Je mehr Kilos, desto höher das Risiko für Herztod

Übergewicht spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung des metabolischen Syndroms, Fachärzte warnen vor den Gesundheitlichen Folgen.

Übergewicht:
Übergewicht und Fettsucht, netter ausgedrückt Adipositas, sind nicht nur im Fastfood Land USA ein Massenphänomen. Auch in der Schweiz leidet bereits jeder Dritte an Übergewicht. Prof. Giargen Spinas nennt es die schiefe Ernährungs- und Bewegungsbahn, auf die wir, die PC Generation, geraten sind. „Unsere Gene sind für unsere Jägervorfahren programmiert. Diese legten täglich 15 Kilometer zurück, um Tiere zu erlegen und zu transportieren. Dabei verbrauchten Sie 25 Kalorien pro Kilo Körpergewicht. Wir bringen es Durchschnitt gerade noch auf 9 Kalorien, einschliesslich 1,5 Std. im Fitnesstudio“. Übergewicht, vor allem im Bereich des Bauches (Apfelform), ist aber die wichtigste Komponente eines metabolischen Syndroms. Wichtig: Nach 16.00 h Abends keine Kohlenhydrate mehr Essen und 1 – 2 Mal pro Woche das Nachtessen auslassen. (Tipp von Dr. Suwanda)

Diabetes 2
80% aller Typ 2 Diabetes (Altersdiabetes) haben ein metabolisches Syndrom. 90 Prozent der neu diagnostierten Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig. So das Fazit vo PD Dr. Roger Lehman, Diabetologe am Unispital ZH. „Und immer mehr dicke Kinder entwickeln einen Diabetes Typ 2, verursacht durch falsche Ernährung. und Bewegungsmangel. „In der Schweiz sind 19 Prozent der Mädchen und 10 Prozent der Knaben bereits übergewichtig“. Die Folgen sind gravierend: Das Risiko einer Herz-Kreislaufatacke ist bei Typ 2 Diabetikern zwei- bis dreimal so hoch wie bei Nicht-Diabetikern. Es drohen ausserdem Erblindungen und Fussamputationen. „Bereits ein Kilo Gewichtsverlust reduziert das Diabetesrisiko um 13 %“ sagt Roger Lehmann.

Zu viel Cholesterin
Vor allem das böse Cholesterin LDL ist bei Personen mit metabolischem Syndrom erhöht. Laut Prof. Edouard Battegay vom Unispital Basel erhöht sich das Risiko eines Herzinfarktes pro mmol/l über dem gewünschten Wert um 57%. Während bis vor kurzem noch ein LDL Wert von nicht mehr als 2,6 mmol/l gefordert wurde, um Herz-Kreislauf-Krankheiten zu vermeiden, zeigt die grosse amerikanische Prove-it-Studie, dass einer Senkung des LDL-Wertes auf 1,7 mmol/l das Risiko einer Herzkrankheit drastisch abnahm. Zu hohe LDL–Werte, verursacht durch fette Ernährung und Bewegungsmangel, produzieren Ablagerungen in unseren Gefässen. In der Schweiz stirbt bereits jeder vierte Mensch an einer Herzkrankheit.

Zu hoher Blutdruck
Ursachen des hohen Blutdrucks beim metabolischen Syndrom sind Belastung des Herzens durch Übergewicht, Sress, Genuss von Blutdrucksteigenden Mitteln wie Kochsalz, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Hoher Blutdruck schädigt die Gefässe nachhaltig und erhöht das Risiko für herzkrankheiten mit Angina Pectoris oder Herzinfarkt, Herzschwäche, Hirnschlag Nierenversagen oder Netzhautveränderungen. In der Schweiz leiden rund 1,4 Millionen Menschen an zu hohem Blutdruck. Wie alle Faktoren beim metabolischen Syndrom entwickelt sich auch der Blutdruck anfangs unbemerkt. Wird er nicht behandelt, kann er lebensbedrohlich werden: Das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko erhöht sich um das Doppelte bis Zehnfache.

Welche Rolle spielt das Immunsystem

Immunsystem wehrt im Organismus gefährliche „Eindringlinge“ wie z.B. Bakterien, Pilze und Viren ab. Diese Krankheitserreger gelangen auf verschiedenen Wegen in den Körper. Werden wir z.B. von unserem Gegenüber „angeniest“, gelangen winzige Tröpfchen beim Einatmen in unsere Nase. Man spricht hierbei von Tröpfcheninfektion. Sie treffen zunächst auf die Schleimhäute von Nase und Rachen. Dort werden sie von bestimmten Zellen, sog. Fresszellen, als fremd indentifiziert und vernichtet.
Bei diesem Kontakt werden vom Organismus Antikörper gebildet. Die Antikörper speichern die Informationen zur Bekämpfung des eingedrungenen Erregers und mobilisieren dabei eine breit angelegte Abwehrreaktion im Körper. Bei wiederholtem Kontakt eines Erregers der gleicher Art kann die Information wieder abgerufen werden und sofort steht ein sogenanntes gezieltes Abwehrmuster bereit. Die körpereigene „Feuerwehr“ kann sofort reagieren. Die Speicherung von Informationen sorgt dafür, dass man Infektionskrankheiten wie Massern oder Röteln in der Regel nur einmal in seinem Leben bekommt. Auch mit den Schutzimpfungen werden Antikörper gebildet, welche die Information speichern. Somit ist es ausserordentlich wichtig, das wir unser Immunsystem fortlaufend stärken. Geeignete Kurse bietet der Kneipp-Verein Meilen u. Umg. an.

Was gehört alles zu unserem Immunsystem? Zum Immunsystem gehören das Knochenmark, die Thymusdrüse, Lymphknoten, Mandeln, Milz, der Darm und die Haut. Bei typischen Altersleiden ist immer eine Beteiligung des Immunsystems festzustellen. Freie Radikale beschleunigen den Alterungsprozess. Antioxidanten verlangsamen den Alterungsprozess merklich. Es hat sich gezeigt, dass sie bis zu 50% lebensverlängernd wirken.

Fresszellen im Immunsystem

Vitamin D macht aufgeputschte Fresszellen müde

Wenn die Fresszellen des Immunsystems besonders aktiv werden, beginnen sie einen Hemmstoff zu produzieren, der auf sie selbst wirkt und ihre Aktivität wieder dämpft. Das haben Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig jetzt gemeinsam mit Kollegen in Hannover und Münster herausgefunden. Der Hemmstoff ist für Forscher und Ärzte ein „alter Bekannter“: Das Vitamin D3, früher vor allem für seine Rolle beim Knochenaufbau bekannt. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Blood.
Fresszellen oder Makrophagen sind im Immunsystem gleichsam die Kampftruppe fürs Grobe. Sie patrouillieren durch Blutbahn und Lymphgewebe und verleiben sich alles ein, was sie nicht kennen – ob Bakterien, Zerfallsprodukte oder Schmutzpartikel. Die Trümmer dessen, was sie gefunden haben, bringen sie dann zu anderen spezialisierten Immunzellen, die sie genauer untersuchen und feststellen, ob dem Organismus Gefahr droht.
Ist das der Fall, so setzt der Körper Interferongamma frei – ein chemisches Alarmsignal, das die Makrophagen erst so richtig „scharf“ macht. Sie sammeln sich jetzt am Ort der Bedrohung und setzen das ganze Arsenal ihrer biochemischen Waffen gegen die Fremdkörper ein. Dazu gehört etwa ätzendes Peroxid, mit Hilfe dessen sie aufgefressene Eindringlinge verdauen und damit unschädlich machen. Das jeweilige Organ oder Gewebe, in dem die Abwehr-Zellen jetzt wimmeln, bezeichnet der Arzt als „entzündet“.

Doch schon während sie in den Kampf ziehen – das stellten die Braunschweiger Forscher jetzt fest – schütten die Makrophagen Vitamin D3 aus. Das zügelt sie nach einer Weile wieder und lässt ihre Aggressivität abklingen. Der mögliche Sinn dieses Mechanismus: „Es handelt sich wahrscheinlich um eine Selbstkontrolle des Immunsystems“, erklärt Dr. Laura Helming, die in ihrer Doktorarbeit an der GBF den neuen Mechanismus entdeckt hat und jetzt als Nachwuchswissenschaftlerin an der Universität Oxford arbeitet. „Damit sollen Entzündungsreaktionen eingedämmt werden, bevor sie überschießen und zu extrem verlaufen.“ Dann nämlich könnten sie dem Körper sogar gefährlicher werden als der Erreger selbst: Ungehemmt wütende Makrophagen verursachen schwere Schäden, schlimmstenfalls sogar das Absterben von Körpergewebe. Deshalb sorgt die eingebaute Vitamin D3-Bremse dafür, dass die körpereigenen Krieger bald wieder müde werden.

Quelle natürlicher Antioxidantien

Lebensmittel Natürliche Antioxidantien
Oliven und Olivenöl Polyphenole
Rosmarin, Salbei, und andere Gewürze Kanosinsäure, Rosmarinsäure
Rotwein 1 dl pro Tag, blaue Trauben Pheneole, Anthocyane, Resveratrol
Sojabohnen Isoflavone, Folsäure
Grüntee Polyphenole, Katechine
Zitrus- und andere Früchte Bioflavonoide, Chalcone
Zwiebel, Knoblauch Bioflavonoide, Kämpferol

Schüsslersalze 3 x 2 Tabl. 6 Wochen lang Salz Nr. 2 und Salz Nr. 3 für Immunstärkung
Wie können Sie Ihr Immunsystem stärken? Abwehrkräfte: Zink und Selen ist günstig für ältere Menschen. Durch Zinkpräparate können ältere Menschen ihre Abwehrkräfte steigern. Dies ging aus einer Studie hervor, die Forscher an der School of Medicine der Unversität von Kalifornien, San Diego durchführten. Die Untersuchung ergab, dass 100mg Zink pro Tag bei Menschen im Alter von 66 bis 85 Jahren die antikörperproduzierenden Zellen verdoppelten. Antikörper werden gewöhnlich für die erste Abwehrlinie des Körpers gegen Krankheiten erachtet. Die empfohlene tägliche Zinkzufuhr beträgt 15 mg. Zinkreiche Nahrungsmittel sind Meeresfrüchte, Spinat, Pilze, Vollkornprodukte und Sonnenblumenkerne. Eine allgemeine Stärkung des Immunsystems erfolgt durch Vitamin A, Beta carotin, Vitamin C, Vitamin E, Selen und die Aminosäure L-Zystein. Also Vitalstoffe supplementieren. Wichtig ist auch genügend Schlaf 6 bis 8 Std. Zur Vorbeugung Immer die Hände mit Seife waschen.

