sie sich nicht abtrocknen, sondern das Wasser nur mit den Händen abstreifen. Dadurch wird der Reiz des Wassers verstärkt (Verdunstungskälte), wodurch der Körper noch mehr zur Umleitung des Blutes angeregt wird. Ein kaltes Armbad entlastet den überhitzten Kopf, es regt den Kreislauf an und stärkt gleichzeitig den Herzmuskel (hilft bei regelmässiger Anwendung bei Herzrhythmusstörungen). |