Kneipp-Therapie: Mit den bewährten Abhärtungsübungen zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems: Wie Wassertreten, Taulaufen, Barfussgehen im Sommer oder Schneegehen im Winter, Trockenbürsten, Luftbad, Waschungen, Güsse, Wickel. Vor allem der Lendenwickel ist eine gute Präventivmassnahme; zu empfehlen ist die regelmässige Sauna und das Einschalten eines wöchentlichen kreislaufentlastenden Fastentages mit z.B. Molke. Mit Kneipps Abhärtungsübungen vorsichtig beginnen, die eigene Reaktion gut beobachten. Bei guten Reaktionen und nach etwas Training kann die Reizstärke allmählich vorsichtig gesteigert werden. Besuchen Sie einen Giess- und Abhärtungskurs im Kneipp-Verein Meilen.

Der Einsatz von Heilpflanzen: Morgentee mit Hagenbutten ergänzt mit einem Löffel Saddornmark. Trinken Sie zwischendurch Früchte- oder Heilkräutertee, den Sie zur Verbesserung Ihres Wohlbefindens entsprechend wählen oder kombinieren, wie z.B. zur Verdauungshilfe, Entschlackung, Verbesserung der Leber und Stoffwechselfunktion, Appetitanregung, je nach Ihrem persönlichen Wunsch und Bedürfnis. Besonders kräftigende Wirkstoffe auf das Immunsystem besitzt der rote Sonnenhut, die Echinacea. Ergänzen Sie deshalb Ihren Tee mit Echinaceatropfen. Der Saft der schwarzen Holunderbeere steigert die Abwehrkraft der Atmungsorgane und -wege.

Ernährung: Vitaminreiche Kneippkost. Viel Frischkost, Vitamin-C-reiche Früchte, Gemüse, rohes Sauerkraut, Salate und Keimlinge. Geben Sie vereinzelt frische Blätter oder Blüten der Kapuzinerkresse in den Salat. Die Kapuzinerkresse stärkt die Abwehrkraft. Für eine vitalstoffreiche Aufbaunahrung eignen sich Dörrbirnen und Datteln, Gelee royal, Propolis. Kur mit verdünntem Tomatensaft als Apéro vor dem Essen oder zwischendurch. Essen Sie Sauerkraut und Bifidus-Joghurt für eine gute Darmflora.

Bewegung: Viel Bewegung an frischer Luft, regelmässig leistungsangepasstes Ausdauertraining dreimal wöchentlich für 20 Minuten und je 30 Minuten Krafttraining, Ideal ist das Nordic Walking. Das vernüftige Sonnenbad beeinflusst Stoffwechsel und Immunsystem positiv. Nutzen Sie Ihre Freizeit sinnvoll. Die optimistische Lebenseinstellung erhöht die Widerstandskraft. Gute Laune, Fröhlichkeit und herzliches Lachen setzen Hormone frei, die das Immunsystem stärken. Das Immunsystem wird sehr geschwächt durch Stress, Ärger, Aufregung, Übergewicht, seelische Kränkung und unvernünftigen Genuss von Alkohol und Nikotin.

Dringend zur Aerztin oder zum Arzt bei:

andauernder Verschlechterung oder fehlender Besserung bei einer Selbstbehandlung

Fieberkrämpfen oder einem Fieberrückfall mit Atembeschwerden

Fieber bei Herz- Kreislaufstörungen, starke Benommenheit

Wie kann das Immunsystem Eindringlinge erkennen?
Fremde oder „feindliche“ Zellen von den körpereigenen zu unterscheiden, ist eine wichtige Aufgabe des Immunsystems. Zellen, also Krankheitserreger, Krebs- und gesunde Körperzellen, tragen auf ihrer Oberfläche molekulare Merkmale, so genannte Antigene. Mit ihnen lassen sie sich voneinander unterscheiden. Fremde Antigene werden von bestimmten Immunzellen erkannt, die den Eindringling direkt attackieren oder die Bildung von Antikörpern gegen das Antigen in Gang setzen. Antikörper sind Eiweißstoffe, die im Blut und Körperflüssigkeit zirkulieren und sich an das fremde Antigen binden können: Es entsteht ein Antigen-Antikörper-Komplex. Dabei bringt der Antikörper die fremde Zelle entweder direkt zum Absterben, oder er kennzeichnet sie, um andere Immunzellen anzulocken, die den Eindringling zerstören können.

Welche Bestandteile des Immunsystems sind wichtig zur Abwehr von fremden Zellen?
Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind die Hauptzellen des Immunsystems. Verschiedene Arten von Lymphozyten ergänzen sich im Kampf gegen fremde Zellen oder Krebszellen: B-Lymphozyten (B-Zellen) und T-Lymphozyten (T-Zellen):
B-Zellen bilden Antikörper, die sich frei in der Körperflüssigkeit verteilen, an Antigene anheften und fremde Zellen unschädlich machen können.
T-Zellen erkennen Eindringlinge oder Krebszellen anhand ihrer Antigene und bilden neben zytotoxischen (= zellzerstörenden) Stoffen auch Substanzen, die anderen Immunzellen bei der Arbeit helfen. Je nachdem heißen sie dann T-Killerzellen zellzerstörend) oder T-Helferzellen (helfend).
Monozyten und Makrophagen („große Fresser“) beseitigen Zelltrümmer von angegriffenen und abgestorbenen Zellen. Damit helfen sie, eine Abwehrreaktion so richtig in Gang zu bringen.

Dendritische Zellen patrouillieren durch den Körper und sammeln Informationen über fremde oder krankhaft veränderte Zellen. Dazu nehmen sie Antigene solcher Zellen auf und präsentieren sie anderen Immunzellen, beispielsweise den T-Zellen, die dadurch auf den Eindringling aufmerksam werden. Es beginnt eine Immunreaktion mit Jagd auf das präsentierte Antigen, in deren Verlauf die „Ziel“-Zellen aufgespürt, angegriffen und zerstört werden. Man bezeichnet dendritische Zellen auch als professionell antigenpräsentierende Zellen.

Zytokine sind Botenstoffe, die von Immunzellen gebildet werden, um mit anderen Zellen des Immunsystems zu kommunizieren und die komplizierte Abwehrreaktionen regulieren zu können. Gleichzeitig locken Zytokine Immunzellen an und verstärken so eine Immunreaktion. Zu den Zytokinen gehören beispielsweise Interleukine und Interferone.

Verschiedene Formen der Immuntherapie
Wissenschaftler erproben verschiedene Ansätze von Immuntherapien, um den körpereigenen Abwehrkräfte im Kampf gegen Krebszellen auf die Sprünge zu helfen. Man unterscheidet dabei die passiven und die aktiven Immuntherapien.

Für die passive Immuntherapie werden im Labor Immunstoffe, z.B. monoklonale Antiköper, hergestellt und dem Körper als Behandlung verabreicht. Dadurch profitiert das Immunsystem passiv von der zusätzlichen Kraft und Fähigkeit der verabreichten Immunstoffe.

Im Gegensatz dazu versucht man mit aktiven Immuntherapien im Körper einen Lernprozess in Gang zu setzen, der das Immunsystem befähigt, sich selbst aktiv gegen den Krebs zu wehren. Die Impfungen beispielsweise gehören zu den aktiven Immuntherapien: Durch den Impfstoff, der Stücke von Krebszellen enthalten kann, lernen T-Zellen des Immunsystems den „Feind“ kennen, womit die Abwehrreaktion gegen den Krebs im Körper angestoßen werden soll.

Das Immunsystem stärken mit Ernährung und Kneippen

Täglich ist der Mensch den Attacken von Bakterien, Viren und Pilzen ausgesetzt. Nur unserem wunderbar funktionierenden Immunsystem haben wir es zu verdanken, dass wir diese Angriffen nicht schutzlos ausgeliefert sind. In der Strategie des Abwehrkampfs stehen Abwehrzellen, Abwehrstoffe und Antikörper an vorderster Front. Es gilt diese Bestandteile des Immunsystems fit zu halten

PDF Hinweise und praktische Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Abwehrstärkende Vitamine
Vitamin A. Das Vitamin A hält und Schleimhaut funktionstüchtig. Ist dies nicht der Fall, können Viren und Bakterien die Schleimhautbarriere überwinden und in den Körper eindringen. Lebertran, der viel Vitamin A und D sowie Omega 3 Fettsäuren, ist nach neuesten Untersuchungen befähigt, dass Immunsystem zu stärken. Es kommt zu einer vermehrten Produktion von Abwehrkörpern, insbesondere von Interferon und Interleukin. Die Omega 3-Fettsäuren (wie Lebertran) halten das Blut dünnflüssig und verhindern Entzündungen. (wie auch täglich frischer Knoblauch).
Stärken Sie Ihr Immunsystem auch mit der Einnahme von Schüsslersalzen Nr. 3, 5 und 7 und durch Kaltanwendungen und Wechselgüsse nach Kneipp, 1 x pro Woche Saunabesuch..
Gute Quellen für Vitamin A sind Lebertran, Leber, Eigelb, Fische, Käse und für Provitamin A (Beta Karotin) Gemüse, Tomaten, Salate, Petersilie, Grünkohl, Kresse und Getreidekeime.

Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans so schützt es die Bausteine der Zellmembran vor den Angriffen der freien Radikalen. Freie Radikale sind hochaktive Sauerstoffverbindungen, die laufend im Stoffwechsel und durch bestimmte Medikamente und Umweltgifte entstehen. Nach Zufuhr von Vitamin E erfolgt auch eine Stimulierung des Immunsystems. Gute Quellen für Vitamin E sind Weizenkeimöl, Walnussöl, Distelöl, Sonnenblumenöl und Nüsse.

B-Vitamine B2, B6, B12 und Folsäure stärken die Aktiven T- und B-Zellen des Immunsystems, fördert die Bildung von Antikörpern. Gute Quellen für B-Vitamine sind: Hefen, Weizenkeime, Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, Leber, Innereien, Fleisch und Fisch.

Vitamin-C soll auch die Funktionsleistung der weissen Blutkörperchen erhöhen, die „Fresszellen“ zur grösseren Aktivität anregen und die Interferonfreisetzung ankurbeln. Gute Vitaminquellen sind: Acerola, Hagebutte, Sanddornbeeren, schwarze Johannisbeeren, Kiwi, Zitrusfrüchte, Petersilie, Paprika, Brokkoli, Grünkohl, Rot- und Weisskohl, Innereien.

Abwehrsteigernde Spurenelemente
Spurenelemente sind an den meisten biochemischen Prozessen im Organismus beteiligt. Sie sind unersetzlich für die Bildung vieler Hormone und Enzyme. Ohne diese „Hochleistungselemente“ könnten wir nicht richtig zeugen, wachsen, hören. riechen und schmecken. Die Blutbildung käme zum Stillstand, das Immunsystem wäre erheblich geschwächt, die Giftstoffe würden nicht eliminiert.

Eisen: Bei Eisenmangel wird die Aktivität der Fresszellen herabgesetzt. Es wird aber auch die Bildung von Antikörpern reduziert. Eine hohe Eisenzufuhr fördert jedoch auch das Wachstum von Bakterien. Wenn man also unkontrolliert Eisenpräparate einnimmt, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Gute Eisenquellen sind Hülsenfrüchte, Bierhefe, Sojabohnen, Weizenkeime, Amaranth, Getreide, Vollkornprodukte, Innereien.

Selen schützt vor vor Freien Radikalen, entgiftet krebsauslösende Stoffe wie Schwermetalle, aktiviert das Schilddrüsenhormon, erhöht die Spermienbeweglichkeit und stimuliert das Immunsystem. Gute Selenquellen Vollkornbrot, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, unpolierter Reis, Getreide (USA), Hülsenfrüchte, Hefe, Innereien, Fische Eier und Fleisch.

Zink aktiviert viele für den Menschen wichtige Enzyme, erhöht die Insulinwirkung, beeinflusst Sexualhormone, spielt bei Dämmerungssehen und bei Wundheilung eine Rolle. Zink ist notwendig beim Aminosäurestoffwechsel und unterstützt das Abwehrsystem. Zinkmangel verhindert eine Ausreifung der T-Lymphozyten, bewirkt eine Reduzierung des Thymusgewichtes und der Antikörperproduktion. Wer sich häufig mit Erkältungskrankheiten herumplagt, hat eventuell einen Zinkmangel Deshalb sollten diese Personen für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C und Zink sorgen. Gute Zinkquellen sind übrigens Hefe, Keime, Getreide, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Austern, Innereien, Fleisch, Käse. Der Zinkgehalt in Milch, Nüssen, Gemüse und Trinkwasser ist zwar geringer, aber für den täglichen Gebrauch keinesfalls zu unterschätzen.

Schüsslersalze 3 x 2 Tabl. 6 Wochen lang Salz Nr. 2 und Salz Nr. 3 für Immunstärkung
Für Detailangaben: via Kneipp-Tipps finden Sie die Vitamin- und Mineralstoff-Tipps

Video: Heilen mit Pilzen in der Chinesischen Medizin (MykoTroph Institut)

Sport: Sport stärkt die Abwehrkräfte, beugt Krankheiten vor, löst Spannungen und hebt die Stimmung. Doch zuviel schadet. Extremer Hochleistungssport oder kurzzeitig erschöpfende Kraftanstrengungen schwächen das Immunsystem.
Ein intensives Bewegungstraining mit Ausdauercharakter fördert dagegen die Immunabwehr. Geeignet sind Sportarten wie Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren oder Skilanglauf. Achtung: nicht von null auf hundert mit dem Sport loslegen, sondern langsam beginnen. Abhärtung: Kalt/warme Wechselduschen und Saunieren regen das Immunsystem an.
Bei Kneipp- Wasseranwendungen immer warm anfangen, mehrfach wechseln und kalt enden. Mit Kneipp-Giesrohr zuerst Herzentfernt beginnen. Einen Saunagang nicht abgehetzt oder übermüdet beginnen. Danach etwas an der frischen Luft umhergehen und sich mit kaltem Wasser abkühlen. Achtung bei Herz/Kreislaufproblemen (z. B. Bluthochdruck), keine eiskalte Schwalldusche oder Tauchbecken.

Heilpflanzen: Extrakte aus Heilpflanzen regen das Immunsystem an und steigern die Abwehrkräfte. So haben die Wirkstoffe aus Wildem Indigo, Lebensbaum und Sonnenhut positive Effekte auf die angeborene Immunabwehr. Sie erhöhen die Anzahl und Aktivität der Fresszellen, fördern die Bildung von Immunstoffen und bremsen die Vermehrung von Krankheitserregern — insbesondere Viren. Besonders erfolgreich wirken diese Heilpflanzen aber in der Kombination. Man kann sie sogar vorbeugend sowie bei einer bereits bestehenden Erkältung einnehmen, so dass sich die Erkrankungsdauer verkürzt.

Holunderblüten verfügen über gesunde Inhaltsstoffe

Die bewährte Heilpflanze ist in Mittel- und Südeuropa und in Asien beheimatet. Sie enthält ätherische Öle, Glykoside und Flavonoide. Deshalb wirkt ein Holunderblüten-Tee oder eine Auflage mit heiss überbrüten Blüten bei Erkältungen, rheumatischen Erkrankungen und fieberhaften Infekten schmerzlindernd, antibakteriell und schweisstreibend.

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Holunderblütensekt

Unwiderstehlich im Aroma, Sie können Ihren Besuch verwöhnen

10 grosse Holunderblütendolden
1 unbehandelte Bio-Zitrone (Reformhaus)
1 dl. Weisswein
1 dl. Weinessig
450 gr. Zucker
4,5 Lt. Wasser, weisse 5 L. Bülacherflasche im Landi in Egg, Fr. 7.70.-)

Blüten, in Scheiben geschnittene Zitrone mit der Schale, Wein, Essig, Zucker und Wasser zusammen in einen grossen Topf geben. Gut aufrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit einem Tuch zudecken und 4–6 Tage an der Sonne oder an einen warmen Ort stellen. Jeden Tag mindestens zweimal gut durchrühren. Wenn die Flüssigkeit anfängt zu gären und sich an der Oberfläche kleine Bläschen bilden, Flüssigkeit durch ein Tuch absieben. In Pet-Flaschen abfüllen (nicht ganz füllen). Damit sich der Geschmack richtig entfalten kann, sollte dieser Sekt noch mindestens vier Wochen im dunklen und kalten Keller gelagert werden.

Holundersekt besitzt einen relativ geringen Alkoholgehalt, ist aber trotzdem lange haltbar.

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Holunderblüten – Sirup

Unwiderstehlich aromatisch für Drinks
pro Flasche: ca. 680 kcal.

Für 3 Flaschen à 500 mL

20 Mittlere Dolden Holunderblüten
Saft von 3 Zitronen
500 gr Zucker

1. Holunderblüten vorsichtig abspühlen und abtropfen lassen. Zitronensaft mit dem Zucker und 500 mL Wasser aufkochen lassen. Blütendolden zugeben und mind. 2. Std. in der Flüssigkeit ziehen lassen.

2. Anschliessend durch ein Baumwolltuch abgiessen und in vorbereitete Flaschen füllen. Verschliessen und kühl aufbewahren. Der Sirup ist etwa 2 Wochen haltbar. Für eine längere Haltbarkeit Die Sirupflaschen bei 120 Grad (Umluft 100 Grad) im vorgeheizten Backofen etwa 20 Min. sterilisieren.
TIPP: 2 EL Holundersirup mit kaltem Sekt oder Wasser auffüllen.

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Gebackene Holunderblüten

Knusprig und ganz zart schmelzend
pro Portion: ca. 260 kcal.

Für 2 Personen

1 Ei (Grösse M)
2,5 EL Weizenmehl
125 ml Weisswein
1,5 EL fruchtzucker
8 – 9 Dolden Holunderblüten
in der Pfanne im Öl gebacken

1. Ei trennen. Eigelb mit Mehl in eine Schüssel geben. Wein hinzufügen, mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Teig etwa eine Stunde ruhen lassen.

2. Eiweis steif schlagen, dabei langsam den Fruchtzucker einrieseln lassen. Eiweiss gleichmässig unter den Teig ziehen. Holunderblüten ev. etwas zerteilen.

3. In der Bratpfanne mit etwas Öl auf beiden Seiten goldgelb anbraten. Darnach mit etwas Zimt sofort servieren.

Fritierte Holunderblüten
Zutaten für
4
Portionen
20 Holunderblütendolden
50 g Mehl
1 Ei(er), getrennt in Eigelb und Eiweiss
1 Prise Salz
200 g Himbeeren
50 g Zucker
50 ml Sahne
2 TL Himbeergeist
Öl, oder Kokosfett zum Ausbacken
Puderzucker
ZUBEREITUNG

Anklicken zum Vergrößern von Fritierte Holunderblüten
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Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit der Milch und dem Eigelb zu einem glatten Teig verrühren. Eiweiss und Salz zu steifem Eischnee verschlagen und Kühl stellen.
Die Blüten trockentupfen (nicht mit Wasser waschen!)

Die Himbeeren durch ein Sieb streichen (oder pürieren, wenn es schnell gehen soll), mit dem Zucker und dem Himbeergeist verrühren und als Sauce auf einen Dessertteller geben. Ein paar Klackse Sahne dazugeben und mit einem Holzstäbchen nette Muster in die Sauce rühren.
Den Teig und den Eischnee verrühren.

Das Öl bzw. Fett zum Ausbacken erhitzen (geht auch in der Friteuse), die Blüten am Stil halten und in den Teig tauchen, etwas abtropfen lassen und jede Blüte ca. 2 Min. frittieren. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben. Pro Person 3 Blüten auf einen Dessertteller geben.

Wem das zu puristisch ist, der gibt noch eine Kugel Vanilleeis dazu.

Das gleiche funktioniert auch mit Zucchini- oder Kürbisblüten.

Die Hitliste der gesündesten Lebensmittel

Mit der Ernährungstherapie von Kneipp, länger jung, länger fit, kurzum die Kunst der natürlichen Verjüngung. Die Zauberformel heisst: die richtigen Lebensmittel essen. Schmecken prima und stecken voll hochwirksamer Substanzen, die auf natürliche Weise Power bringen, für gute Laune sorgen und vor Krankheiten schützen. Denn vollen BIO-Benefit bekommen Sie natürlich nur, wenn Obst und Gemüse frisch und reif sind, möglichst unbelastet von Schadstoffen sind und aus ökologischer Produktion stammen.

Sprossen und Keimlinge
Roh-Kost – Schlank und fit mit Sprossen (05:56) (anklicken)
Gottfried Lagler brachte noch vor einigen Jahren 25 Kilogramm mehr auf die Waage. Bis ihm ein Arzt mitteilte, dass er am besten Wege sei, einen Schlaganfall zu bekommen. Seit diesem Tag hat der damals 40-Jährige seine Ernährung komplett umgestellt. Der gelernte Koch baute Rohkost und vor allem Sprossen in seinen täglichen Speiseplan ein und verlor dadurch massiv an Gewicht. Doch damit nicht genug – auch seine Rückenschmerzen sind verschwunden. „Bewusst gesund“ hat aus diesem Grund zur „Sprossenkost“ geladen
Ä p f e l, multitalente mit Immunpower
Unbedingt zugreifen! Die knackigen Früchte bieten geballte Gesundheit. Viel Vitamin C zur Stärkung des Immunssystems. Reichlich Mineralstoffe wie Calcium und Eisen sind gut für Knochen, Zähne und Blutbildung. Pekin, einlöslicher Ballaststoff, aktiviert den Darm und reguliert die Blutfette. Flavonoide und Phenolsäuren aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe setzen frei Radikale nachweislich schachmatt. Stimmt schon was die Engländer sagen: „An apple a day keeps the doctor away!“ Am besten: Äpfel warm abwaschen, trockenreiben und mit Schale essen.

A v o c a d o s Jungbrunnen für Haut und Haare.
Jede Menge ungesättigte Fettsäuren und Vitamine machen sie zu wahren Powerfrüchten. Die gesunden Fettsäuren regulieren den Cholesterinspiegel, B-Vitamine schützen den Kreislauf und Herz. Ausserdem liefert die mussig schmeckende Frucht reichlich Vitamin E, das als natürlicher Jungbrunnen gilt – es bremst den Alterungsprozess, beugt Falten und Hautflecken vor. Biotin, ein weiterer Anti-Age-Stoff, sorgt für strahlenden Teint, feste Fingernägel und glänzendes Haar. Schmeckt auch als Brotaufstrich: zerdrücktes Fruchtfleisch mit Knoblauch und Zitronensaft mischen, Salz und Pfeffer abschmecken.

B e e r e n Profiteam gegen Bakterien und Viren.
In Sachen Geschmack und Gesundheit trumpfen die Kleinen gross auf. Eine ganze Palette an Inhaltsstoffen machen z.B. Viren und Bakterien den Garaus, hemmen . Tumore, stärken das Herz und senken das Cholesterin. Die aromatischen Früchtchen sind reich an Vitamin C, Eisen, Folsäure, Calcium und Kalium. Damit puschen sie den Stoffwechsel, entschlacken, regen die Verdauung an, stärken die Abwehr. Anthocycane, natürliche Farbstoffe, schützen zudem von stressbedingten Radikalen, wirken so gegen Fältchen und sorgen für eine frische Gesichtsfarbe. Wichtig: die empfindlichen Beeren nicht lange liegen lassen – sofort geniessen.

B r o k k o l i Antikrebsgemüse der ersten Wahl.
Steht bei Feinschmeckern und Medizinern gleichermassen hoch im Kurs. Hochkarätige Inhaltsstoffe machen in zum wirksamen Anti-Krebs-Gemüse. Seine cholesterinsenkende Wirkung schützt Herz und Kreislauf. Zudem enthält das grüne Gemüse das Stresskiller-Mineral Magnesium, viel knochenstärkendes Calcium und reichlich Balaststoffe . Gut zu wissen: Alle bioaktiven Wirkstoffe im Brokkoli sind hitzeempfindlich – also möglichst oft roh verzehren, sonst nur kurz blanchieren oder in wenig Wasser knackig dünsten.

E i e r Bausteine für die gute Laune
Wussten Sie, dass Eier zu den wirkstoffreichsten Lebensmittel gehören? Ihr Gehalt an den fettlöslichen Vitaminen sowie den Vitaminen B2, B12 und Folsäure ist ungewöhnlich hoch. Lecithin ist ein wichtiger Nährstoff für das Gehirn und Nerven, Vitamin D sorgt für stabile Knochen. Eier enthalten Tryptophan, diese Aminosäure ist unmittelbar auf Aufbau des Gute-Laune-Hormons Serotonin beteiligt, kontrolliert aber auch den Wach-Schlaf-Rhythmus und das Sättigungsgefühl. Gönnen Sie sich sonntags ein Frühstücksei!

F e n c h e l Geheimknolle für Body und Soul
Die knackige Knolle mit dem leicht süsslichen Änisgeschmack tut Körper und Psyche gut. In Erkältungszeiten regelmässig Fenchel Essen, den die grossen Mengen an Vitamin C – doppelt soviel wie in Orangen – und die ätherischen Öle beugen Husten und Bronchitis vor, beruhigen und Entspannen. Das eisenreiche Gemüse fördert die Sauerstoffversorgung und enthält extra viel Vitamin E, das den frühzeitigen Alterungsprozess von innen und aussen bremst. Gefässe und Haut bleiben so schön elastisch. Lecker: geraspelter Fenchel mit Olivenöl, Zitronensaft und Petersilie.

S e e f i s c h e Energieklick aus dem Ozean
Lachs, Makrele, Sardine, Hering und Thunfisch sind echte Fitness-Fische. Denn sie haben die höchsten Werte an Omega-3-Fettsäuren, die die Nervenzellen schützen und ihren Informationsfluss beschleunigen, die Fliessgeschwindigkeit des Blutes verbessern und den Cholesterinspiegel senken können. Wissenschaftler fanden heraus, dass Migräne-Geplagte Linderung verspürten, wenn Sie Seefische assen. Die Kombination von hochwertigen Eiweissbausteinen mit den Vitaminen D, B6 und B12, dazu hohe Mengen an Kalium und Jod sorgen für einen Turbo-Effekt, heben die Stimmung, erhöhen das sinnliche Empfinden. Ein Genuss der Lust und Laune macht – am besten zweimal pro Woche.

G e t r e i d e volles Korn für volle Kraft
Hafer, Roggen, Gerste, Reis – sie machen mächtig Power. Weil in ihnen alles steckt, was der Body braucht: komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiss, Vitamine und Mineralstoffe. Dazu wenig aber bestes Fett. Und eine Menge sekundäre Pflanzenstoffe. Die Alleskönner fördern die Verdauung, schützen schützen vor Brust- und Darmkrebs, den Blutzucker- sowie den Cholesterinspiegel, steigern die Konzentration, stärken die Nerven und entgiften. Funktioniert aber nur, wenn wir zu Vollkörnigem greifen – die wirksamen Substanzen sitzen überwiegend in den Randschichten.

H ü l s e n f r ü c h t e Pflanzliches Eiweiss in rauen Mengen
Nur mit Bohnen, Erbsen und Linsen gelingt es, eine ordentliche Portion pflanzliches Eiweiss auf den Teller zu bekommen – das ist vor allem für Vegetarier wichtig. Hülsenfrüchte senken den Cholesterinspiegel, stärken das Immunsystem und schützen vor Darmkrebs. Sorgen ausserdem für starke Knochen und gute Nerven. Für Diabetiker sind Erbsen & Co. Bestens geeignet, da kaum blutzuckerwirksam sind. Praxistipp: Beim Einweichen getrockneter Hülsenfrüchte landet ein Grossteil der wertvollen Inhaltsstoffe im Einweichwasser, deshalb beim Kochen mitverwenden.

I n g w e r Pflanzliches Eiweiss in rauen Mengen
Die hoch aromatische Wurzel hat in Asien ihren festen Platz in der Küche wie in der Medizin. Hauptinhaltsstoff des frischen Ingwer ist das ätherische Öl Gingerol. Es wirkt schmerzlindernd und krampflösend, hilft bei hohem Blutdruck und beugt Gefässverengungen vor. Ingwer hat sich auch bei Übelkeit, Reisekrankheit, Schwangerschaftserbrechen, Kopfschmerzen und Migräne bewährt. Zudem bringen die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Eisen den Stoffwechsel auf Trab, wirken verdauungsfördernd und entschlackend. Sehr bekömmlich: Ingwertee – 3 bis 4 dünne Ingwerscheiben 10 Minuten mit ¼ Liter Wasser kochen, durchsieben. Nach Geschmack mit Honig würzen.

K a r t o f f e l n Sattmacher mit wenig Kalorien
Nur das beste lässt sich von der Alleskönner-Knolle berichten. Sie enthält die meisten lebenswichtigen Mineralstoffe im optimalem Verhältnis, wirkt basisch und entschlackend, macht kalorienarm satt. Kartoffeln liefern reichlich Vitamin C sowie pflanzliches Eiweiss in bester Qualität. Kombiniert mit Milch oder Ei toppen Sie damit allemal ein Stück ein Stück Fleisch. Ihre Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe schützen effektiv vor Krebs. Ernährungsexperten empfehlen, jeden Tag 250 Gramm Kartoffeln zu essen. Grüne Stellen wegschneiden, sie enthalten die giftige Substanz Solanin.

K i w i s Fitness-Power unter rauer Schalle
Schon mit ein bis zwei Früchten decken Sie ihren täglichen Bedarf am Allroundtalent Vitamin C. Es stärkt die Abwehrkräfte, macht freie Radikale unschändlich und puscht die Leistung. Vitamin C ist aber auch ein Schlankmacher, dennn unter seiner Mitwirkung werden fettschmelzende Hormone und der Fatburner Carnitin gebildet. Neuere Studien zeigen, das Kiwis noch weitere Fitmacher enthalten: Carotionoide und Flavonoide aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Sie verhindern schädliche Oxidationen, schützen Zellen und Gefässe. Als Finessnack halbieren und auslöffeln. Die wertvollen Stoffe sitzen direkt unter der Schale.

K o h l g e m ü s e Schutztruppe für Magen und Darm
Alle Mitglieder dieser Grossfamilie – z.B. Weiss- und Rotkohl, Grün-, Rosen- und Spitzkohl, Wirsing, Kohlrabi – stecken voll effektiver Schutzstoffe. Da sind Vitamine C und E, Kalium, Folsäure, eine Reihe sekundärer Pflanzenstoffe und reichlich Ballaststoffe. Im Team bekämpfen sie Entzündungen und Infekte helfen bei Magen- Darmproblemen, können den Cholesterinspiegel senken und Krebserkrankungen vorbeugen. Gut zu wissen: Hitze bekommt der bioaktiven Power nicht. Kohl am besten roh oder kurz gegart auftischen.

K a r o t t e n Balsam gegen UV-Strahlung
Mit ihrem hohen Beta-Carotin-Gehalt toppen die gelben Rüben alle Gemüsesorten. Stärken Immunsystem und Sehkraft, spielen Schutzengel für die Haut. Vor dem Skiurlaub im Hochgebirge und vor Fernreisen viel rohen Rüblisalat essen. Durch die intensive UV-Strahlung bilden sich reichlich freie Radikale, die den Carotinvorrat schnell aufbrauchen. Sind die Speicher, kann kein Immunschutz aufgebaut werden. Deshalb erkälten sich viele Menschen im oder nach dem Urlaub. Wer empfindliche Haut hat, kann mit gut gefülltem Carotinspeicher Sonnenbrand vorbeugen, bräunt schneller. Wichtig: Rübli immer mit etwas Fett dünsten, so nimmt der Körper das Carotin am besten auf.

J o g h u r t Stärkung fürs Immunsystem via den Darm
Die Milchsäurebakterien im Bifidusjoghurt aktivieren das Immunsystem ganz allgemein. Sind richtige Profis darin, das Wachstum von Krankheitskeimen im Darm zu unterdrücken. Mediziner raten Patienten, die Antibiotika einnehmen, regelmässig Joghurt zu essen, damit sich die vom Medikament strapazierte Darmflora regenerieren kann. Joghurt kann aber nur optimal wirken, wenn er nicht pasteurisiert wurde. Noch lebende Milchsäurebakterien enthält und möglichst ungezuckert gegessen wird. Besonders effektiv sind die rechtsdrehenden Milchsäurebakterien im Bifidus-Joghurt.

N ü s s e Nervennahrung zum Knabbern
Nüsse sind randvoll mit Vitastoffen wie Aminosäuren, B-Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem reichlich ungesättigten Fettsäuren Diese Kombination reduziert Stress-Symtome, stärkt das Nervenkostüm, fördert die Konzentration und vertreibt Müdigkeit. Macht also aktiv und erhält fit, prima für Stimmung und Wohlbefinden. Bei allen Vorzügen: Nicht zu viele Nüsse naschen. Es sind reichlich Kalorien drin!

O l i v e n ö l Edelschmiere für Herz und Kreislauf
Wichtige Säule der hochgelobten Mittelmeerküche, die als wahrer Jungbrunnen gilt. Kaltgepresstes Olivenöl besteht fast nur aus ungesättigten Fettsäuren und kann das gefässschädigende LDL-Cholesterin senken. Das hält die Arterien elastisch und schützt vor Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zudem liefert Olivenöl reichlich Vitamin E, das als Gegenspieler der freien Radikale die Zellen schützt, die haut gesund und geschmeidig macht. Beste Qualität: “Natives Olivenöl extra“.

P a p r i k a s c h o t e n Spitze in der Infektabwehr
Das Gemüse spielt in der Spitzenliga der Vitamin-C-Spender, kann in Sachen Beta-Carotin auf den ersten Plätzen mithalten und sein Gehalt an Flavonoiden und Vitamin E ist beachtlich. Ideale Voraussetzungen, um neuen Elan ins Zellgeschehen zu bringen und das Immunsystem auf Höchstleistung zu kicken. Die farbenfrohen Schotten schützen vor Infektionen aller Art, Durchblutungsstörungen, Arterienverkalkung und grauem Star. Für Abwehrschwache Menschen ist regelmässiger Paprikagenuss ein Must! Am besten roh im Salat, als Streifen mit Dip oder für Antipasti kurz gedünstet.

T o m a t e n Rote Karte für freie Radikale
Lycopin, die Substanz, der die Tomate ihr leuchtendes Rot verdankt, stärkt das Herz, zählt zu den wirksamsten Radikalenfänger und reduziert dadurch das Krebsrisiko beachtlich. Neben viel Vitamin C enthalten die prallen Früchte auch reichlich Beta-Carotin und Vitamin E – sie schützen vor allem die Haut vor schädlichen UV-Strahlen. Lycopin ist vom Körper am besten erhitzt verwertbar, z.B. als Tomatensuppe. Wissenschaftler haben festgestellt, das sich das Prostata hypertrophierisiko halbiert, wenn sie wöchentlich etwa zehn Portionen frischen Tomaten konsumieren. Die Wissenschaftler erklären den Befund damit, dass Tomaten besonders viel Lykopin enthalten, ein Pflanzenhormon mit stark antioxydativer und zellschützender Wirkung.

Z i t r u s f r ü c h t e Saures gegen Stress und Gifte
Orangen, Grapefruits, Zitronen oder Limetten liefern vor allem im Winter wertvolles Vitamin C. Es macht als Antioxidans aggressive Sauerstoffmoleküle unschädlich, die vor allem durch Stress, Rauchen, Alkohol, zu wenig Schlaf und Umweltgifte entstehen. Wirksamer noch als Saft sind geschälte Früchte – in ihren weissen Schalenanteilen und Segmenthäutchen stecken Flavonoide, die die Wirkung von Vitamin C um ein Vielfaches verstärken. Der Synergieeffekt unterstützt das Immunsystem, Herz und Gefässe. Blitzschneller Frischekick: halbe Zitrone auspressen, mit Wasser trinken.

Hirnschlag: Blitz aus heiterem Himmel?

12500 Personen in der Schweiz fallen jährlich einem Hirnschlag zum Opfer, Tipps wie Sie Hirnschlagsrisiken vermindern können.
Jeder dritte Hirnschlag kündigt sich mit Warnsignalen an. Bei diesem „Mini-Hirnschlag“, auch Streifung genannt, kommt es zu einer vorübergehenden Minderdurchblutung des Gehirns. Die Folgen: plötzliche Gefühlsstörung, Taubheitsgefühl, kurze Lähmung von Hand, Arm oder Bein, vorübergehende Sprach- oder Sehstörung, Drehschwindel. Nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei, und betroffene vergessen das Ereignis wieder. Mit schwer wiegenden Folgen, denn ca. die Hälfte wird innerhalb eines Jahres einen Hirnschlag erleiden.

– Ist die Gefahr erkannt, können die Risikofaktoren, die zu einer unterbrochenen Durchblutung des Gehirns, und damit zum Hirnschlag führen gesenkt werden. (Ginko-Präparat einsetzen)
– Damit das Gehirn all seine Funktionen erfüllen kann, braucht es – ausser dem Herzen – mehr Blut als alle anderen Organe. Die meisten Hirnschläge sind die Folge von arteriosklerotischen Veränderungen in den Gefässen. Diese Ablagerungen an den Innenseiten der Gefässe können zum Verschluss einer Arterie führen, oder ein Blutgerinnsel kann an einer engen Stelle stecken bleiben und so die Blutzufuhr unterbrechen. Ohne Therapie erhält der Hirnbereich hinter dem verstopften Gefäss nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe und geht zugrunde. Welche Funktionen dadurch betroffen sind, hängt von der Lokalisation und dem Ausmass der Unterbrechung der Blutzufuhr ab.

Dem Hirnschlag vorbeugen durch den Einsatz der Kneipp-Therapie, mit Wasser-anwendungen und mit Ginko-Präparaten die Durchblutung fördern.
Vorbeugung auch mit Schüsslersalzen Nr. 1 + Nr. 9 und Nr. 10. Zwischen 30 und 50 % der Hirnschläge liessen sich verhindern, wenn die folgenden Risikofaktoren verhindert oder behandelt würden:
Bluthochdruck ist der wichtigste und häufigste Risikofaktor für einen Hirnschlag um diesen zu senken, genügt manchmal das Erreichen des Idealgewichts, regelmässiges Bewegungstraining und Einschränkung des Alkoholkonsums. Auch die Kneipp-Therapie kann regelmässig eingesetzt werden (Wasseranwendungen und Heilpflanzen). Im Kneippverein Meilen können Sie sich fachmännisch ausbilden lassen. Andernfalls stehen Medikamente zur Verfügung, also frühzeitig zum Arzt gehen. Vorbeugung mit Schüsslersalzen Nr. 1 + Nr. 2 + Nr.. 7 + Nr. 8 + Nr. 9 und Nr. 11, je 3 x 3 Tabletten täglich. (Schüsslersalz Nr. 5 meiden.) Einsatz von CERES Urtinktur Weissdorntropfen pro Tag 3 x 3 Tropfen auf die Zunge träufeln. Jeden Tag Kneipp-Schenkelgüsse am Abend.

Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfettwerte vermeiden und durch ausgewogene vollwertige Kneipp-Ernährung (mit viel Obst und Gemüse) und viel Bewegung. Nötigenfalls mit Medikamenten. Durch den Arzt kontrollieren lassen. Einsatz von CERES Urtinktur Arti-schockenblätter pro Tag 3 x 3 Tropfen auf die Zunge träufeln.
Das Rauchen sofort aufgeben und auf übermässigen Alkoholkonsum verzichten
Ist ein Blutgefäss verstopft, beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Kommen die Patienten sehr rasch, idealerweise innert weniger als drei Stunden nach Auftreten der Hirnschlagsymtome zur Behandlung, kann das verursachende Blutgerinsel mit so genannten Thrombolytika aufgelöst werden. Gelingt dies und kommt der Blutfluss wieder in Gang bevor Hirnzellen zu- grunde gegangen sind, kann sich eine Lähmung oder ein anderes Defizit rasch wieder zurückbilden. Diese Patienten verlassen nach wenigen Tagen das Spital als „gesunde“ Patienten.
Leider ist die Therapie nicht in allen Fällen erfolgreich, und etwa 90 % der Patienten kommen zu spät ins Spital, 20 bis 25 Prozent der Patienten sterben, und rund ein Drittel bleibt im täglichen Leben auf fremde Hilfe angewiesen oder kommt in den Rollstuhl und wird pflegebedürftig. Siehe auch: www.swissheart.ch
Verhalten im Notfall:
Werden Hirnschlag-Patienten innerhalb von drei Stunden nach Symtombeginn hospitalisiert, bestehen die besten Chancen, das Spital ohne bleibende Schäden oder Behinderung wieder verlassen zu können.
Nicht abwarten, sondern sofort die Ambulanz über die Notrufnummer 144 rufen. Haben Sie keine Angst vor einem falschen Alarm.
Am Telefon Adresse, Name und Alter des Patienten angeben.
Patient auf einem Bett oder Sofa lagern. Ist sie oder er zu schwer und liegt am Boden, legen Sie Kissen und Decken unter Kopf, Nacken und Rücken.
Enge Kleider öffnen.
Wohnung und Treppenhaus beleuchten. Den Nachbarn bitten, die Ambulanz einzuweisen.
Beim Patienten bleiben und ihn beruhigen.

Gegen Erkältung ist ein Kraut gewachsen wichtige Hausmittelchen

Heilpfanzen, Lebensmittel und ihre Anwendung
Erkältungen
allgemein
Trinken: Holunderblüten oder -beeren als Sirup, heisse Honigmilch mit
einem Schuss Grappa oder Ingwertee mit Zitronensaft
Halsschmerzen Trinken: heisse Honigmilch mit einem Schuss Grappa
Gurgeln: Zitronensaft und Wasser im Verhältnis 1 zu 3 gemischt; 2 Deziliter Wasser, gemischt mit 2 Teelöffeln Honig und 3 Teelöffeln Apfelessig; Salbeitee oder fünf Deziliter abgekochtes Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Kochsalz
Halswickel: Magerquark im Gazetuch oder direkt auf die Haut legen, mit mehreren Baumwolltüchern abdecken und befestigen, etwa 20 Minuten wirken lassen
Brustwickel: halbierte Zitronen in einem halben Liter Wasser auskochen, etwas abkühlen lassen, Schalen anritzen, damit das ätherische Öl austreten kann; Gazetuch in der warmen Flüssigkeit benetzen und für Wickel auf Brustkorb verwenden. Aufsteigendes
Halsschzmerzen ganz am Anfang Kneipp-Fussbad aufsteigend von 36 Grad langsam bis 41 Grad, dauer 15 Minuten.
Schnupfen Spülung: mit Kochsalzlösung die Nase spülen
Balsam: Nasenöffnungen zum Schutz der Haut mit Olivenöl einreiben
Inhalieren: Dämpfe von Thymiantee
Dämpfe: halbierte Zwiebel neben das Bett legen
Trockener Husten ohne Fieber Trinken: heisse Honigmilch mit einem Schuss Grappa
Inhalieren: Dämpfe von Thymian- oder Lavendeltee
Umschlag: heisse Gschwellti zerdrücken und in ein Gazetuch einwickeln; das Päckchen auf den Brustkorb legen, mit Baumwolltüchern umwickeln und zirka 30 Minuten lang wirken lassen
Brustwickel: in Olivenöl getauchtes Gazetuch in Plastiksack zwischen Bettflaschen erwärmen, dann das Gazetuch im Bronchienbereich auf die Haut legen, mit weiteren Baumwolltüchern abdecken und eine halbe Stunde lang wirken lassen
Zwiebel-Hustensirup: 2 gehackte Zwiebeln mit 2 Esslöffeln flüssigem Honig vermischen, zwei Stunden ziehen lassen, absieben und mehrmals täglich einnehmen
Feuchter Husten (Bronchitis) Trinken: viel Fencheltee
Inhalieren: Dämpfe von Salbeitee
Brustwickel: Weisskohl- und Wirzblätter waschen, Mittelrippe entfernen, mit leerer Flasche darüber rollen, bis sich ein starker Geruch entwickelt, oder eine Minute blanchieren; dachziegelartig auf die Haut auflegen, mit Tüchern umwickeln, eine Stunde wirken lassen; lauwarm abwaschen
Stirnhöhlenentzündung Leinsamenpäckchen: mit wenig Wasser gekochte Leinsamen in Gaze einwickeln, zu mehreren Päckchen formen; während 30 Minuten alle fünf Minuten ein neues heisses Päckchen auf Stirn und Nasenwurzel legen
Meerrettich: eine kleine Scheibe Meerrettich in den Nacken legen, eine Minute wirken lassen oder immer wieder etwas Meerrettich essen
Ohrenschmerzen Zwiebelpäckchen: gehackte Zwiebeln in ein Gazetuch packen, auf einer Bettflasche erwärmen und aufs Ohr legen                        
Wirkung der Helfer aus der Küche

Grundsätzlich unterstützt ein gutes Hausmittel den Selbstheilungsprozess des Körpers. Die kleinen Helfer aus der Küche wirken jedoch ganz unterschiedlich:

  • Pflanzliche Lebensmittel wie Salbei, Thymian, Meerrettich oder Zwiebeln enthalten viele hochwirksame Substanzen – so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Im Salbei etwa sind ätherische Öle enthalten, die zusammen mit Gerbstoffen Bakterien und Viren töten. Das Zusammenspiel der Pflanzenstoffe hemmt zudem Entzündungen und lindert Schmerzen. Thymian enthält ebenfalls ätherische Öle, die hochwirksam sind: Er desinfiziert, löst Schleim und lindert so den Husten. Einige Inhaltsstoffe der Zwiebel haben sogar den gleichen Effekt wie Antibiotika.
  • Saure Gurgellösungen mit Apfelessig oder Zitrone lassen das Gewebe abschwellen.
  • Kochsalzlösungen helfen, Viren und Bakterien aus der verstopften Nase zu spülen.
  • Dämpfe befeuchten die Schleimhäute und bringen die ätherischen Öle aus den Kräutern direkt zu den erkrankten Stellen in den Atemwegen.
  • Warme Wickel fördern die Durchblutung. Sie helfen, den eingedickten Schleim in den Atemwegen zu lösen, und unterstützen so die Virenausscheidung. Geschwellte Kartoffeln oder Leinsamen speichern die Wärme ausgezeichnet und sind deshalb besonders wirksam.
  • Kalte Wickel mit Quark oder Zitrone lassen das Gewebe abschwellen und lindern die Schmerzen.
  • Flüssigkeit unterstützt die Heilung der Schleimhäute. Und weil häufiges Trinken den zähen Schleim verflüssigt, machen Holundersirup oder Fencheltee schleimlösende Hustenmedikamente in den meisten Fällen völlig überflüssig.

Ausserdem haben Hausmittel eine Reihe positiver Nebenwirkungen. Besonders Kindern geben solche Massnahmen die Sicherheit, dass der Körper mit vielem selber fertig werden kann», sagt Heidi Geissbühler. Zudem erhalten sie von den Eltern eine Extraportion Zuwendung.

Doch auch Erwachsene sollten sich die Auszeit gönnen, die ihnen von der Krankheit «verordnet» wird. Denn mit jeder Erkrankung – und sei es «nur» ein kleiner Schnupfen oder eine Erkältung – signalisiert der Körper, dass er Schonung und Pflege braucht.

Gesundheitsförderung in der zweiten Lebenshälfte mit „Kneippen“

Auch wenn ein höheres Lebensalter keineswegs gleichbedeutend mit Krankheit sein muss, zeigen sich in dieser Lebensphase häufig Beschwerden, die auf dem Nachlassen von Körperfunktionen beruhen; kalte Füsse, Kurzatmigkeit bereits nach mässigen körperlichen Belastungen, Darmträgheit, nächtlicher Harndrang, nicht ausreichend erholsamer Schlaf. Derartige Erscheinungen lassen sich durch eine konsequente und regelmässige Anwendung der Kneippschen Naturheilmethoden weitgehend verhindern und nicht selten sogar beheben.
Kein älterer Mensch sollte auf regelmässige Kneippsche Wasseranwendung verzichten. Waschungen nach dem Aufstehen sowie im Laufe des Tages durch-geführte kalte oder wechselwarme Arm-, Knie- oder Gesichtsgüsse beleben Herz, Kreislauf sowie Atmung und regen zudem die Durchblutung der Hirnarterien an. Kalte Knie- oder Schenkelgüsse und vor allem Wassertreten kräftigen die Venenwände und wirken somit der Entstehung von Krampfadern entgegen. Bei kalten Füssen sind zunächst warme Fussbäder mit Zusatz von Heublumen- oder Rosmarinöl angebracht, denen bald wechselwarme Fussbäder oder Kniegüsse folgen sollen. Wenn Herz und Lunge ausreichend leistungsfähig sind, können ein- oder zweimal wöchentlich nachmittags Vollbäder mit den eben aufgeführten pflanzlichen Zusätzen genommen werden; anschliessend ist eine halbstündige Liegeruhe erforderlich. Wer bisher regelmässig in die Sauna ging, möchte dies auch im Alter sicherlich nicht missen und kann dies durchaus mit Nutzen tun. Manch einer zieht jedoch abhärtende, Kreislauf trainierende Luftbäder vor. Sie sollen aber nicht zu lange ausgedehnt werden. Ein weiterer nützlicher Effekt einer Abhärtung ist die verminderte Anfälligkeit für Erkältungen. Besuchen Sie einen Kurs im Kneippverein Meilen.

Da Bewegungsmangel das Auftreten von Herz- und Kreislauferkrankungen fördert, ist körperliche Aktivität gesundheitlich wertvoll. Hier gelten keine Ausreden: „Ich bin zu alt, zu dick, zu dünn oder zu ungeübt“. Mann kann auch mit 60, 70 und mehr Jahren beweglich und elastisch werden und bleiben. Nicht das kalendarische, sondern das biologische Alter zählt. Wir empfehlen den gesunden Sport Nordic Walking.

Der ältere Mensch sollte aber nicht hektisch von einem Sporttermin zum anderen hetzen, sondern mit Rücksprache seines Arztes und nach seinem persönlichen Vorlieben ein dem Lebensalter entsprechendes und individuell angepasstes Bewegungsprogramm zusammenstellen und dieses auch regelmässig durchführen, wie die wöchentlichen Nordic Walking Treff im Kneippverein Meilen.

Morgengymnastik ist nicht jedermanns Sache, es ist aber bereits viel gewonnen, wenn man jeden Tag eine Stunde in möglichst zügigem Tempo spazieren geht. „Der beste Weg zur Gesundheit ist der Fussweg“. Alle unserer Mitglieder geniessen mit dem Mitgliederausweis im Activ Fitness Fr. 50.- Rabatt, Senioren und Jugendliche Fr. 150.-

Wer über ein ausreichend funktionstüchtiges Herz-Kreislauf-System verfügt, mag einen Dauerlauf (Joggen) mit dazwischenliegenden Pausen, Velofahren oder Nordic Walking vorziehen. Ein derart trainierter 65-jähriger kann einem ungeübten 25-jährigen durchaus überlegen sein. Viel Freude macht die Bewegung in einer Gruppe im Kneippverein, sei es in Form von Gymnastik, Tanzen, Wandern oder Bewegungstherapie. Dabei wird der Kreislauf geübt, die Hirndurchblutung verbessert und die Stimmung angehoben. Man sollte sich aber nicht zuviel vornehmen und seine Fähigkeiten überschätzen.

Ebenso wichtig wie Bewegungstraining und Wasseranwendungen ist der tägliche Ausgleich durch kurze Ruhepausen. Dabei sollte man sich zuerst gründlich besinnen und danach muskelentspannende sowie nervenstärkende Lösungs- und Atemtherapie betreiben. Wer mit 60 Jahren übermässig „futtert“, geht unweigerlich gewichtigen Zeiten entgegen. Entscheidend ist nicht wie viel man isst, sondern was man isst. Genussvoll und ohne Reue kann man bei allen Gemüsen, Salaten und Obst zugreifen. Sie enthalten lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie die für die Darmfunktion unentberlichen Balaststoffe, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte enthalten reichlich pflanzliches Eiweiss und haben einen grossen Sättigungswert. Dementsprechend empfihelt sich im allgemeinen eine ausgewogene Mischkost mit kurz gedünsteten Gemüsen, frischem Salat (Lagerung zerstört die Vitalstoffe), Obst und Vollkornprodukten, wie Brot, Reis und Teigwaren. Empfehlenswert sind zudem Milch und magere Milchprodukte, beispielsweise Bifidusjoghurt und Käse. Wer täglich einen halben Liter Milch drinkt, nimmt genügend knochenstärkendes Kalzium zu sich. Als Beilage Fische und möglichst fettarmes Fleisch sollen die Mahlzeit nicht zu häufig ergänzen.

Wichtig ist die Vollwerternährung, Kochsalz ist nur sparsam zu verwenden. Man sollte hierbei bedenken, dass in manchen Nahrungsmitteln (Wurst, Schinken oder Fleischbrühe) bereits reichlich Kochsalz vorhanden ist. Statt dessen sollen häufig wohlschmeckende einheimische Gewürze verwendet werden; angefangen von Aenis und Beifuss bis hin zum Wachholder. Zitronenmelisse und Zwiebel. Sie regen die beim älteren Menschen schwächer arbeitenden Verdauungsdrüsen an, führen zu einem gesunden Appetit und kräftigen den gesamten Organismus. Weil der Mensch gerade im vorgeschrittenen Lebensalter verhältnismässig wenig Durst empfindet sollte er nicht vergessen ausreichend zu Trinken. Der Körper benötigt auch in diesem Lebensabschnitt etwa 1,5 – 2 Lt. Flüssigkeit täglich. Am günstigen ist Wasser, Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees sowie verdünnte Fruchtsäfte. Bier und Wein in mässigen Mengen sind vertretbar.

Bei sämtlichen Anwendungen ist auf eine gewissenhafte Hautpflege zu achten, da die Haut des älteren Menschen zu Trockenheit neigt. Es empfehlen sich milde Einreibungen der Körperhaut mit wenigen Tropfen Hautöl; lediglich das Gesicht bleibt davon ausgenommen.

Auch einige Pflanzen können dazu beitragen, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu bewahren und die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Ausser Knoblauch roh oder als Knoblauchpulver, sind Säfte oder Dragées aus Weissdorn und Mistel der Kneippwerke anzuführen, aber auch Präparate aus Ginseng oder Taigawurzel (Taigutan), die aus einem Strauch des russischen fernen Ostens gewonnen wird.

Altersdepressionen werden durch Verlust der Selbständigkeit, einen mangelnden sozialen Rückhalt mit Vereinsamung und Isolation sowie Verlust von Angehörigen und Freunden wesentlich gefördert. Aber auch der Eintritt in den Ruhestand kann bereits eine Depression auslösen. Mit einem Hobby lassen sich fast alle beim Älter werden auftauchende Hürden überspringen. Wer sich ein Hobby zu eigen macht, wird daran viel Freude haben. Oft ist es günstig, auf ein Gebiet zurückzukehren, das einem schon in der Jugend begeistert hat z.B. Musik oder Malen. Oder Sie kommen in den Kneippverein und pflegen die sozialen Kontakte.

Daneben bietet sich eine Fülle von Aufgaben für den älteren Menschen: Beteiligung an Kursen, Workshops, Wochenendseminaren die vielfach im Kneippverein angeboten werden. Vieles macht in Gemeinschaft mehr Spass, weil sich mit anderen interessierten Menschen austauschen kann. Gegebenenfalls kann man auch Beratungsfunktionen oder ehrenamtliche Tätigkeiten in einem Verein übernehmen; beides ist heute gesellschaftlich hoch angesehen. Hier bietet sich vor allem der Kneippverein, Rotes Kreuz und Senioren für Senioren an. Mit solchen Tätigkeiten macht man nicht nur die Betreuten, sondern sich selbst glücklich und zufrieden. Geistiges Engagement stärkt das Selbstvertrauen. Hochschulen für Senioren vermitteln dem Gasthörer gediegene Bildung in den verschiedensten Interessensgebieten. Die Leistungsfähigkeit des Gehirn hängt wesentlich von seinem Training ab. Goethe war 82 Jahr alt als er seinen „Faust“ abschloss. Wer das Gedächtnis trainiert wird nicht vergesslich. Auch bei solchen Tätigkeiten sind aber Ruhephasen notwendig; Nach derartigen „schöpferischen Pausen“ vermag man um so intensiver zu wirken. Gedächtnistrainingskurse werden auch im Kneippverein Meilen angeboten.

Entspannung und Abwechslung bieten auch gut vorbereitete Reisen. Im Kneippverein Meilen werden z.B. Kneipp-Schnupperkuren in Bad Wörishofen, D, oder Kneipp-Wellnessferien im Engadin oder auf Mallorca angeboten. Besonders bei Fernreisen gilt es, eventuelle gesundheitliche Risiken zu bedenken und Hektik zu vermeiden, wenn Sie lange sitzen können auch Venenprobleme entstehen, darum immer wieder aufstehen und sich im Flugzeug bewegen sowie aktivieren Sie Ihre Venenpumpe, indem Sie ein paar mal auf die Zehenspitzen wippen und dann das gleiche zu den Versen hin wiederholen.

Ein Punkt, der leider häufig vergessen wird: Es ist für den älteren Menschen überaus wichtig, sich rechtzeitig eine geeignete Seniorenunterkunft zu wählen, in der man weiterhin selbständig bleiben und im Bedarfsfalle durch die Spitex versorgt werden kann.

Zum Abschluss noch ein Tipp vom Kneipp Hydrotherapeut der auf langjähriger Erfahrung beruht. Bei jedem älteren Menschen sind regelmässig durchgeführte Kneippkuren unter kundiger ärztlicher Leitung besonders wertvoll. Durch eine derartige konzentrierte und individuell zusammengestellte Behandlung können alle Körperfunktionen in guter Form gehalten und das Altern erheblich verlangsamt werden. Jedes Jahr führt der Kneippverein Meilen einwöchige Kneipp-Schnupperkuren in Bad Wörishofen, D, durch.

Vorteile von NORDIC – WALKING (NW) auf einen Blick:

· alleine oder in der Gruppe in der freien Natur jederzeit ausführbar
· Bewegung stärkt die Knochen weil der Stoffwechsel aktiviert wird
· verbessert die Herz-Kreislaufleistung und ist „Balsam“ für die Venen
· löst Muskelverspannungen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich
· beim korrekten Bergabwärtsgehen entlasten Sie die Gelenke um ca. 25%
· steigert den Kalorienverbrauch bis zu 40% (Gewichtsreduktion)
· stärkt das vegetative Nervensystem und die Abwehrkräfte (Allwettersport)
· ist ein Ganzkörpertraining, aktiviert ca. 85% unserer 650 Muskeln
· trainiert Koordination, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und somit Fitness
· senkt den Blutdruck und die Blutfettwerte (Cholesterinwert LDL)

Gesundheit bekommt man nicht im Handel
sondern durch den Lebenswandel

Vorteile von Nordic Walking gegenüber anderen Lauftechniken

Durch den Stockeinsatz werden Wirbelsäule, Knie- und Fußgelenke weniger belastet als beim Laufen ohne Stöcke. Die Belastung wird gleichmäßiger auf den gesamten Körper verteilt. Bauch-, Brust- und Armmuskulatur werden verstärkt trainiert. Durch die Stockbewegung werden Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich gelöst.

Der Vorteil dieser Technik gegenüber dem Laufsport liegt in der schonenden Belastung; sie ist für den passiven Bewegungsapparat im Vergleich zum Lauftraining vermindert. Nordic Walking steigert die Kondition, verbessert die Fitness. Es wird mehr Sauerstoff verbraucht als beim normalen Gehen mit gleicher Geschwindigkeit. Das Anstrengungsempfinden ist deutlich niedriger als die tatsächlich abgeforderte Leistung.

Was kann man alles mit Nordic Walking erreichen?

Nordic Walking ist auch das optimale Outdoortraining zur Gewichtsreduzierung. Die aerobe Ausdauer wird trainiert. Es verbessert die Herz-Kreislaufleistung, wirkt dem altersbedingten Muskelschwund entgegen, wirkt positiv auf den Blutdruck, beugt Osteoporose vor, verbessert die Cholsterinwerte. Nordic Walking ist ebenfalls zur Rehabilitaion nach Sportverletzungen geeignet. Es ist nicht nur ein Ausdauer-, sondern auch ein Kraft- und Koordinationstraining. Nicht zuletzt wirkt sich dieses Outdoor-Training auch positiv auf die Psyche aus.

Nordic Walking ist ideal für Personen mit Vorschäden an Gelenken und Wirbelsäule, zur Rehabilitation von orthopädischen (z.B. bei Knie- und Hüftproblemen) und Herz-Kreislauf-erkrankungen, für Anfänger, Jung und Alt und Wiedereinsteiger in den Sport.

Kennen Sie die Wunderwaffe Folsäure

Lesen Sie hier, was dieses Vitamin im Verbund von Vitamin B6 + B12 alles kann. Herz- Kreislauf Erkrankungen stehen weiterhin an der Spitze der Todesursachen. Bislang machten Experten für die gefährlichen Ablagerungen, die unsere Blutgefässe verstopfen, Bluthochdruck und ein Übermass an Cholesterin verantwortlich. Neue Studien zeigen: Viel riskanter ist ein zu hoher Homocysteinspiegel im Blut. Homocystein entsteht beim Abbau bestimmter Eiweiss-Stoffe aus der Nahrung. Die schwefelhaltige Substanz greift die Wände der Blutgefässe an und fördert so die Arterienverkalkung. Untersuchungen zeigen. Das Risiko für tödliche Herz-Kreislauferkrankungen erhöht sich durch ein Zuviel an Homocystein um 70 %. Zudem verschlechtert es die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Das Das beeinträchtigt die Gedächtnisleistung, und die Gefahr eines Schlaganfalls steigt. Forscher vermuten sogar, dass zuviel Homocystein die Nervenzellen schädigen kann und deshalb für Parkinson mitverantwortlich sein könnte. Vortrag Dr. Schmied.

Folsäuremangel kann dramatische Folgen haben. Die bekannteste davon ist der offene Rücken bei Neugeborenen, genannt SPINA BIFIDA. Diese Missbildung kann eintreten, wenn eine Frau vor der Schwangerschaft zu wenig Folsäure eingenommen hat. Betroffenen Kinder müssen mit lebenslanger Lähmung von Beinen und Beckenboden rechnen. Dennoch nehmen viele Menschen in den Industrieländern zu wenig Folsäure zu sich. Mindestens 400 Mikrogramm Folsäure braucht jeder Mensch täglich. Neuere Studien bringen Folsäuremangel zudem mit Depressionen, Demenz und bestimmte Krebsformrn in Zusammenhang.

Sein natürlicher Gegenspieler ist die Folsäure. Gemeinsam mit den Vitaminen B6 und B12 sorgt sie dafür, dass das Homocystein unschädlich gemacht wird. 10’000 Männer und Frauen im Alter zwischen 25 und 70 Jahren wurden über 19 Jahre beobachtet und ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Diejenigen, die täglich mehr als 400 mg Folsäure zu sich nahmen, litten deutlich seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Man schätzt, dass 90% der Menschen nicht einmal die Hälfte der notwendigen Menge einnehmen.

Experten empfehlen: 750 Gramm Obst und Gemüse sollten wir pro Tag mindestens essen. Viel Folsäure ist in Blattspinat, Rosen- und Grünkohl, Kopfsalat, grünen Bohnen, Wirsing oder Fenchel, Tomaten, Baumnüsse, Milchprodukten eine wahre Folsäurebombe sind Weizenkeime – 100 gr davon enthalten 300 Mikrogramm Folsäure. Eine Überdosis ist nicht möglich, denn der Körper scheidet nicht benötigte Mengen aus. Wir essen im Schnitt aber nur etwas mehr als 200 g. Ausserdem reagiert das Vitamin sehr empfindlich auf Hitze und Licht – Kochen oder eine zu lange Lagerung zerstören die Folsäure. Wer sich ohne grossen Aufwand mit Folsäure versorgen will, sollte zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen oder jeden Tag Weizenkeime einnehmen.

Empfehlenswert sind Präparate, die neben Folsäure auch noch die Vitamine B6 und B12 enthalten (z.B. in taxofit Folsäure Depot Dragees, rezeptfrei in der Apotheke). Diese unterstützen die Folsäure bei Ihrer Aufgabe, das gefährliche Homocystein zu neutralisieren.

Lebens-Vitamin Folsäure

Folsäure – Garant für gute Laune

Der wohl am weitesten verbreitete Vitaminmangel betrifft die Folsäure. Es gibt kaum einen Menschen, der ausreichend von diesem B-Vitamin in seinem Organismus hat. Dabei ist gerade diese Biosubstanz für die Produktion unserer Glückshormone so wichtig.

Das Vitamin Folsäure findet sich hauptsächlich in pflanzlicher Nahrung, aber auch in Leber, in der Tiere ja wieder ihre Folsäure und andere Nährstoffe speichern.
Es ist ein sehr empfindliches Vitamin: Licht, Hitze, sogar längeres Lagern bei Zimmertemperatur zerstören es schnell. Rohkostler sind also in Bezug auf die Folsäureeinnahme im Vorteil.

Warnzeichen für Folsäuremangel

Müdigkeit Mangelnde Lebensfreude
Unruhezustände, Verzagtheit Zerstreutheit, Gedächtnisschwäche
Angstgefühle Entzündungen der Lippenschleimhaut

Die Wirkung von Folsäure
Das Vitamin Folsäure wirkt hauptsächlich im Gehirn und Nervensystem, es ist dynamischer Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit. Für die Psyche ausgesprochen wichtig ist die Wechselwirkung zwischen Folsäure, Vitamin B12 und dem Eiweißbaustein Methionin, die gemeinsam eine zentrale Rolle für unser Wohlbefinden spielen.

Denn: Vitamin B12 wandelt den Eiweißstoff Homozystein in Methionin um, das den Folsäuremolekülen beim Bau und Einbau von Nukleinsäuren in den Zellkern hilft. Dieser Vorgang spielt sich in unserem Blut bildenden Knochenmark ab. Weil hier in Tag- und Nachtschichten Blutkörperchen produziert werden, ist die unablässige Zellteilung unerlässlich.

So gelangt Folsäure zu den Körperzellen
Das Vitamin Folsäure ist fast immer an Glutaminsäure bzw. deren Salze (Glutamate) gebunden, die im Dünndarm erst abgetrennt werden müssen, damit das Vitamin für die weitere Reise frei wird. Bestimmte Proteine, z. B. in der Milch, kümmern sich dabei ausschließlich um Folsäuremoleküle und bringen sie zur Mukosa, zur Darmschleimhaut. Auf diese Weise bleibt das sensible Vitamin vor den ständig unersättlichen Darmbakterien geschützt.
Die Hälfte der Folsäuremoleküle wird in der Leber gehortet, wobei sie wieder an Glutamate gebunden werden. Diese Bindung erfolgt auch in den Körperzellen, sie macht das Vitamin erst aktiv. Bei einem Mangel an Vitamin B12 wird dieses bioaktive „Aufladen“ unterbunden, und das Folsäuremolekül sitzt nutzlos gefangen in der Zelle. Dies ist verhängnisvoll, denn an der Zelle, in den Vesikeln, warten alle anderen Nährstoffe auf Folsäure, um endlich die Glücksbringer Serotonin oder Noradrenalin herstellen zu können.

Stressbekämpfung durch Adrenalin
Fehlt Noradrenalin, wird zur Stressbekämpfung vorwiegend Adrenalin aus dem Nebennierenmark ausgeschüttet. Adrenalin könnte man als den körperlich-animalischen Aufputscher bezeichnen, Noradrenalin als das Optimismushormon, das wir in vielen Hunderttausenden von Jahren in unserem Nervensystem entwickelt haben und das uns von den Tieren unterscheidet.

Wofür Folsäure wichtig ist

Blutbildung, Zellwachstum
Magen-Darm-Tätigkeit und -regeneration
Kräftiges Haar
Gehirn und Nervenstärke
Magensäure und Leberfunktion
Appetit

Hohe Verluste bei Folsäure
Nur etwa die Hälfte – oft sogar nur 30 Prozent – des Nahrungsvitamins Folsäure findet den Weg zu den Körperzellen.Wer unter Krankheiten mit Erbrechen oder Durchfall leidet, kann noch weniger Folsäure verwerten. Bei Stress besteht ein zusätzlicher Bedarf- dies gilt auch für Menschen, die gern Alkohol trinken und Zigaretten rauchen.

Der US-Forscher John A. Baron von der Dartmouth Medical School in Hanover im Staat New Hampshire fand 1998 heraus, dass beides die Funktion von Folsäure im Stoffwechsel beeinträchtigt. Dadurch werden so genannte Darmadenome begünstigt, kleine Tumore, aus denen Darmkrebs entstehen kann.

Rohkost ist ideal für Folsäure
Folsäurereiche Lebensmittel wie alle dunkelgrünen Salate oder Blattgemüse sollten möglichst frisch gegessen werden, weil sonst viel von diesem Nervenvitamin verloren geht. Klein gehacktes oder^geschnittenes Gemüse als Rohkost führt dem Körper Folsäure in idealer Form zu. Frische, junge Blätter, z. B. von Feldsalat oder Spinat, sollten einfach roh gegessen werden. Legen Sie deshalb regelmäßig einen Rohkosttag ein, an dem Sie auf gekochtes Essen verzichten.

Ausgezeichneter Zusatz zur Ernährung ist Bierhefe. Oder wie wäre es mit einem Folsäurefrühstück: Ein Müsli mit Weizenkeimen und etwas frischem Obst, dann ein Ei mit Vollkornbrot.

Folsäure-Gehalt in Lebensmitteln

Lebensmittel Mikrogramm
(je 100 Gramm)

Weizenkeime 520
Sojabohnen 230
Schweineleber 220
Eigelb 154
Fenchel 100
Chinakohl 85
Spargel 85
Spinat 80
Blumenkohl 55
Endivien 50
Roggenvollkorn 40
Kopfsalat 35
Linsen 35
Brokkoli 35
Haferflocken 25
Vollkornreis 16